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Zierfische, Familie Megalopidae

Pazifischer Tarpun Megalops cyprinoides

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Pazifische Tarpun (Megalops cyprinoides) ist ein großer, stromlinienförmiger Raubfisch aus der Familie Megalopidae und kann eine Größe von bis zu 150 cm erreichen. Für Heimaquarien ist er nicht geeignet: In Menschenobhut kann er bis etwa 1 m lang werden und findet dann nur in Schauaquarien Platz.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Einzelgänger
  • Aggressiv
  • bis 150 cmEndgröße

  • 44 JahreLebenserwartung

  • 22-27 °CTemperatur

  • 7,5-8,5pH-Wert

  • 6-16 °dGHGesamthärte

  • ab 6000 lAquariengröße

Beschreibung

Der Körper ist seitlich abgeflacht mit einem silbrig glänzenden Schuppenkleid aus großen Cycloid-Schuppen. Das Maul ist groß und fangbereit, die Rücken- und Afterflosse liegen relativ weit hinten – typische Merkmale eines aktiven Jägers in der oberen Wasserschicht. Im Aquarium zeigt Megalops cyprinoides ein ausgeprägtes Schwimmverhalten in den oberen Wasserschichten. Er ist tagaktiv und nutzt die offene Wassersäule zum Jagen und Patrouillieren. Bei Stress kann panikartiges Schwimmverhalten auftreten. Besonderheiten der Art sind die Euryhalinität (Toleranz von Süßwasser bis Vollmeerwasser), die obligate Luftatmung (regelmäßiges Aufsuchen der Wasseroberfläche) und die amphidrome Wanderung. Die Art laicht im offenen Meer; juvenile Stadien nutzen Fluss- und Ästuarsysteme. Aufgrund des enormen Platzbedarfs, der obligaten Luftatmung und des starken Jagdverhaltens ist diese Art ausschließlich für öffentliche Aquarien geeignet. Für Heimaquarien ist die Anschaffung nicht praktikabel.

Haltung und Pflege

Für Heimaquarien ist der Pazifische Tarpun nicht geeignet: In Menschenobhut kann er bis etwa 1 m lang werden. Die folgenden Angaben gelten für Schauaquarien. Wasserwerte
Temperatur: 22–27 °C
pH: 7,5–8,5
GH: 6–16 °dGH
Die Art toleriert in der Natur extreme Schwankungen, doch im Aquarium ist Konstanz wichtiger als extreme Werte. Beckengröße
Mindestens 450 cm Kantenlänge, ca. 6.000 Liter – und das ist nur als Orientierung zu verstehen. Adulte Tiere benötigen deutlich größere Anlagen, wie sie nur in öffentlichen Aquarien vorhanden sind. Einrichtung
Viel freie Schwimmfläche in der oberen Wassersäule. Aufgrund der obligaten Luftatmung muss ein freier Bereich an der Wasseroberfläche vorhanden sein. Stabile, eng schließende Abdeckung gegen Fluchtversuche. Sehr leistungsfähige Filtration. Die Pflege dieser Art ist nur sehr erfahrenen Einrichtungen mit entsprechendem Platz, technischer Ausstattung und fachlicher Betreuung zu empfehlen. Für private Aquarianer ist die Anschaffung nicht praktikabel.

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Verhalten und Vergesellschaftung

In der Natur kommen Tiere sowohl einzeln als auch in losen Gruppen vor; in der Praxis werden aufgrund des Platzbedarfs meist einzelne Tiere gehalten. Das Temperament ist aufmerksam und aktiv mit klarer Jagdmotivation gegenüber beweglichen Beutetieren. Bei Störungen oder engem Raum kann es zu panikartigen Schwimmen kommen. Garnelen sind ungeeignet und würden als Futter betrachtet. Schnecken sind als Beute potentiell gefährdet. Vergesellschaftung nur mit Fischen, die groß genug sind, um nicht als Beute zu gelten, und ähnliche Ansprüche an Bewegungsraum und Wasserparameter haben.

Ernährung

Megalops cyprinoides ist ein aktiver Fleischfresser. Die natürliche Nahrung besteht aus Fischen, größeren Wirbellosen und anderen beweglichen Beutetieren. Im gepflegten Umfeld sollten ganzer Fisch, filetierte Fischstücke, größere Krebstiere und andere proteinreiche Kost angeboten werden. Tiefgefrorene Fisch- und Krebstierpräparate reduzieren das Risiko von Parasiten.

Zucht

Zucht-Status: Nicht möglich unter Aquarienbedingungen Die Art laicht im offenen Meer (offshore). Die Larven sind transparent und leptocephal-ähnlich und driften, bevor die Jungfische in Ästuar- und Flusshabitate eindringen. Ohne riesige, speziell ausgelegte marine Laichbereiche ist erfolgreiche Zucht nicht erreichbar. Bestätigte Zuchterfolge in Gefangenschaft liegen nicht vor.

Natürlicher Lebensraum

Megalops cyprinoides hat eine breite Verbreitung im Indopazifik: vom Persischen Golf und Roten Meer über Süd- und Südostasien bis Australien und in den Pazifik. Die Art bewohnt marine Küstengewässer, Ästuare, Mangrovenbereiche und flussaufwärts gelegene Süßwasserabschnitte tropischer Flüsse. Juvenile Stadien nutzen geschützte, nährstoffreiche Buchten und Flussmündungsbereiche; adulte Tiere begeben sich zur Laichzeit ins offene Meer. In der Natur wurden Lebenserwartungen von bis zu 44 Jahren dokumentiert. Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren und weichen von optimalen Aquariumwerten ab. Das Gesamtverbreitungsgebiet umfasst den Indopazifik von Korea bis Polynesien sowie vom Persischen Golf bis Südafrika.

Geschlechtsunterschiede

Konsistente äußere Unterschiede in Färbung, Flossenform oder Körperproportionen sind nicht dokumentiert. Eine sichere Geschlechtsbestimmung ist bei lebenden Tieren ohne genetische Analyse kaum möglich.

Gut zu wissen

  • Nicht für Heimaquarien geeignet: in Menschenobhut bis etwa 1 m, im Höchstfall 150 cm und 18 kg; nur für Schauaquarien
  • Euryhalin: Besiedelt marine, brackige und Süßwasser-Habitate
  • Obligate Luftatmung – freier Zugang zur Wasseroberfläche ist lebenswichtig
  • Amphidrome Wanderung zwischen Süß- und Salzwasser
  • Hoher Bewegungsdrang und enormer Raumbedarf
  • Laicht im offenen Meer – Zucht im Aquarium nicht möglich

Häufige Fragen

Kann man den Pazifischen Tarpun im Aquarium halten?

Im Heimaquarium nicht. Jungtiere tauchen vereinzelt im Handel auf, können in Menschenobhut aber bis etwa 1 m lang werden und brauchen dann Anlagen, wie sie nur Schauaquarien haben. In der Natur bleiben viele Tiere mit 30 bis 50 cm kleiner, einzelne erreichen bis 150 cm.

Welche Wasserwerte braucht der Pazifische Tarpun?

Die empfohlenen Aquariumwerte liegen bei 22–27 °C, pH 7,5–8,5 und GH 6–16 °dGH. Die Art ist euryhalin und toleriert in der Natur Süß- bis Vollmeerwasser, doch im Aquarium ist Konstanz wichtiger.

Kann man den Pazifischen Tarpun vergesellschaften?

Nur mit Fischen, die groß genug sind, um nicht als Beute zu gelten. Kleine Fische und Wirbellose werden als Futter betrachtet. Vergesellschaftung nur in sehr großen öffentlichen Anlagen möglich.

Wie züchtet man den Pazifischen Tarpun?

Die Zucht ist unter Aquarienbedingungen nicht möglich. Die Art laicht im offenen Meer. Bestätigte Zuchterfolge in Gefangenschaft liegen nicht vor.

Wie groß muss das Aquarium für den Pazifischen Tarpun sein?

Mindestens 450 cm Kantenlänge und ca. 6.000 Liter – diese Werte sind nur als Orientierung zu verstehen. Adulte Tiere benötigen Anlagen, wie sie nur in öffentlichen Aquarien vorhanden sind. Die Art ist ein obligater Luftatmer und braucht freien Zugang zur Wasseroberfläche.

Hinweis zu den Daten

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Atlantischer Tarpun

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Atlantischer Tarpun

Megalops atlanticus

  • Endgröße: bis 250 cm
  • Aquarium: ab 10000 l
  • Temperatur: 20-28 °C
  • pH-Wert: pH 7,5-8,5
  • Wasserhärte: weich bis sehr hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

In der Gruppe halten, aggressiv

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