
Zierfische
Pazifischer Tarpun
Megalops cyprinoides
- Endgröße: bis 150 cm
- Aquarium: ab 6000 l
- Temperatur: 22-27 °C
- pH-Wert: pH 7,5-8,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Schwierig
Einzelgänger, aggressiv
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Zierfische, Familie Megalopidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Atlantische Tarpun (Megalops atlanticus) ist ein massiger, stromlinienförmiger Raubfisch aus der Familie Megalopidae und erreicht dokumentierte Maximallängen von 250 cm bei über 161 kg. Für Heimaquarien ist er nicht geeignet: Ausgewachsene Tiere werden meist um 130 cm lang, leben an Meeresküsten und im Brackwasser und finden nur in Schauaquarien Platz.

bis 250 cmEndgröße
55 JahreLebenserwartung
20-28 °CTemperatur
7,5-8,5pH-Wert
8-25 °dGHGesamthärte
ab 10000 lAquariengröße
Der Körper ist langgestreckt und seitlich abgeflacht, bedeckt mit großen Schuppen, die unter Lichteinfall stark metallisch reflektieren. Die Rückenfärbung ist dunkelblau bis grünlich-schwarz, Flanken und Bauch silbern glänzend. Der letzte Strahl der Rückenflosse ist zu einem langen Faden verlängert. Die Schwanzflosse ist tief gegabelt. Das große, oberständige Maul mit vorstehendem Unterkiefer kennzeichnet den aktiven Raubfisch. Im Aquarium zeigt der Tarpun ein aktives Jagdverhalten; er schwimmt vornehmlich in mittleren Wasserschichten und nahe der Oberfläche. Die Art besitzt eine modifizierte Schwimmblase zur akzessorischen Atmung, die es ihr ermöglicht, atmosphärischen Sauerstoff direkt aufzunehmen. Freier Zugang zur Wasseroberfläche ist daher notwendig. Die Art ist eine Küstenart des westlichen Atlantiks von Nova Scotia bis Brasilien sowie des östlichen Atlantiks von Mauretanien bis Angola. Sie ist euryhalin und toleriert stark schwankende Salzgehalte. Für private Aquarianer ist die Haltung aufgrund der Größe nicht praktikabel; die Art richtet sich ausschließlich an öffentliche Aquarien und Forschungseinrichtungen.
Für Heimaquarien ist der Atlantische Tarpun nicht geeignet: Ausgewachsene Tiere werden meist um 130 cm lang und können über 50 Jahre alt werden. Die folgenden Angaben gelten für Schauaquarien. Der Atlantische Tarpun benötigt Wasser mit 20 bis 28 °C und einem pH-Wert von 7,5 bis 8,5. Gesicherte Angaben zur Gesamthärte liegen nicht vor. Die Art toleriert Schwankungen des Salzgehalts, benötigt aber stabile Wasserverhältnisse und sehr gute Wasserqualität. Freier Zugang zur Wasseroberfläche zum Luftschnappen ist notwendig. Für die Haltung sind aufgrund der maximalen Körperlänge von 250 cm TL sehr große Becken oder spezielle Meer- bzw. Lagunensysteme erforderlich. Die Haltung adulter Tiere ist ausschließlich in spezialisierten Großanlagen (öffentliche Aquarien, Forschungseinrichtungen) sinnvoll. Eine sichere, vollständige Abdeckung ist notwendig, da der Tarpun ein bekannter Hochspringer ist. Leistungsfähige biologische und mechanische Filterung ist wegen des hohen Futterbedarfs erforderlich. Transport, Hälterung und medizinische Betreuung sollten ausschließlich von erfahrenem Personal durchgeführt werden. Der Atlantische Tarpun ist keine Art für die Heimaquaristik. Nur professionelle Einrichtungen mit speziellen Ressourcen können eine adäquate Pflege gewährleisten.
Der Atlantische Tarpun zeigt ein aktives, selbstsicheres Temperament. Jungfische sind häufig in Gruppen zu beobachten; adulte Tiere dominieren gegenüber kleinen Beckengenossen aufgrund ihres Fangverhaltens. Aggressionen richten sich primär auf Beutetiere. Gegenüber großen Mitbewohnern können Tarpune relativ verträglich sein. Für eine Vergesellschaftung kommen nur sehr robuste, große, ebenfalls euryhaline Küsten- oder Brackwasserfische in Frage. Kleine Fische, Garnelen und Jungstadien von Wirbellosen gehören nicht in ein Becken mit Tarpun. Die Art ist nur in spezialisierten Großanlagen sinnvoll zu halten.
Der Atlantische Tarpun ist ein Piscivore. Adulte Tiere ernähren sich von mittelgroßen bis großen Beutefischen und Krebstieren. Die Beute wird aufgrund der kleinen, villiforman Zähne im Ganzen verschluckt. In Gefangenschaft müssen die Ernährungsbedürfnisse durch filetierte Fische, große Fischstücke und ganze gefrostete Beutefische gedeckt werden. Juvenile Tarpune fressen Zooplankton, Insekten und kleine Fische. Futterergänzungen mit Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen sind sinnvoll.
Die Zucht des Atlantischen Tarpun im Aquarium ist nicht dokumentiert. In der Natur laichen Tarpune als pelagische Freilaicher und befruchten ihre Eier im freien Wasser ohne Substratkontakt oder elterliche Brutpflege. Große Weibchen produzieren über 12 Millionen Eier pro Laichereignis. Die Eier entwickeln sich zu leptocephalischen Larven mit einer Driftphase von 3 bis 4 Monaten. Geschlechtsreife tritt bei etwa 160 cm Körperlänge ein (6 bis 7 Jahre). Die enormen Raumansprüche, komplexen Laichwanderungen und spezialisierten Larvenformen machen eine kontrollierte Nachzucht nicht praktikabel.
Der Atlantische Tarpun ist eine Küstenart des westlichen Atlantiks von Nova Scotia bis Brasilien sowie des östlichen Atlantiks von Mauretanien bis Angola. Die Art bewohnt warme, flache Küstengewässer wie Buchten, Ästuare, Mangrovenlagunen und Flussmündungen. Sie dringt häufig in Süßwasserbereiche ein und toleriert stark unterschiedliche Salzgehalte. Juvenile Tarpune finden in geschützten Aufwuchsgebieten wie Mangrovenwurzeln geeignete Kinderstuben. Die Art ist migratorisch geprägt und unternimmt weite Laichwanderungen. Das Gesamtverbreitungsgebiet reicht im Westatlantik von Neuschottland bis Brasilien und im Ostatlantik von Mauretanien bis Angola; Einzelnachweise liegen von den Azoren sowie den Küsten Frankreichs und Portugals vor.
Der deutlichste Unterschied liegt in der Körpergröße: Weibchen werden deutlich größer als Männchen und erreichen über 250 cm und 161 kg. Weibchen haben zudem eine höhere Lebenserwartung (über 50 Jahre gegenüber über 30 Jahren bei Männchen). Verlässliche Unterschiede in Färbung oder Flossenform sind nicht dokumentiert.
Im Heimaquarium nicht. Ausgewachsene Tiere werden meist um 130 cm lang, im Höchstfall 250 cm und 161 kg, und können über 50 Jahre alt werden. Halten lässt sich die Art nur in Schauaquarien.
Die empfohlenen Werte liegen bei 20 bis 28 °C und pH 7,5 bis 8,5. Gesicherte GH-Angaben liegen nicht vor. Die Art ist euryhalin und toleriert stark schwankende Salzgehalte.
Die Zucht ist nicht dokumentiert. In der Natur laicht die Art als pelagischer Freilaicher im offenen Wasser. Die Larvenphase dauert 3 bis 4 Monate. Eine kontrollierte Nachzucht ist nicht praktikabel.
Als Piscivore ernährt sich der Tarpun von Beutefischen und Krebstieren, die im Ganzen verschluckt werden. In Gefangenschaft werden filetierte Fische, große Fischstücke und gefrostete Beutefische angeboten.
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