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Zierfische, Familie Aplocheilidae

Gemeiner Hechtling Aplocheilus panchax

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Gemeine Hechtling (Aplocheilus panchax) ist ein Killifisch (eierlegender Zahnkarpfen), der dicht unter der Wasseroberfläche lebt. Viele Schuppen glänzen blau; wie viele orangerote Tüpfel auf den Schuppen sitzen, schwankt von Tier zu Tier, ebenso die Farbe im Zentrum der Schwanzflosse, die hellblau, rot, orange oder weiß sein kann, auch innerhalb einer Population.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Harem
  • Friedlich
  • 7 cmEndgröße

  • 20-30 °CTemperatur

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Die tiefschwarz umrandete Schwanzflosse unterscheidet A. panchax von A. armatus und A. andamanicus. Typisch ist außerdem ein silbrig glänzender Fleck auf dem Hinterkopf. Die Gattungsverwandten A. blockii und A. parvus bleiben mit etwa 4 bis 4,5 cm Standardlänge (Körper ohne Schwanzflosse) kleiner, der Streifenhechtling (A. lineatus) wird bis 10 cm lang und trägt dunkle Querbinden auf den Flanken. Beschrieben wurde der Gemeine Hechtling aus Gräben und Teichen Bengalens, er ist in Südasien verbreitet; die südostasiatischen Bestände werden inzwischen als eigene Art A. armatus geführt, die sich durch die fehlende oder dünne schwarze Umrandung der Schwanzflosse unterscheidet. Die Pflege gilt als einfach, und im Gesellschaftsbecken ist er gut aufgehoben, solange die Mitbewohner nicht so klein sind, dass er sie fressen kann.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Der Gemeine Hechtling stellt keine besonderen Ansprüche an die Wasserzusammensetzung. Leitungswasser in Trinkwasserqualität eignet sich zur Pflege, pH-Wert und Härte spielen praktisch keine Rolle. Geeignet sind Temperaturen von 20 bis 30 °C. Becken und Einrichtung: Empfohlen wird ein Becken ab 80 cm Kantenlänge und 112 Liter, weil die Art bis 9 cm Gesamtlänge erreichen kann und gut springt. Da sie sich an der Oberfläche aufhält, sollte das Becken eine große, ruhige Wasseroberfläche bieten. Pflanzen lässt der Hechtling unbeachtet. In der Natur besiedelt er Pfützen, Gräben, Teiche und Kanäle bis hin zu den Uferzonen großer Flüsse und Seen. Licht: Seitlich einfallendes Licht bringt den blauen Glanz der Schuppen zur Geltung, unter Beleuchtung von oben wirken die Fische deutlich grauer. Eingewöhnung: Frisch importierte Tiere sehen anfangs grau aus und zeigen ihre Farben erst nach der Eingewöhnung. Hechtlinge sind gute Springer, das Becken muss daher lückenlos abgedeckt sein. Besatz: Zu empfehlen ist eine Haremshaltung mit einem Männchen und mehreren Weibchen.

Verhalten und Vergesellschaftung

Der Gemeine Hechtling ist meist friedlich, einzelne Männchen können aber zänkisch sein. Mitbewohner sollten deshalb nicht zu zart und vor allem nicht zu klein sein, denn Fische, die ins Maul passen, werden gefressen. Gut geeignet sind zum Beispiel Prachtbarben und Zebrabärblinge, die aus denselben Lebensräumen stammen. Da der Hechtling die oberflächennahen Bereiche bewohnt, passt er in ein Gesellschaftsbecken mit Arten, die die mittleren und unteren Wasserschichten nutzen. Empfohlen wird eine Haremshaltung mit einem Männchen und mehreren Weibchen. Zur Verträglichkeit mit Garnelen und Schnecken liegen keine artspezifischen Angaben vor. Wer Zwerggarnelen pflegt, sollte bedenken, dass der Hechtling kleine Mitbewohner frisst.

Ernährung

Fleischfresser. In der Natur ernährt sich der Gemeine Hechtling hauptsächlich von Insekten; er wird auch zur Mückenbekämpfung genutzt. Im Aquarium nimmt er jedes übliche, mundgerechte Zierfischfutter an, auch Flockenfutter.

Zucht

Der Gemeine Hechtling ist ein Eierleger, die Zucht gilt als leicht; schon nach dem ersten Import 1899 wurde er rasch nachgezüchtet. In der Natur gilt er als Dauerlaicher (laicht über einen großen Teil des Jahres). Bei den verwandten Hechtlingsarten haften die Eier an feinfiedrigen Pflanzen oder Laichmops (Substratlaicher: legt die Eier auf feste Unterlagen); für den Gemeinen Hechtling selbst liegen dazu keine artspezifischen Fachangaben vor. Auch zu Schlupfzeit, Gelegegröße, Aufzuchtfutter und zum Verhalten der Eltern gegenüber Laich und Jungfischen enthalten die ausgewerteten Quellen keine artspezifischen Angaben.

Natürlicher Lebensraum

Der Gemeine Hechtling wurde aus Gräben und Teichen Bengalens beschrieben. Nach aktueller systematischer Auffassung ist er in Südasien verbreitet: Pakistan, Indien, Nepal und Bangladesch. Der Catalog of Fishes nennt zusätzlich Afghanistan und führt Myanmar sowohl für A. panchax als auch für A. armatus. Auf Sulawesi und den Philippinen gilt er als eingeführt. Auf den Andamanen lebt mit Aplocheilus andamanicus eine eigene Art, die nicht gehandelt wird. Die Bestände in Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam, Malaysia, Singapur und Indonesien werden inzwischen als eigene Art Aplocheilus armatus geführt; ältere Verbreitungs- und Lebensraumangaben aus diesen Ländern beziehen sich daher auf A. armatus. In großen Teilen Indiens ist der Gemeine Hechtling der häufigste Fisch überhaupt und kommt von kleinsten Pfützen bis in die Uferzonen großer Flüsse und Seen vor. Er besiedelt Gräben, Teiche und Kanäle und erträgt in den Mündungsgebieten auch Brackwasser. Naturwerte: In kleinen Gewässern steigt die Wassertemperatur in der Sonne auf weit über 30 °C und kann nachts auf 12 bis 14 °C fallen.

Geschlechtsunterschiede

Männchen und Weibchen unterscheiden sich vor allem an der Afterflosse: Beim Weibchen ist sie abgerundet und kürzer als beim Männchen. In der aus Bengalen bekannten Form gibt es orangeflossige, blauflossige („Blue Panchax“) und weißflossige Männchen in derselben Population, die Weibchen sehen dagegen alle gleich aus.

Gut zu wissen

  • Lebt dicht unter der Wasseroberfläche und nimmt jedes mundgerechte Futter an
  • Sehr anpassungsfähig: kommt in der Natur von kleinsten Pfützen bis in die Mündungsgebiete großer Flüsse vor und erträgt dort auch Brackwasser
  • Farblich sehr variabel: Das Zentrum der Schwanzflosse kann innerhalb einer einzigen Population hellblau, rot, orange oder weiß sein
  • Sicheres Artmerkmal ist die tiefschwarz umrandete Schwanzflosse, bei A. armatus fehlt der Saum oder ist sehr dünn
  • Der blaue Schuppenglanz kommt bei seitlich einfallendem Licht zur Geltung; unter Beleuchtung von oben und vor der Eingewöhnung wirken die Tiere eher grau
  • Hechtlinge sind gute Springer: Das Becken braucht eine dicht schließende Abdeckung
  • Einer der ersten tropischen Zierfische überhaupt, 1899 erstmals nach Deutschland eingeführt und rasch nachgezüchtet

Galerie

Häufige Fragen

Wie groß wird der Gemeine Hechtling?

Meist erreicht er ca. 7 cm (6 bis 7 cm), als Höchstwert werden 9 cm Gesamtlänge angegeben. Die verwandten A. blockii und A. parvus bleiben kleiner, der Streifenhechtling wird größer.

Welche Wasserwerte braucht der Gemeine Hechtling?

Die Art ist anspruchslos: Leitungswasser in Trinkwasserqualität eignet sich, pH-Wert und Härte spielen praktisch keine Rolle. Geeignet sind Temperaturen von 20 bis 30 °C.

Wie groß muss das Aquarium für den Gemeinen Hechtling sein?

Empfohlen wird ein Becken ab 80 cm Kantenlänge und 112 Liter mit großer, ruhiger Wasseroberfläche und lückenloser Abdeckung, weil die Art bis 9 cm Gesamtlänge erreichen kann und gut springt.

Mit welchen Fischen kann man den Gemeinen Hechtling vergesellschaften?

Mit nicht zu kleinen und nicht zu zarten Arten, die andere Wasserschichten nutzen, zum Beispiel Prachtbarben oder Zebrabärblingen. Kleine Fische, die ins Maul passen, werden gefressen, und einzelne Männchen können zänkisch sein.

Was frisst der Gemeine Hechtling?

In der Natur vor allem Insekten. Im Aquarium nimmt er jedes mundgerechte Zierfischfutter an, auch Flockenfutter.

Ist der Gemeine Hechtling leicht zu züchten?

Ja, die Zucht gilt als leicht. Der Gemeine Hechtling ist ein Eierleger und wurde schon nach dem ersten Import 1899 rasch nachgezüchtet.

Ist der Gemeine Hechtling dasselbe wie Aplocheilus armatus?

Nein. Die südostasiatischen Bestände gelten inzwischen als eigene Art A. armatus. Unterscheiden lassen sich beide an der Schwanzflosse: Beim Gemeinen Hechtling ist sie tiefschwarz umrandet, bei A. armatus fehlt der schwarze Saum oder er ist sehr dünn.

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Fragen und Erfahrungen

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