
Harnischwelse
Hypancistrus sp. L136a/b
Hypancistrus sp. L136
- Endgröße: 9 cm
- Aquarium: ab 120 l
- Temperatur: 24-29 °C
- pH-Wert: pH 5-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Loricariidae
Hypancistrus zebra
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Zebrawels (Hypancistrus zebra) ist einer der bekanntesten und begehrtesten Harnischwelse der Welt. Mit einer Endgröße von nur etwa 8 cm (SL) gehört er zu den kleineren Loricariiden. Die Zeichnung zeigt ein kontrastreiches Schwarz-Weiß-Streifenmuster, das die Art charakteristisch macht. Der Körper ist flachgedrückt mit breitem Kopf und charakteristischem Saugmaul.
8 cmEndgröße
bis 15 JahreLebenserwartung
26-30 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
2-12 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Seit 2004 besteht ein brasilianisches Exportverbot für Wildfänge. Seit November 2022 ist die Art in CITES Appendix II eingestuft. Die IUCN führt Hypancistrus zebra als Critically Endangered (CR), wesentlich bedingt durch den Belo-Monte-Staudamm, der den natürlichen Lebensraum im Rio Xingu erheblich verändert hat. Alle im Handel erhältlichen Exemplare stammen aus Nachzuchten. Im Aquarium zeigt der Zebrawels eine zurückhaltende, dämmerungs- bis nachtaktive Verhaltensweise. Er zieht sich tagsüber in Höhlen zurück und tritt bei gedimmter Beleuchtung hervor. Wie alle Hypancistrus ist er kein Algenfresser, sondern überwiegend fleischfressend.
Wasserwerte: Temperatur 26-30 °C (unter 26 °C gedeiht die Art nachweislich nicht), pH 6,0-7,5, GH 2-12 dGH. Beckengröße: Mindestens 80 cm Kantenlänge (ab 112 Liter) für ein Paar. Einrichtung: Zahlreiche stabile Höhlen, Röhren und Spalten aus Lavagestein, Tonröhren oder groben Steinen. Feiner Sand bis feinkiesiger Boden. Zuchthöhlen eng genug, dass das Männchen das Gelege schützend umschließen kann. Strömung: Kräftig, mit guter Durchströmung und Oberflächenbewegung. Separate ruhigere Zonen hinter Steinen und Höhlen. Filterung: Sehr leistungsfähig, mechanisch und biologisch hochwertig. Regelmäßige Wasserwechsel. Beleuchtung: Dezent. Robuste Aquariumpflanzen möglich, aber nicht zwingend. Der Zebrawels ist eine anspruchsvolle Art für erfahrene Aquarianer mit einem klaren Engagement für stabile Wasserqualität und artgerechte Einrichtung.
Hypancistrus zebra fühlt sich als Paar oder in kleinen Gruppen am wohlsten. Bei ausreichend zahlreichen Höhlen lassen sich mehrere Exemplare problemlos zusammen halten. Das Temperament ist friedlich; zur Fortpflanzungszeit können Männchen ihre Bruthöhle intensiv verteidigen. Schnecken werden toleriert. Sehr kleine Junggarnelen können gelegentlich gefressen werden, adulte Garnelen sind sicher. Geeignete Beifische sind ruhige südamerikanische Salmler, kleine Panzerwelse und kleine Zwergsalmler. Keine lebhaften, konkurrenzstarken Fresser, da der scheue Zebrawels sonst zu kurz kommt.
Hypancistrus zebra ist überwiegend fleischfressend und kein Algenfresser oder Aufwuchsfresser. Geeignet sind gefrorene Mysis, Artemia, Cyclops, Mückenlarven, Muschelfleisch und Granulate mit hohem Tierproteinanteil. Pflanzliche Kost wird kaum angenommen. Futter gezielt an mehreren Stellen anbieten, da der Zebrawels gegenüber energischen Konkurrenten schwer durchsetzbar ist. Kleine Portionen mehrmals täglich sind effektiver als eine große Gabe.
Fortpflanzungstyp: Höhlenlaicher. Zuchtschwierigkeit: mittel. Die Zucht ist ausführlich dokumentiert, der Zebrawels wird regelmäßig im Hobby nachgezüchtet. Das Männchen übernimmt Bewachung und Belüftung des Geleges. Typische Gelegegröße: 7-15 Eier. Schlupf nach 5-7 Tagen bei 28 °C. Für die Zucht werden 28-30 °C empfohlen. Eine Gruppe von mindestens 6 Tieren ermöglicht natürliche Paarbildungen.
Zuchtwasser: 28 bis 30 °C
Hypancistrus zebra stammt aus dem Rio Xingu in Brasilien. Die Art bewohnt fließende, stark sauerstoffreiche Gewässerabschnitte mit sandigen Substraten und verstreuten Steinen. Die Tiere leben in tieferen Bereichen, wo sie sich in Spalten zwischen Steinen und unter großen Felsbrocken verstecken. Der natürliche Lebensraum ist durch den Bau des Belo-Monte-Staudamms stark bedroht.
Männchen entwickeln kräftige Odontoden auf dem ersten Brustflossenstrahl, die bei Weibchen fehlen oder kaum ausgeprägt sind. Der erste Brustflossenstrahl ist bei Männchen massiver. Von oben betrachtet erscheint der Kopf des Männchens breiter. Weibchen zeigen einen runderen, etwas volleren Körperbau im Bauchbereich.
Hypancistrus zebra benötigt 26-30 °C (unter 26 °C nicht artgerecht), pH 6,0-7,5 und GH 2-12 dGH. Hoher Sauerstoffgehalt und starke Strömung sind essenziell.
Nein. Hypancistrus zebra ist überwiegend fleischfressend und kein Algenfresser. Er benötigt proteinreiche Kost wie Mysis, Artemia und Muschelfleisch.
Ja. Hypancistrus zebra ist seit 2022 in CITES Appendix II gelistet und in Brasilien seit 2004 mit einem Exportverbot belegt. Die IUCN stuft die Art als Critically Endangered ein.
Ja, der Zebrawels wird regelmäßig nachgezüchtet. Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege. Gelege umfassen 7-15 Eier, Schlupf nach 5-7 Tagen bei 28 °C.
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