
Salmler
Moenkhausia costae
Moenkhausia costae
- Endgröße: bis 8,5 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 20-26 °C
- pH-Wert: pH 6-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Einfach
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Characidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Astyanax jordani, der Höhlensalmler oder Blinde Höhlensalmler, ist ein Characide aus den unterirdischen Höhlensystemen der Sierra Madre Oriental in Mexiko (Bundesstaaten San Luis Potosí und Tamaulipas). Die Art wurde 1936 von Hubbs und Innes nach Exemplaren aus der Cueva Chica in San Luis Potosí erstbeschrieben und ursprünglich als Anoptichthys jordani geführt.

bis 10 cmEndgröße
5–8 JahreLebenserwartung
20-25 °CTemperatur
6,5-8pH-Wert
5-25 °dGHGesamthärte
ab 200 lAquariengröße
Taxonomisch ist die Zuordnung als eigenständige Art weiterhin diskutiert – viele Autoren behandeln die Höhlenform als Synonym von Astyanax mexicanus, der interfertilen Oberflächenform; für Aquaristikzwecke wird der Name Astyanax jordani üblicherweise für die blinde Höhlenform verwendet.
Das markanteste Merkmal der Art ist die vollständige Rückbildung der Augen im Adultstadium: Larven entwickeln anfangs noch funktionsfähige Augen, die jedoch im Laufe der Entwicklung von Haut überwachsen werden. Die Pigmentierung ist stark reduziert, sodass die Tiere blass bis nahezu farblos erscheinen und die inneren Organe durch die Körperwand hindurchschimmern können. Der Körperbau entspricht dem gedrungenen, seitlich abgeflachten Grundplan der Characidae mit ausgeprägter Schwanzflosse. Männchen werden etwa 9 cm lang, die etwas größeren und fülligeren Weibchen bis 10 cm (Gesamtlänge, TL).
Anstelle des Sehsinns nutzt Astyanax jordani ein hochentwickeltes Seitenlinienorgan zur Orientierung und Nahrungssuche. Höhlenpopulationen zeigen spezialisierte Verhaltensanpassungen an die Nahrungssuche im Dunkeln. Die Art baut räumliche Karten ihrer Umgebung auf Basis von Druckwellenreizen auf und orientiert sich so sicher auch im völlig dunklen Höhlengewässer.
Wasserwerte (Aquarium):
• Temperatur: 20–25 °C
• pH: 6,5–8,0 (Optimum 7,0–7,5)
• GH: 5–25 °dGH
Die Art ist bezüglich der Wasserchemie tolerant und kommt mit einem breiten Bereich zurecht. In der Natur leben Höhlenpopulationen in Wasser, das durch Kalkgestein beeinflusst wird – neutral bis leicht alkalisches, mittelhartes Wasser entspricht dem natürlichen Milieu besser als sehr weiches Schwarzwasser. Sehr weiches Wasser (GH unter 5°dGH) ist für diese Art ungeeignet.
Einrichtung: Das Becken sollte großflächige Rückzugsmöglichkeiten in Form von Steinaufbauten, Höhlen, Röhren und Überhängen bieten. Pflanzen sind für die Fische nicht notwendig, können aber das Erscheinungsbild des Aquariums verbessern. Als Bodengrund eignen sich feine bis mittlere Substrate. Da die Tiere blind sind, benötigen sie keine Beleuchtung – gedämpftes Licht ist jedoch akzeptabel und für die Pflegenden sinnvoll. Ausreichend freier Schwimmraum ist wichtig, da die Art aktiv das Becken erkundet.
Mindestbeckengröße: Für eine artgerechte Gruppe von 5–6 Tieren wird ein Becken ab 200 Litern mit einer Kantenlänge von mindestens 100 cm empfohlen. Größere Gruppen benötigen entsprechend mehr Platz.
Strömung: moderat; die natürlichen Höhlengewässer variieren von nahezu stillen Bereichen bis zu mäßig fließenden Abschnitten.
Sprungschutz: Das Sprungrisiko ist als gering eingestuft; eine eng anliegende Abdeckung ist dennoch empfehlenswert.
Astyanax jordani ist eine soziale Art, die in Gruppen gehalten werden sollte. Empfohlen werden Gruppen von mindestens 5–6, idealerweise 8–10 Tieren; Einzelhaltung führt bei dieser Art zu Stress und Verhaltensabweichungen. In Gruppen zupfen die Tiere seltener an Flossen und sind insgesamt ruhiger. Wichtig: Die Art bildet im Aquarium keine engen Schwärme wie oberflächenbewohnende Salmler – das Schwarmverhalten ist bei Höhlenformen gegenüber der Oberflächenform deutlich reduziert. Im Aquarium sind die Tiere dennoch aktiv und erkunden ihr Revier intensiv mithilfe des Seitenlinienorgans.
Das Temperament ist für einen Characiden relativ friedlich, jedoch können die Tiere bei der Futtersuche andere Fische anrempeln oder gelegentlich in Flossen zupfen – dies ist auf das suchende Fressverhalten und nicht auf echte Aggression zurückzuführen. Langflossige oder sehr langsame Mitbewohner sind daher weniger geeignet.
Verträglichkeit mit Wirbellosen: Sehr kleine Junggarnelen können gefressen werden; adulte Garnelen (ab ca. 2–3 cm) werden meist toleriert. Schnecken gelten als sicher.
Astyanax jordani stammt aus Mexiko und ist ursprünglich ein Höhlenbewohner ohne typische Biotoppartner im Aquarienhandel. Für die Vergesellschaftung eignen sich robuste, friedliche Arten vergleichbarer Größe, die ähnliche Wasserwerte tolerieren (neutral bis leicht alkalisch, mittelhartes Wasser). Bewährt haben sich ruhige Corydoras-Arten, kleinere Harnischwelse (z. B. Otocinclus) sowie andere gemäßigte, nicht zu kleine Salmler. Zu vermeiden: Großräuberische oder sehr aggressive Arten, zartflossige Langflossenfische (Schleierfische, Bettas) sowie sehr kleine Zwerggarnelen. Da Astyanax jordani beim Futterzupfen aktiv ist, sollten Mitbewohner nicht zu zart gebaut sein.
Ernährungstyp: Allesfresser (fleischbetont)
Die Art ist bezüglich der Ernährung anspruchslos und akzeptiert ein breites Futterangebot. Hochwertiges Trockenfutter (Flocken, Granulat) bildet die Grundlage; regelmäßige Zugaben von Lebend- und Frostfutter (Artemia, Daphnien, Mückenlarven, Mysis) fördern Kondition und Fortpflanzungsbereitschaft. Auch pflanzliche Futterkomponenten werden aufgenommen. Da die Tiere blind sind, suchen sie das Futter aktiv mithilfe des Seitenlinienorgans ab – sinkende Futtertypen (Granulat, Pellets) sind daher besonders praktisch. Fütterungshäufigkeit: 1–2 Mal täglich in kleinen Portionen. Die Futtermenge am Fressverhalten ausrichten und nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernen.
Die Höhlenform ist ein Freilaicher beziehungsweise Eierstreuer ohne Brutpflege und gilt als leicht nachzuziehen. Am besten werden die Geschlechter getrennt gut gefüttert und das kräftigste Paar abends in ein Zuchtbecken mit Schaumstofffilter gesetzt, in dem etwa 1 cm über dem Boden ein Gitter liegt. Die Eier fallen hindurch und sind so vor den Elterntieren sicher, die Eier und Larven sonst fressen. Meist wird bis zum nächsten Morgen abgelaicht, dann werden die Alttiere herausgefangen. Ein Weibchen kann bis zu 1000 Eier legen. Die Larven schlüpfen nach etwa 24 Stunden und schwimmen nach weiteren 5 bis 7 Tagen frei. In der ersten Woche brauchen sie Infusorien (Aufgusstierchen) oder anderes feinstes Futter, danach Artemia-Nauplien (frisch geschlüpfte Salinenkrebse) oder fein zerriebenes Trockenfutter. Die Jungfische haben anfangs noch Augen, die sich im Laufe des Wachstums zurückbilden und von Haut überwachsen werden.
Astyanax jordani ist endemisch in den Höhlensystemen der Sierra Madre Oriental in Nordostmexiko (Bundesstaaten San Luis Potosí und Tamaulipas). Mindestens 31 Höhlensysteme in sieben geographischen Clustern sind besiedelt, darunter bekannte Höhlen wie Sótano del Arroyo, Sótano de Japonés und Cueva de El Pachón (Typuslokalität: Cueva Chica, San Luis Potosí). Die Höhlensysteme sind kalkgesteingeprägt (Karst), was moderate Wasserhärte und einen neutralen bis leicht basischen pH erklärt.
Die natürlichen Gewässer sind ganzjährig gleichmäßig temperiert (ca. 20–25 °C), durch das Kalkgestein mittelhart bis hart und weitgehend lichtlos. Nahrung ist in diesen Systemen knapp; die Tiere haben sich daran mit erhöhter Fettspeicherung (37 % Körperfettanteil vs. 9 % bei Oberflächenform) und gesteigerter Nahrungsfindungseffizienz angepasst. Gelegentlich gelangt organisches Material (Blätter, Insekten, Fledermausguano) in die Höhlen und bildet so die Nahrungsgrundlage.
Wilde Wasserwerte (natürlicher Lebensraum):
• Temperatur (wild): 20–25 °C
• pH (wild): ca. 7,0–7,8 (Karstwasser)
• GH (wild): mittelhart bis hart (Kalkgestein-Einfluss)
Zuchtzusammenfassung (Kurzform)
• Fortpflanzungstyp: Freilaicher / Eierstreuer
• Eier: frei gestreut, sinken auf Substrat oder in Ritzen; Eihaftung quellenbedingt offen
• Elternpflege: keine; Eltern fressen Eier und Larven
• Schlupf: ca. 24 Stunden bei 24–25 °C
• Freischwimmend: nach weiteren 5–7 Tagen
• Startfutter: Infusorien und feinstes Staubfutter, nach einigen Tagen Artemia-Nauplien.
Weibchen werden etwas größer, sind bauchiger und rundlicher, besonders in Laichbereitschaft deutlich erkennbar. Männchen sind schlanker mit einer leicht gebogenen Afterflosse. Im adulten Zustand ist der Unterschied bei gut konditionierten Tieren gut erkennbar; außerhalb der Laichperiode kann die Geschlechtsbestimmung schwierig sein.
Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 20–25 °C, pH 6,5–8,0, GH 5–25 °dGH.
Astyanax jordani stammt aus Mexiko und ist ursprünglich ein Höhlenbewohner ohne typische Biotoppartner im Aquarienhandel. Für die Vergesellschaftung eignen sich robuste, friedliche Arten vergleichbarer Größe, die ähnliche Wasserwerte tolerieren (neutral bis leicht alkalisch, mittelhartes Wasser).
Ja, die Zucht gilt als leicht. Astyanax jordani ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. Ein Gitter knapp über dem Boden schützt die Eier vor den Elterntieren, ein Weibchen kann bis zu 1000 Eier legen. Die Larven schlüpfen nach etwa einem Tag und schwimmen nach weiteren 5 bis 7 Tagen frei.
Die Art ist bezüglich der Ernährung anspruchslos und akzeptiert ein breites Futterangebot. Hochwertiges Trockenfutter (Flocken, Granulat) bildet die Grundlage; regelmäßige Zugaben von Lebend- und Frostfutter (Artemia, Daphnien, Mückenlarven, Mysis) fördern Kondition und Fortpflanzungsbereitschaft.
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