
Harnischwelse
Weißsaum-Antennenwels
Ancistrus dolichopterus (L183)
- Endgröße: 15 cm
- Aquarium: ab 200 l
- Temperatur: 25-29 °C
- pH-Wert: pH 5-6,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
Paarweise halten, territorial
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Zierfische, Familie Loricariidae
Ancistrus sp.
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Antennenwels ist einer der beliebtesten und am weitesten verbreiteten Harnischwelse in der Aquaristik. Er besitzt den typischen abgeflachten Körperbau der Loricariidae mit einer Saugmundscheibe an der Unterseite. Die Grundfärbung der Wildform reicht von hellbraun bis dunkelbraun und ist mit zahlreichen hellen Punkten übersät.
bis 15 cmEndgröße
10-15 JahreLebenserwartung
22-27 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
5-20 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Neben der Wildform existieren stabile Zuchtformen wie die Albino-Variante (gelb-weiß), die Goldform und Langflossen-Varianten (Schleier-Antennenwels). Das auffälligste Merkmal sind die namensgebenden, geweihartigen Tentakel (Antennen) auf der Schnauze adulter Männchen, die bei Weibchen deutlich kürzer oder gar nicht vorhanden sind. Im Aquarium sind die Tiere vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und verbringen den Tag in Höhlen und Verstecken.
Der Antennenwels ist ein idealer Anfängerfisch, der sich in den meisten Gesellschaftsaquarien problemlos halten lässt. Das Becken sollte mit Wurzelholz eingerichtet sein, da die Tiere Holzfasern (Lignin) für ihre Verdauung benötigen. Weitere empfehlenswerte Einrichtung umfasst Höhlen aus Ton, Kokosnussschalen oder Schieferplatten sowie dichte Bepflanzung. Ein Bodengrund aus Sand oder feinem Kies ist ideal. Die Filterung sollte für gute Wasserqualität sorgen; moderate Strömung wird vertragen, ist aber nicht zwingend erforderlich. Das Becken sollte bei weniger als 120 cm Kantenlänge nur ein Männchen beherbergen, da Männchen untereinander territorial werden können. Regelmäßige Wasserwechsel (wöchentlich 25-30 %) halten die Nitratbelastung niedrig.
Kupfer: Harnischwelse (Loricariidae) sind schuppenlos und reagieren extrem empfindlich auf Kupfer, Malachitgrün und Formalin. Diese Wirkstoffe dürfen nur in stark reduzierter Dosis oder gar nicht eingesetzt werden.
Friedlich, bodenbewohnend, Männchen revierbildend, dämmerungs- und nachtaktiv. Paarhaltung oder kleiner Harem (1 Männchen, 2-3 Weibchen). Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut (vergreift sich nicht an Garnelen oder Schnecken). Der Antennenwels ist ein hervorragender Gesellschaftsfisch und kann mit nahezu allen friedlichen Süßwasserfischen vergesellschaftet werden, von kleinen Salmlern und Bärblingen über Panzerwelse bis zu Zwergbuntbarschen. Auch die Vergesellschaftung mit Garnelen (Neocaridina, Caridina) und Schnecken ist unproblematisch. Vorsicht ist nur bei der Haltung mehrerer Männchen in kleinen Becken geboten, da diese um Höhlen und Reviere streiten können. Grundsätzlich sollte für jedes Tier mindestens eine eigene Höhle bereitstehen.
Der Antennenwels ist ein Aufwuchsfresser mit omnivorer Tendenz, der sich primär von Algenaufwuchs, Biofilm und pflanzlicher Kost ernährt. Als Hauptfutter eignen sich sinkende Algentabletten, Spirulina-Wafer und Welstabletten auf pflanzlicher Basis. Ergänzend sollte regelmäßig blanchiertes Gemüse angeboten werden: Zucchini, Gurke, Spinat, Erbsen (ohne Schale) oder Möhren. Gelegentliche tierische Beigaben wie Frostfutter (Mückenlarven, Artemia) werden akzeptiert, sollten aber nicht den Hauptanteil ausmachen. Unverzichtbar ist das Vorhandensein von Wurzelholz im Becken, da die Tiere Holzfasern abraspeln, die für eine gesunde Verdauung notwendig sind.
Der Antennenwels gehört zu den am leichtesten zu züchtenden Welsen und vermehrt sich im Aquarium oft ohne besonderes Zutun. Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter mit Männchenbrutpflege.
Zuchtschwierigkeit: einfach
Zuchtprotokoll: Ein etwas kühlerer, größerer Wasserwechsel (Simulation der Regenzeit) kann die Laichbereitschaft auslösen. Das Männchen bezieht eine Höhle und lockt das Weibchen hinein. Das Gelege umfasst 40-120 Eier (bis 250 bei großen Weibchen), die das Männchen allein bewacht und befächelt. Die Eier schlüpfen nach 4-6 Tagen, die Jungfische verlassen nach weiteren 4-7 Tagen die Höhle. Ein gut konditioniertes Paar kann alle 4-6 Wochen laichen. Aufzuchtfutter: Staubfutter, zerdrückte Algentabletten, Artemia-Nauplien.
Zuchtwasser: 24 bis 26 °C, pH 6 bis 7, bis 15 °dGH
Die im Handel erhältlichen Antennenwelse stammen fast ausschließlich aus Nachzuchten und werden als Ancistrus cf. cirrhosus oder Ancistrus sp. geführt. Die ursprüngliche Wildform stammt aus dem Rio-Parana-System in Argentinien und Brasilien, wo sie langsam bis mäßig fließende Gewässer mit Wurzeln, Totholz und Steinen besiedelt. Durch jahrzehntelange Aquarienzucht haben sich die Aquarienstämme jedoch erheblich an die Haltungsbedingungen angepasst und sind deutlich robuster und anpassungsfähiger als Wildfänge.
Das Geschlecht ist ab etwa 6 Monaten erkennbar und bei adulten Tieren eindeutig bestimmbar. Männchen entwickeln die charakteristischen, stark verzweigten Tentakel (Geweih) auf der Schnauze, die bei Weibchen nur als kurze Stummel oder gar nicht vorhanden sind. Männchen wirken zudem etwas schlanker und haben einen breiteren Kopf. Weibchen erscheinen im Bauchbereich fülliger, besonders vor der Laichzeit.
Wie alle Harnischwelse besitzt der Antennenwels keine Schuppen, sondern Knochenplatten mit freiliegenden Hautzonen. Dadurch ist er besonders empfindlich gegenüber Kupfer-haltigen Medikamenten (z. B. gegen Ichthyo), Malachitgrün und Formalin. Bei Krankheitsbehandlung im Gesellschaftsbecken nur nach Herstellerangabe dosieren oder den Wels separat setzen. Hohe Nitratwerte über längere Zeit schwächen das Immunsystem.
Antennenwels (Ancistrus sp.) erreicht bis zu 15 cm (TL).
Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 22-27 °C, pH 6.0-7.5, GH 5-20 °dGH.
Der Antennenwels ist ein hervorragender Gesellschaftsfisch und kann mit nahezu allen friedlichen Süßwasserfischen vergesellschaftet werden, von kleinen Salmlern und Bärblingen über Panzerwelse bis zu Zwergbuntbarschen.
Empfohlen wird ein Becken mit 80 cm Kantenlänge und 112 Liter.
Der Antennenwels gehört zu den am leichtesten zu züchtenden Welsen und vermehrt sich im Aquarium oft ohne besonderes Zutun.
Der Antennenwels ist ein Aufwuchsfresser mit omnivorer Tendenz, der sich primär von Algenaufwuchs, Biofilm und pflanzlicher Kost ernährt.
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