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Zierfische, Familie Osphronemidae

Roter Kampffisch

Betta coccina

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Betta coccina, der Rote Kampffisch, ist ein kompakt gebauter Labyrinthfisch (Osphronemidae) mit einer Gesamtlänge von bis zu 5 cm TL. Männchen präsentieren eine intensive weinrote bis dunkelrote Grundfärbung mit einem leuchtend blau-grün irisierenden Flankenfleck und oft intensiv blau gefärbten Augen. Weibchen sind insgesamt blasser mit bräunlich-roter Tönung und tragen eine weiße Laichpapille.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Einzelgänger
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
Roter Kampffisch (Betta coccina)
Weinroter Kampffisch
  • bis 5 cmEndgröße

  • 3–5 JahreLebenserwartung

  • 24-28 °CTemperatur

  • 4-6pH-Wert

  • 1-5 dGHGesamthärte

  • ab 54 lBeckengröße

Beschreibung

Im Aquarium zeigt Betta coccina ein zurückhaltendes, scheues Verhalten; die Tiere bevorzugen die obere Schwimmzone nahe der Wasserfläche. Männchen markieren kleine Reviere und bauen Schaumnester. Die Art ist ein Schwarzwasser-Spezialist aus Torfsumpfwäldern.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 24–28 °C, pH 4,0–6,0, GH 1–5 dGH (so niedrig wie möglich für diese Schwarzwasserart). Mindestbeckengröße: 60 cm Kantenlänge, 54 Liter. Dicht strukturierte Laubschicht aus Falllaub, Wurzeln, Torf und abgestorbenem Pflanzenmaterial. Schwimmpflanzen und gedämpftes Licht. Sehr geringe bis kaum vorhandene Strömung (Schwammfilter). Sanftes Substrat mit Laubauflage über Torf oder Sand. Als Labyrinthfisch Zugang zur Wasseroberfläche sicherstellen. Abdeckung gegen Springen, aber mit feuchtem Luftraum. Kupferhaltige Medikamente vermeiden. Regelmäßige, sanfte Wasserwechsel für stabile Wasserqualität. Betta coccina ist eine anspruchsvolle Art für erfahrene Aquarianer, die bereit sind, weiche, saure Wasserbedingungen stabil zu halten und ein ruhiges Schwarzwasser-Aquarium anzulegen.

Passt das Wasser bei dir?

Verhalten und Vergesellschaftung

Betta coccina wird meist einzeln oder paarweise gehalten. Haremshaltung ist möglich, aber nur für sehr erfahrene Aquarianer. Das Temperament ist friedlich und sehr scheu. Während der Brutzeit verteidigt das Männchen das Schaumnest aktiv. Bei Beifischen ist auf bioregionale Verträglichkeit zu achten: empfohlen sind südostasiatische Schwarzwasserarten wie Boraras-Arten (z. B. Boraras brigittae) und ruhige Pangio-Schmerlen. Corydoras und afrikanische Cichliden sind nicht geeignet. Junggarnelen sind gefährdet; viele Schneckenarten vertragen das extrem saure Wasser nicht gut.

Ernährung

Betta coccina ist ein mikroprädatorischer Fleischfresser. Vorwiegend lebende oder gefrorene Eiweißnahrung in feiner Form: Mückenlarven, Daphnien, Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen. Hochwertiges, feines Granulat kann nach Eingewöhnung akzeptiert werden. Nicht überfüttern.

Zucht

Betta coccina ist ein Schaumnestbauer. Das Männchen baut ein Schaumnest an der Wasseroberfläche und betreibt Brutpflege. Zuchtwasser: 26–28 °C, pH 4,0–5,0, GH maximal 3 dGH. Konditionierung mit reichlich Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven). Gelegegrößen typischerweise unter 20 Eier, gelegentlich bis 50. Inkubation ca. 30–36 Stunden bei 25–26 °C. Jungfische sind zunächst sehr klein und benötigen Infusorien und Pantoffeltierchen; ab Tag 3–4 Artemia-Nauplien. Die Zucht gilt als schwer und erfordert stabile extreme Wasserparameter.

Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 4 bis 5, bis 3 dGH

Natürlicher Lebensraum

Betta coccina stammt aus Südostasien, konkret aus Indonesien (Sumatra: Jambi, Riau) und Malaysia (Johor). Die Art ist endemisch in Schwarzwasser-Torfsumpfwäldern mit extrem flachen, stehenden oder kaum fließenden, teefarbenen Gewässern. Dichtes Kronendach sorgt für stark gedämpftes Licht. Bodengrund aus dicker Laubschicht auf Torf- oder sandigem Untergrund.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind größer und kräftiger gefärbt mit intensiver weinroter bis dunkelroter Körperfarbe, längeren Flossen und einem irisierenden blau-grünen Flankenfleck. Weibchen sind kleiner, blasser (bräunlich-rot) mit kürzeren Flossen und einer sichtbaren weißen Laichpapille. Standardlänge ca. 3,5–4 cm SL; Gesamtlänge bis ca. 5 cm TL.

Gut zu wissen

  • Schaumnestbauer – Männchen baut und bewacht das Schaumnest
  • Labyrinthfisch – Zugang zur Wasseroberfläche und warme, feuchte Luftschicht unter Abdeckung
  • Springrisiko – Abdeckung dringend empfohlen
  • Schwarzwasser-Spezialist aus Torfsumpfwäldern (Sumatra, Malaysia)
  • Scheues Verhalten; bevorzugt dichte Laubschicht und gedämpftes Licht
  • Empfindlich gegenüber schlechte Wasserqualität und Parametereschwankungen
  • Kupferhaltige Medikamente vermeiden

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Rote Kampffisch?

Die Aquarium-Werte liegen bei 24–28 °C, pH 4,0–6,0 und GH 1–5 dGH. Als Schwarzwasserart bevorzugt Betta coccina möglichst weiches, saures Wasser.

Kann man den Roten Kampffisch vergesellschaften?

Nur mit südostasiatischen Schwarzwasserarten wie Boraras brigittae oder Pangio-Schmerlen. Corydoras und afrikanische Cichliden sind nicht geeignet. Junggarnelen sind gefährdet; viele Schneckenarten vertragen das saure Wasser nicht.

Kann man den Roten Kampffisch im Aquarium züchten?

Ja, Betta coccina ist ein Schaumnestbauer. Die Zucht gilt als anspruchsvoll und erfordert extrem saures, weiches Wasser (pH 4–5, GH maximal 3 dGH). Gelegegrößen typischerweise unter 20 Eier.

Was frisst der Rote Kampffisch?

Betta coccina ist ein Fleischfresser und bevorzugt feines Lebend- und Frostfutter: Mückenlarven, Daphnien, Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen. Feines Granulat kann nach Eingewöhnung akzeptiert werden.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Fragen und Erfahrungen

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Passt ins Becken dazu

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Fünfgürtelbarbe

Karpfenfische

Fünfgürtelbarbe

Desmopuntius pentazona

  • Endgröße: 5 cm SL
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 24-29 °C
  • pH-Wert: pH 4,5-7
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Parosphromenus_deissneri

Labyrinthfische

Deissners Prachtgurami

Parosphromenus deissneri

  • Endgröße: 3,5 cm
  • Becken: ab 60 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 4-6
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Quelle:  Aquarium Glaser GmbH

Halbschnäbler

Kükenthal-Halbschnäbler

Hemirhamphodon kuekenthali

  • Endgröße: 7 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 4-6,5
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Javafarn

Rhizompflanzen

Javafarn

Microsorum pteropus ´Petite´

  • Wuchshöhe: 10-15 cm
  • Licht: wenig bis mittel
  • Temperatur: 20-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-8
  • Platz im Becken: Aufsitzerpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Javafarn

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Labyrinthfische, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Sumatra-Kampffisch

Labyrinthfische

Sumatra-Kampffisch

Betta falx

  • Endgröße: 4–5 cm SL
  • Becken: ab 54 l
  • Temperatur: 22-27 °C
  • pH-Wert: pH 4,7-6,8
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Mittel

Paarweise halten, friedlich

Honigfadenfisch

Labyrinthfische

Honigfadenfisch

Trichogaster chuna

  • Endgröße: bis 5,5 cm
  • Becken: ab 54 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Haremshaltung, friedlich

Rötlich-bräunlicher Fisch mit dunklem Augenstreif über Moos

Labyrinthfische

Kreuzband-Schokoladengurami

Sphaerichthys selatanensis

  • Endgröße: 4-5 cm SL
  • Becken: ab 54 l
  • Temperatur: 26-31 °C
  • pH-Wert: pH 5-6,5
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Schwierig

Schwarmfisch, friedlich

Knurrender Zwerggurami

Labyrinthfische

Knurrender Zwerggurami

Trichopsis pumila

  • Endgröße: bis 4 cm
  • Becken: ab 54 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 5,5-6,5
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Einfach

Schwarmfisch, friedlich

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