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Zierfische, Familie Salamandridae

Chinesischer Feuerbauchmolch Cynops orientalis

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Chinesische Feuerbauchmolch (Cynops orientalis) wird 8-10 cm groß und ist ein Molch (Amphibie, kein Fisch) aus der Familie Salamandridae. Der Rücken ist überwiegend schwarz bis dunkelbraun und relativ glatt. Namensgebend ist der leuchtend orange bis orangerote Bauch mit unregelmäßigen schwarzen Flecken.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • bis 10 cmEndgröße

  • 15–25 JahreLebenserwartung

  • 16-22 °CTemperatur

  • 6,5-7,5pH-Wert

  • 5-15 °dGHGesamthärte

  • ab 54 lAquariengröße

Beschreibung

Einen leuchtend blauen Schwanz besitzt diese Art nicht – dieses Merkmal gehört zum nah verwandten Cynops cyanurus. Im Aquaterrarium verhalten sich diese Molche überwiegend ruhig und zurückhaltend. Adulte Tiere sind stark aquatisch und verbringen viel Zeit schwimmend oder im dichten Pflanzenbewuchs, benötigen aber Zugang zum Land. Zur Paarungszeit zeigen Männchen aktives Werben mit typischen Balzbewegungen und Schwanzfächeln. Wichtiger Hinweis: Diese temperate Tieflandart bevorzugt kühles Wasser und benötigt kein beheiztes Wasser. Temperaturen über 25 °C sind schädlich.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 16–22 °C (Optimum), kurzfristig bis 24 °C tolerierbar, über 25 °C schädlich. pH 6,5–7,5. GH 5–15 dGH. Kein Heizstab nötig – diese temperate Tieflandart bevorzugt kühle Temperaturen.

Beckengröße: Mindestens 60 cm Kantenlänge (60 Liter für ein Paar, 80–100 Liter für eine Gruppe). Adulte Tiere leben fast ausschließlich aquatisch – ein Standard-Aquarium mit Schwimmpflanzen und Korkrinde als Ausstiegsmöglichkeit genügt.

Einrichtung: Dichte Bepflanzung mit submersen und emersen Pflanzen. Schwimmpflanzen, Wurzeln und Moorkienholz. Feiner Sand oder bare-bottom als Bodengrund – grober Kies wegen Impaktionsgefahr vermeiden.

Strömung: Sanft, ohne starke Strömung. Regelmäßige Wasserwechsel (20–30 % wöchentlich). Dezente Beleuchtung.

Cynops orientalis ist dank seiner Färbung und der einfachen Pflege eine attraktive Wahl für Amphibienhalter. Saisonale Temperaturwechsel (Kühlphase im Winter) fördern natürliches Verhalten und Laichbereitschaft.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Cynops orientalis wird als Paar oder in kleinen Gruppen gehalten. Die Art ist friedlich; aggressive Auseinandersetzungen sind selten. Während der Brutzeit zeigen Männchen eine aktive Verfolgung der Weibchen und intensives Werben mit typischen Balzbewegungen und Schwanzfächeln. Kleine Garnelen und Jungtiere von Kleinkrebsen können gefressen werden. Adulte Garnelen und Schnecken werden meist toleriert. Bei der Vergesellschaftung sollten ruhige, nicht räuberische Kaltwasserarten gewählt werden. Tropische Fische, die wärmere Temperaturen benötigen, sind nicht kompatibel. Dichte Bepflanzung als Rückzugsmöglichkeit ist wichtig.

Ernährung

Über die natürliche Nahrung ist wenig bekannt; wahrscheinlich werden verschiedene Wirbellose sowie Amphibienlarven und -eier gefressen. In Haltung bewährt sich vor allem geeignetes Wirbellosenfutter wie ganze oder zerteilte Regenwürmer, kleine Krebstiere und Mückenlarven. Manche Tiere nehmen Molchpellets, viele jedoch nicht. Futteraufnahme und Körperzustand müssen kontrolliert werden; ausschließliches Trockenfutter ist keine verlässliche Grundlage.

Zucht

Cynops orientalis ist vergleichsweise einfach in der Nachzucht. Fortpflanzungstyp: Eierleger – Eier werden einzeln an Wasserpflanzen angeheftet.

Zuchtwasserwerte: Temperatur 18–22 °C, pH 6,5–7,5, GH maximal 15 dGH.

Zur Stimulation wird eine winterliche Kühlphase empfohlen: Absenkung auf 10–15 °C für mehrere Wochen, dann schrittweise Erwärmung auf 18–22 °C. Konditionierung mit reichhaltigem Lebendfutter (Regenwürmer, Glanzwürmer).

Gelegegröße: 50–200 Eier. Inkubationszeit ca. 21–28 Tage bei 20–22 °C. Frisch geschlüpfte Larven fressen Artemia-Nauplien, Daphnien oder Mikrowürmer. Separate Aufzucht empfohlen. Sexuelle Reife ca. 2 Jahre.

Zuchtwasser: 18 bis 22 °C, pH 6,5 bis 7,5, bis 15 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Cynops orientalis stammt aus dem östlichen und zentralen China, vor allem aus dem Einzugsgebiet des unteren und mittleren Jangtse (unter anderem Zhejiang, Jiangsu, Anhui, Hubei, Hunan, Jiangxi und Fujian). Die Art bewohnt Tiefland- und Hügellandschaften und ist damit keine Hochgebirgsart. Sie lebt in krautigen, stehenden oder sehr langsam fließenden Gewässern – Teichen, Gräben, Reisfeldern und Tümpeln – mit schlammigem Grund und reichem Pflanzenwuchs. Die Strömung ist gering bis nicht vorhanden. Trotz der Tieflandverbreitung bevorzugt die Art kühle Wassertemperaturen.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind meist kleiner und schlanker, wirken im Querschnitt kantiger und besitzen einen kürzeren Schwanz mit etwas höherem Flossensaum. Zur Fortpflanzungszeit ist ihre Kloake deutlich angeschwollen. Weibchen sind gewöhnlich größer und rundlicher. Ein leuchtend blauer Balzschwanz ist ein Merkmal von C. cyanurus und gehört nicht in diesen Steckbrief.

Gut zu wissen

Amphibie (Molch), kein Fisch – Familie Salamandridae. Namensgebend ist der leuchtend orange bis orangerote Bauch mit schwarzen Flecken; einen blauen Schwanz besitzt diese Art nicht (das ist ein Merkmal von Cynops cyanurus). Adulte Tiere leben fast ausschließlich aquatisch – ein Standard-Aquarium mit Schwimmpflanzen und Korkrinde als Ausstieg genügt. Temperate Tieflandart, die kühles Wasser bevorzugt – kein Heizstab nötig, über 25 °C schädlich. Verschluckbares Substrat (Kies) vermeiden. Saisonale Temperaturwechsel fördern das Laichverhalten. Hautgift (Tetrodotoxin) – bei der Handhabung Nitrilhandschuhe tragen. IUCN-Status: Least Concern; nur Nachzuchten erwerben.

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Chinesische Feuerbauchmolch?

Cynops orientalis benötigt kühle Temperaturen von 16-22 °C (über 25 °C schädlich), pH 6,5-7,5 und GH 5-15 dGH. Kein Heizstab nötig – die Art bevorzugt kühles Wasser und stammt aus temperaten Tieflandregionen Ost- und Zentralchinas.

Kann man den Chinesischen Feuerbauchmolch vergesellschaften?

Ja, mit ruhigen Kaltwasserarten mit übereinstimmenden Temperaturanforderungen. Tropische Fische sind ungeeignet. Kleine Garnelen können gefressen werden, adulte Garnelen und Schnecken werden meist toleriert.

Wie züchtet man den Chinesischen Feuerbauchmolch?

Die Zucht gilt als einfach. Eine winterliche Kühlphase, dann schrittweise Erwärmung löst die Laichbereitschaft aus. Die Eier werden einzeln an Pflanzen geheftet, Gelegegrößen 50-200 Eier.

Wie groß muss das Becken für den Chinesischen Feuerbauchmolch sein?

Mindestens 60 cm Kantenlänge, 60 Liter für ein Paar, 80-100 Liter für eine Gruppe. Adulte Tiere leben fast ausschließlich aquatisch; ein Standard-Aquarium mit Schwimmpflanzen und einer Ausstiegsmöglichkeit genügt.

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  • Schwierigkeit: Mittel

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