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Zierfische, Familie Ambystomatidae

Anderson-Axolotl (Anderson-Querzahnmolch)

Ambystoma andersoni

Der Anderson-Querzahnmolch (Ambystoma andersoni) ist ein mittelgroßer, vollständig aquatischer Molch aus der Familie Ambystomatidae, der etwa 27 bis 28 cm Gesamtlänge erreicht. Die Grundfarbe ist rötlich-braun bis kupferfarben; darüber liegt ein dichtes schwarzes Muster aus Punkten und Flecken. Die stark durchbluteten äußeren Kiemenäste leuchten rötlich und sind ein wichtiges Erkennungsmerkmal.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
Ambystoma andersoni
Ambystoma andersoni
  • 25-28 cmEndgröße

  • 15-20 JahreLebenserwartung

  • 14-20 °CTemperatur

  • 6,8-8,2pH-Wert

  • 4-12 dGHGesamthärte

  • ab 200 lBeckengröße

Beschreibung

Ambystoma andersoni ist neoten (paedomorph): Die Art metamorphosiert in der Natur nie und behält dauerhaft ihre Larvalmerkmale. Künstlich induzierte Metamorphosen führen häufig zum Tod oder stark verringerter Lebenserwartung. Die Art ist überwiegend nachtaktiv und bodenorientiert, verlässt ihre Verstecke hauptsächlich in der Dämmerung und nachts zum Jagen. Die Art ist kritisch bedroht (IUCN: Critically Endangered) und endemisch für die Laguna de Zacapu in Mexiko.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 14 bis 20 °C (max. 22 °C kurzzeitig; ab 24 °C lebensgefährlich), pH 6,8 bis 8,2, GH 4 bis 12 dGH.

Mindestens 200 Liter für ein Paar. Bodenfläche und horizontale Ausdehnung sind wichtiger als Wassertiefe. Die Einrichtung sollte zahlreiche Verstecke (Tonrohre, flache Steine, dichte Bodenbepflanzung) und ruhige Zonen bieten. Als Substrat empfiehlt sich feiner Sand oder abgerundeter Kies (unter 3 mm), um Verschlucken zu vermeiden. Sanfte bis moderate Filtration. Auf metallfreie Materialien achten, da Eier und Larven metallempfindlich sind.

Dauerhaft kühle Haltung ist die wichtigste Voraussetzung. Sommerliche Überhitzung ist das größte Haltungsrisiko. Die Art ist nachtaktiv und verbringt den Tag versteckt. Als kritisch bedrohte Endemit-Art trägt die Haltung zum Artenschutz bei.

Passt das Wasser bei dir?

Verhalten und Vergesellschaftung

Ambystoma andersoni kann in Gruppen gehalten werden, sofern ausreichend Platz und Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sind. Die Tiere sind untereinander meist verträglich, können jedoch bei Nahrungskonkurrenz aggressiv reagieren. Gegenüber kleineren Tieren zeigen sie räuberisches Verhalten.

Reines Artenbecken ist Pflicht! Beifische sind komplett auszuschließen: Fische zupfen extrem häufig an den stark durchbluteten, leuchtend roten Kiemenästen der Molche, was zu massivem Stress und tödlichen Infektionen führt. Wirbellose werden als Beute betrachtet.

Ernährung

Karnivor. Natürliche Beute umfasst Schnecken und kleine Krebstiere; im Aquarium werden Regenwürmer, rote und weiße Mückenlarven, Tubifex, Asseln und Stücke von Süßwasserfischfilet akzeptiert. Als Grundfutter dienen spezielle, absinkende Axolotl-Pellets; reines Lebendfutter führt in der Haltung häufig zu Mangelerscheinungen. Lebendfutter fördert Kondition und natürliche Jagdreaktionen. Bei Gruppenbesatz Futter an mehreren Stellen verteilen.

Zucht

Anspruchsvoll, aber dokumentiert möglich. Mehrgenerationale Nachzuchten in Zuchtprogrammen (u. a. Citizen Conservation) sind belegt (F5+).

Zuchtwasserwerte: 16 bis 20 °C (Trigger durch vorherige Kühlung auf 14 bis 16 °C), pH 7 bis 8, GH maximal 10 dGH.

Das Männchen setzt Spermatophoren ab, die das Weibchen aufnimmt (innere Befruchtung). Die Eier werden einzeln oder in kleinen Gruppen an Pflanzen und Steinen abgelegt, ca. 2,3 mm Durchmesser. Inkubation in metallfreien Behältern bei 16 bis 19 °C; Schlupf nach 9 bis 20 Tagen. Frisch geschlüpfte Larven ca. 12 bis 13 mm groß. Erstfutter: Artemia-Nauplien, später Mückenlarven. Strikte Größentrennung wegen Kannibalismus.

Zuchtwasser: 16 bis 20 °C, pH 7 bis 8, bis 10 dGH

Natürlicher Lebensraum

Ambystoma andersoni ist endemisch für die Laguna de Zacapu und die zugehörigen Kanäle in Michoacán, Mexiko. Die Gewässer sind relativ flach mit klarem bis bräunlichem Wasser und schlammigem bis sandigem Grund. Die Uferzonen sind dicht bewachsen mit reichlich Vegetation und Unterständen. In den Zuflüssen herrscht eine langsame bis mäßige Strömung.

Geschlechtsunterschiede

Männchen zeigen besonders während der Paarungszeit eine deutlich geschwollene Kloake als klares Erkennungsmerkmal. Männchen sind oft etwas schlanker im Körperbau, Weibchen fülliger mit weniger hervortretender Kloake. Die Geschlechtsreife wird bei einer SVL von ca. 87 mm erreicht (nach etwa 12 Monaten).

Gut zu wissen

  • Neoten (paedomorph): keine Metamorphose unter normalen Haltungsbedingungen
  • Neigt durch Stress oder bestimmte Zuchtlinien häufiger zu ungewollter (oft tödlicher) spontaner Metamorphose als der normale Axolotl
  • Überwiegend nachtaktiv; Bodenbewohner mit Bevorzugung von Verstecken
  • Stark räuberisch gegenüber allem, was ins Maul passt
  • Metallempfindlich: Eier und Larven reagieren empfindlich auf Metallspuren
  • Reines Artenbecken Pflicht: Fische zupfen an den stark durchbluteten Kiemenästen, was zu Stress und tödlichen Infektionen führt
  • Sehr empfindlich gegenüber Überhitzung: ab 24 °C lebensgefährlich
  • IUCN: Critically Endangered; Haltung trägt zum Artenschutz bei

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Anderson-Querzahnmolch?

Temperatur 14 bis 20 °C, pH 6,8 bis 8,2 und GH 4 bis 12 dGH. Temperaturen über 22 °C werden nur kurzzeitig toleriert, ab 24 °C drohen Hitzeschäden.

Kann man den Anderson-Querzahnmolch vergesellschaften?

Artenreine Haltung ist am sichersten. Beifische müssten robust sein, nicht ins Maul passen und identische kühle Wasserbedingungen vertragen. Wirbellose werden als Beute betrachtet.

Kann man den Anderson-Querzahnmolch züchten?

Die Zucht ist anspruchsvoll, aber dokumentiert möglich. Zuchtprogramme berichten von mehrgenerationalen Nachzuchten. Trigger ist eine vorherige Kühlung auf 16 bis 20 °C.

Was frisst der Anderson-Querzahnmolch?

Ambystoma andersoni ist karnivor. Regenwürmer, Mückenlarven, Tubifex, Asseln und Stücke von Süßwasserfischfilet werden akzeptiert. Lebendfutter fördert die natürlichen Jagdreaktionen.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Passt ins Becken dazu

Vorschläge aus Herkunft, Wasserwerten, Größe und Temperament, dazu verträgliche Wirbellose und Pflanzen. Vor dem Einsetzen die Steckbriefe vergleichen.

Bucephalandra sp. "Filiformis" - Rosmarin-Buce

Rhizompflanzen

Rosmarin-Buce

Bucephalandra sp. „Filiformis“

  • Wuchshöhe: 2-5 cm
  • Licht: schwach bis mäßig
  • Temperatur: 15-30 °C
  • pH-Wert: pH 5,5-7,5
  • Platz im Becken: Aufsitzerpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Bucephalandra

Uruguay-Schwertpflanze

Solitärpflanzen

Uruguay-Schwertpflanze

Echinodorus uruguayensis

  • Wuchshöhe: 30-45 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 18-24 °C
  • pH-Wert: pH 5,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Zwergspeerblatt, Zwerg-Anubias

Rhizompflanzen

Zwergspeerblatt, Zwerg-Anubias

Anubias barteri var. nana

  • Wuchshöhe: 5-10 cm
  • Licht: wenig bis mittel
  • Temperatur: 18-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Platz im Becken: Aufsitzerpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Anubias

Ähnliche Arten

Aus der Familie Ambystomatidae, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Axolotl

Molche

Axolotl

Ambystoma mexicanum

  • Endgröße: 25-30 cm
  • Becken: ab 540 l
  • Temperatur: 15-18 °C
  • pH-Wert: pH 7-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

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