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Zierfische, Familie Characidae

Schwarzer Neon Hyphessobrycon herbertaxelrodi

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Schwarze Neon (Hyphessobrycon herbertaxelrodi) ist ein schlanker, seitlich leicht abgeflachter Salmler, der etwa 3,5 bis 4 cm Gesamtlänge erreicht. Das charakteristische Farbmuster besteht aus zwei horizontalen Längsstreifen vom Kiemendeckel bis zur Schwanzwurzel: ein oberer, leuchtend weißlich-grün irisierender Streifen und direkt darunter ein breites, tiefschwarzes Band.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Schwarm
  • Friedlich
Schwarzer Neon (Hyphessobrycon herbertaxelrodi)
Quelle Manuel Roth FA.EFS
  • 3,5-4 cmEndgröße

  • 3–5 JahreLebenserwartung

  • 23-27 °CTemperatur

  • 5,5-7,5pH-Wert

  • 2-15 °dGHGesamthärte

  • ab 54 lAquariengröße

Beschreibung

Dieser Kontrast verleiht dem Tier im Schwarm eine elegante, lebhafte Wirkung, die trotz der geringen Körpergröße sofort ins Auge fällt. Der Körper selbst ist olivgrün-bräunlich, die Flossen transparent mit leicht rauchiger Tönung. Im Gegensatz zum verwandten Neonsalmler (Paracheirodon innesi) fehlt dem Schwarzen Neon der rote Bauchfleck; das Farbmuster ist schlichter, aber im geschlossenen Schwarm besonders attraktiv. Im Aquarium zeigt der Schwarze Neon ausgeprägtes Schwarmverhalten: Die Tiere schwimmen synchron, hauptsächlich in der mittleren Wasserschicht, und zeigen bei artgerechter Gruppengröße ein entspanntes, aktives Verhalten. Einzelne Tiere oder sehr kleine Gruppen wirken häufig scheu und verstecken sich. Lebendigkeit und Fütterungsfreude treten erst bei Gruppen ab acht Tieren deutlich hervor. Als ruhiger, nicht dominanter Fisch integriert sich der Schwarze Neon sehr gut in ruhig strukturierte Gemeinschaftsbecken mit ähnlich großen, friedlichen Begleitfischen.

Haltung und Pflege

Der Schwarze Neon sollte bei einer Wassertemperatur von 23-27 °C gepflegt werden; die volle Toleranz liegt bei 20-28 °C, doch der engere Bereich entspricht den meisten Quellenangaben und fördert das Wohlbefinden. Der pH-Wert sollte zwischen 5,5 und 7,5 liegen, wobei leicht saures bis neutrales Wasser (pH 6,0-7,0) optimal ist. Die Gesamthärte (GH) sollte 0-15 °dGH betragen; als Weichwasserart aus dem Paraguaybecken verträgt der Schwarze Neon höhere Härtegrade weniger gut als manche Zoohändler-Angaben suggerieren. Werte über 15 °dGH sollten dauerhaft vermieden werden. Als Mindestbecken empfiehlt sich eine Kantenlänge von 60 cm (entspricht etwa 54 Litern), um einer Gruppe von mindestens 10 Tieren ausreichend Schwimmraum zu bieten. Das Becken sollte gut bepflanzt sein, mit feinfiedrigen Pflanzen, Schwimmpflanzen für gedämpftes Licht und Treibholz für natürliche Struktur. Optionaler Laubeintrag (Seemandelbaumblätter oder Buchenlaub) schafft eine authentische Schwarzwasseratmosphäre und kann das Wohlbefinden der Tiere verbessern. Die Strömung sollte moderat sein; starke Strömung ist nicht nötig und stört das natürliche Schwarmverhalten. Ein feiner Kies- oder Sandbodengrund ist geeignet. Filterung mit einem Durchsatz von ca. 4-5-fachem Beckenvolumen pro Stunde sowie regelmäßige Teilwasserwechsel sichern gute Wasserqualität. Starke Sauerstoffzufuhr ist nicht erforderlich, solange Filterung und Wasseroberfläche ausreichend belüftet sind. Stabile Werte innerhalb der empfohlenen Bereiche sind wichtiger als kurzfristige Schwankungen. Der Schwarze Neon ist ein robuster, pflegeleichter Schwarmfisch, der bei guter Pflege 5 bis 8 Jahre alt werden kann. Sein charakteristisches Farbmuster aus irisierendem Streifen über breitem Schwarzband ist im Schwarm gut zu sehen. Die Pflege ist einsteigerfreundlich, solange die Wasserqualität stabil und die Gruppe ausreichend groß gehalten wird.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Hyphessobrycon herbertaxelrodi ist ein ausgeprägter Schwarmfisch; empfohlen wird die Haltung ab mindestens 10 Tieren, ideal sind Gruppen von 12 und mehr Individuen. In solchen Gruppen entwickeln die Tiere ein deutliches Sicherheits- und Sozialverhalten: synchrones Schwimmen, gemeinsame Richtungswechsel und kollektive Deckungssuche bei Störungen. Eine ausreichend große Gruppe reduziert Stressindikatoren wie Verstecksuche und verringerte Aktivität erheblich. Das Temperament der Art ist durchgehend friedlich und zurückhaltend. Hyphessobrycon herbertaxelrodi ist kein Territorialkämpfer und eignet sich daher sehr gut für Gesellschaftsbecken mit anderen friedlichen Arten der südamerikanischen Bioregion. Ausgeprägtes Aggressionsverhalten ist nicht dokumentiert. Mit Wirbellosen ist die Verträglichkeit weitgehend gegeben: Schnecken werden toleriert, Junggarnelen können gefressen werden, adulte Garnelen gelten meist als sicher. Für die Vergesellschaftung eignen sich andere kleine, friedliche Salmler ähnlicher Größenordnung sowie ruhige Bodengrundbewohner wie Panzerwelse (Corydoras spp.). Auch kleinere, nicht räuberische Buntbarsche der Region (z. B. Apistogramma spp.) sind kompatibel.

Ernährung

Der Schwarze Neon ist ein Allesfresser (Omnivor) mit einer Tendenz zur Mikropredation: In der Natur nimmt er kleine Wirbellose, Insektenlarven, kleine Würmer, Zooplankton sowie pflanzliche Substanz und organischen Detritus auf. Im Aquarium nimmt er qualitativ hochwertiges Flocken- und Granulatfutter für kleine Salmler gut an. Die Ernährung sollte regelmäßig durch lebende oder tiefgekühlte Kleinstfuttermittel ergänzt werden: Artemia-Nauplien, Mückenlarven (Chironomus-Larven), Daphnien, Moina und Cyclops sind besonders geeignet. Lebendfutter fördert die Kondition und Farbintensität und ist vor der Zucht besonders empfehlenswert. Pflanzliche Komponenten (Spirulina-Flocken) können ergänzend angeboten werden. Fütterung in mehreren kleinen Portionen täglich stellt sicher, dass alle Tiere im Schwarm ausreichend Nahrung erhalten. Futterpartikel sollten klein genug sein für das kleine Maul dieser Art.

Zucht

Hyphessobrycon herbertaxelrodi ist ein Freilaicher (egg-scattering free spawner) ohne elterliche Brutpflege. Die Zucht ist dokumentiert, erfordert aber etwas Planung und Erfahrung; sie wird als mittelschwer eingestuft. Für eine gezielte Zucht empfiehlt sich ein separates, gedämpft beleuchtetes Zuchtbecken mit feinfiedrigen Pflanzen oder Kunststoff-Laichwolle als Laichsubstrat sowie einem Gitterrost über dem Bodengrund, damit die Eltern nicht an die Eier gelangen. Gut konditionierte Elterntiere werden mit proteinreichen Lebend- und Tiefkühlfuttersorten (Artemia-Nauplien, Mückenlarven, Daphnien) auf das Ablaichen vorbereitet. Nach dem Ablaichen sollten die Elterntiere sofort entfernt werden, da sie die Eier fressen. Die Eier sind lichtempfindlich; das Zuchtbecken sollte daher abgedunkelt sein. Die Eier schlüpfen nach etwa 1-2 Tagen. Die Larven hängen zunächst an Pflanzen oder Scheiben und beginnen nach weiteren 2-3 Tagen frei zu schwimmen. Startnahrung für die Jungfische sind Pantoffeltierchen (Paramecium), danach frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien und Mikrowürmer. Zuchtwasserwerte: leicht saures, weiches Wasser wird empfohlen (pH ca. 6,0-6,5, GH unter 8 °dGH, Temperatur 24-26 °C). Im Handel sind fast ausschließlich Nachzuchttiere verfügbar; Wildfische werden kaum noch gesammelt.

Zuchtwasser: 24 bis 26 °C, pH 6 bis 6,5, bis 8 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Hyphessobrycon herbertaxelrodi stammt aus dem oberen Río-Paraguai-Becken in Südamerika. Die Typuslokalität ist Coxim am Río Taquari im Bundesstaat Mato Grosso (Brasilien). Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich auch auf Argentinien, Bolivien und Paraguay. Die Art besiedelt kleinere Nebenflüsse, Quellbäche, Altgewässerarme (Oxbows) sowie saisonal überschwemmte Auen mit dichter Vegetation. In den Überschwemmungsperioden erweitern sich die Lebensräume und bieten reichlich Verstecke und Nahrungszufuhr durch angeschwemmte organische Substanz. Die Art hält sich bevorzugt in den unteren bis mittleren Wasserschichten auf, oft in Bereichen mit dichter Wasser- und Ufervegetation sowie strukturreichen Substraten durch Wurzeln, Laub und abgelagertes Material. Die Strömung ist in den natürlichen Habitaten moderat bis gering; ruhige Buchten und Altgewässer, aber auch leicht fließende Randzonen werden besiedelt. Dokumentierte Habitate weisen oft feinere Substrate oder mit Laub und organischem Detritus bedeckte Böden auf. Wilde Wasserwerte: Temperatur 23-27 °C, pH 5,5-7,5. Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren und weichen von optimalen Aquariumwerten ab.

Geschlechtsunterschiede

Geschlechtsreife Weibchen sind deutlich bauchiger gebaut und erreichen eine etwas größere Körperfülle als die schlankeren Männchen. Erfahrene Halter können die Geschlechter anhand der Körpertiefe und des Bauchprofils zuverlässig unterscheiden. Weibchen werden in der Regel auch geringfügig größer als Männchen.

Gut zu wissen

  • Charakteristisches Farbmuster: weißlich-grüner Irisierstreifen über breitem schwarzem Längsband
  • Ausgeprägtes Schwarmverhalten; wirkt am besten in Gruppen ab 10 Tieren
  • Bevorzugt die mittlere Wasserschicht, nutzt aber das gesamte Wasserprofil
  • Weitgehend verträglich mit Schnecken; Junggarnelen gefährdet, adulte Garnelen meist sicher
  • Einsteigerfreundlich in der Pflege; Zucht erfordert etwas mehr Erfahrung
  • Kein ausgeprägtes Territorialverhalten; gut geeignet für ruhige Gemeinschaftsbecken
  • Niedriges Sprungrisiko
  • Im Handel fast ausschließlich Nachzuchttiere; Wildfänge werden kaum noch angeboten

Galerie

Häufige Fragen

Wie groß wird der Schwarze Neon?

Der Schwarze Neon erreicht eine Gesamtlänge von 3,5 bis 4 cm. Weibchen werden geringfügig größer und bauchiger als Männchen, bleiben aber insgesamt in diesem Größenbereich.

Welche Wasserwerte braucht der Schwarze Neon?

Der Schwarze Neon sollte bei 23-27 °C, pH 5,5-7,5 und einer Gesamthärte von 0-15 °dGH gepflegt werden. Als Weichwasserart aus dem Paraguaybecken bevorzugt er weiches bis mittelhartes Wasser; Werte über 15 °dGH sollten dauerhaft vermieden werden.

Kann man den Schwarzen Neon vergesellschaften?

Ja, der Schwarze Neon ist sehr friedlich und eignet sich gut für Gemeinschaftsbecken. Geeignete Partner sind andere kleine südamerikanische Salmler, Panzerwelse (Corydoras) und kleinere Buntbarsche wie Apistogramma. Adulte Garnelen werden meist toleriert, Junggarnelen können gefressen werden.

Wie groß muss das Aquarium für den Schwarzen Neon sein?

Empfohlen wird ein Becken mit mindestens 60 cm Kantenlänge (ca. 54 Liter), um einer Gruppe von mindestens 10 Tieren ausreichend Schwimmraum zu bieten. Das Becken sollte gut bepflanzt und mit Treibholz strukturiert sein.

Kann man den Schwarzen Neon im Aquarium züchten?

Ja, die Zucht ist dokumentiert und wird als mittelschwer eingestuft. Der Schwarze Neon ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. Ein separates, abgedunkeltes Zuchtbecken mit feinfiedrigen Pflanzen und Gitterrost wird empfohlen. Zuchtwerte: 24-26 °C, pH 6,0-6,5, GH unter 8 °dGH. Die Eier sind lichtempfindlich.

Was frisst der Schwarze Neon?

Der Schwarze Neon ist ein Allesfresser mit Tendenz zur Mikropredation. Im Aquarium nimmt er Flocken- und Granulatfutter für kleine Salmler gut an. Ergänzend sollten regelmäßig Artemia-Nauplien, Mückenlarven, Daphnien und Cyclops angeboten werden. Pflanzliche Kost wie Spirulina rundet den Speiseplan ab.

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Fragen und Erfahrungen

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Aus der Gruppe Salmler, ähnlich groß.

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Roter von Rio mit rötlichem Körper, dunklen Streifen hinter dem Kopf und roten Flossen, ein Salmler aus Südamerika.

Salmler

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Hyphessobrycon flammeus

  • Endgröße: 4 cm
  • Aquarium: ab 54 l
  • Temperatur: 20-26 °C
  • pH-Wert: pH 5,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Einfach

Schwarmfisch, friedlich

Blutsalmler

Salmler

Blutsalmler

Megalamphodus eques

  • Endgröße: 4 cm
  • Aquarium: ab 112 l
  • Temperatur: 23-28 °C
  • pH-Wert: pH 5,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis sehr hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Schwarmfisch, territorial

Neonsalmler mit leuchtend blauem Streifen und rotem Hinterleib über einem Stein, einer der bekanntesten Salmler.

Salmler

Neonsalmler

Paracheirodon innesi

  • Endgröße: 3,5-4 cm
  • Aquarium: ab 112 l
  • Temperatur: 20-26 °C
  • pH-Wert: pH 5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Einfach

Schwarmfisch, friedlich

Glühlichtsalmler mit durchscheinendem Körper und leuchtend rotorangem Längsstreifen, ein friedlicher Salmler.

Salmler

Glühlichtsalmler

Hemigrammus erythrozonus

  • Endgröße: 4 cm
  • Aquarium: ab 112 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 5,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Schwarmfisch, friedlich

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