
Salmler
Blauer Kongosalmler
Phenacogrammus interruptus
- Endgröße: bis 8 cm
- Aquarium: ab 200 l
- Temperatur: 23-27 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Mittel
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Alestidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Goldene Kongotetra (Phenacogrammus aurantiacus) erreicht bis zu 10 cm TL und ist ein seltener Salmler aus der Familie Alestidae mit markanter Farbgebung. Das diagnostisch wichtigste Merkmal adulter Männchen ist ein blau-grünes Längsband entlang der Flanken, das von einem rötlichen Band oberhalb gesäumt wird.

bis 10 cmEndgröße
5 JahreLebenserwartung
23-26 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
3-12 °dGHGesamthärte
ab 240 lAquariengröße
Die Bauch- und Afterflossen der Männchen leuchten orange, Rücken-, Fett- und Schwanzflosse erscheinen violett. Die Grundfärbung ist gelblich mit dunkelbraunem Rücken und hellgrauem Bauch. Ein dunkles Lateralband verläuft vom Kiemendeckel bis zum hinteren Schwanzflossenrand. Die großen Augen mit leuchtend blauen Iris-Rändern und violettem Pupillenbereich sind ein weiteres Erkennungsmerkmal. Männchen entwickeln verlängerte, filamentartige Strahlen an Rücken- und Afterflosse, die während der Balz gut sichtbar werden. Im Aquarium zeigt Phenacogrammus aurantiacus lebhaftes Schwarmverhalten und bevorzugt die mittleren bis oberen Beckenzonen. Die Art ist in Zentralafrika wenig verbreitet und im Handel extrem selten. Importierte Tiere sind teuer und oft schlecht akklimatisiert, was die Haltung anspruchsvoll macht. Das blau-grüne Flankenband unterscheidet diese Art deutlich vom häufiger gehaltenen Phenacogrammus interruptus (Kongotetra), der eher eine durchgehende blau-violette Irisierung zeigt.
Die empfohlenen Wasserwerte liegen bei 23–26 °C, pH 6–7,5 und GH 3–12 °dGH. Weiches, leicht saures Wasser entspricht dem natürlichen Habitat im Kongobecken; hartes Wasser über GH 12 wird nicht empfohlen. Als Mindestbeckengröße gilt ein Aquarium mit 120 cm Kantenlänge und etwa 240 Litern. Ausreichend offene Schwimmfläche ist für diese aktiven Schwarmfische nötig. Die Einrichtung sollte naturnahe Strukturen bieten: sandiger bis feinkiesiger Bodengrund, Laub- oder Torfschicht sowie Treibholz nach dem Vorbild eines afrikanischen Flussbiotops. Feinfiedrige Pflanzen im Hintergrund bieten Sichtschutz. Moderate Strömung und gedämpfte bis moderate Beleuchtung kommen der natürlichen Vorliebe entgegen. Torf- oder Laubzugaben können das Wasser leicht einfärben und das natürliche Milieu nachbilden. Phenacogrammus aurantiacus ist im Handel extrem selten und wird kaum importiert. Interessenten sollten sich auf lange Wartezeiten und hohe Kosten einstellen. Die Art ist nur für erfahrene Aquarianer geeignet, die Erfahrung mit empfindlichen Weichwasserfischen mitbringen.
Phenacogrammus aurantiacus ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 6–8 Tieren gehalten werden. Das Temperament ist friedlich; die Tiere schwimmen synchron in der mittleren Wasserregion ohne Revierverhalten gegenüber Artgenossen. Während der Balz intensivieren Männchen ihre Färbung und zeigen Imponierverhalten. In beengten Verhältnissen können dominante Männchen gegenüber anderen Arten gelegentlich aufmüpfig werden, echte Aggression ist jedoch selten. Große Schnecken und ausgewachsene Garnelen werden toleriert. Sehr kleine Zwerggarnelen (Neocaridina, junge Caridina) können als Beute betrachtet werden. Bodenbewohner wie Corydoras werden gut toleriert.
Phenacogrammus aurantiacus ist ein Allesfresser mit Tendenz zu proteinreicher Kost. Im Aquarium wird eine abwechslungsreiche Fütterung empfohlen: hochwertiges Trockenfutter (Flocken, Granulat) mit regelmäßigem Zusatz von Lebend- und Frostfutter. Geeignet sind weiße und schwarze Mückenlarven, Daphnien, Artemia. Pflanzliche Komponenten wie Spirulina oder gelegentliches Blattgemüse ergänzen die Ernährung.
Phenacogrammus aurantiacus ist ein Freilaicher. Die Eier werden frei im Wasser oder zwischen Pflanzenstrukturen verteilt. Die Zucht gilt als schwierig und erfordert gezielte Konditionierung. Empfohlene Zuchtwasserwerte: 24–26 °C, pH 6–6,5, GH maximal 5 °dGH. Zuchtpaare sollten mit reichlich Lebend- und Frostfutter konditioniert werden (Artemia-Nauplien, Daphnien, Mückenlarven). Ein photoperiodischer Trigger kann das Ablaichen stimulieren. Da Eltern den Laich fressen, müssen sie nach dem Laichen sofort entfernt werden. Die Gelegegröße wird mit 100–300 Eiern angegeben. Die Inkubationszeit liegt bei etwa 24–72 Stunden bei 25–26 °C. Freischwimmen nach ca. 5–7 Tagen. Erstfutter: Infusorien, danach Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen. Die Art reift langsam; Geschlechtsreife tritt etwa nach 12 Monaten ein.
Zuchtwasser: 24 bis 26 °C, pH 6 bis 6,5, bis 5 °dGH
Phenacogrammus aurantiacus stammt aus Zentralafrika: das Kouilou-Becken (Republik Kongo), das Ogooue-Becken (Gabun und Republik Kongo) sowie das mittlere und obere Kongobecken (DR Kongo). Die Art besiedelt Uferbereiche langsam fließender Gewässer mit dichter Ufervegetation, überhängenden Ästen und Treibholz. Das natürliche Wasser ist weich und leicht sauer; Huminstoffe färben es teefarben. Das Substrat besteht aus Sand oder feinkiesigem Kies mit organischer Detritusschicht.
Die Geschlechtsunterschiede sind bei dominanten Männchen gut erkennbar, generell jedoch schwierig zu beurteilen. Dominante Männchen werden größer (bis 10 cm TL), entwickeln ein blau-grünes Flankenband mit rotem Rand, verlängerte filamentartige Flossenstrahlen sowie orangefarbene Bauch- und Afterflossen. Weibchen bleiben kleiner und zeigen eine blassere Grundfärbung; zur Laichzeit wirken sie fülliger im Bauchbereich. Nicht-dominante Männchen und große Weibchen sind äußerlich kaum zu unterscheiden. Eine sichere Geschlechtsbestimmung ist nur bei eindeutig dominanten Männchen möglich.
Die empfohlenen Wasserwerte sind 23–26 °C, pH 6–7,5 und GH 3–12 °dGH. Weiches, leicht saures Wasser entspricht dem natürlichen Kongobecken-Habitat. Hartes Wasser über GH 12 sollte vermieden werden.
Geeignete Partner sind andere westafrikanische und zentralafrikanische Arten wie Phenacogrammus-Verwandte, westafrikanische Salmler, friedliche Synodontis-Welse und Pelvicachromis-Arten.
Die Zucht gilt als schwierig und erfordert weiches, leicht saures Wasser (pH 6–6,5, GH max. 5 °dGH) sowie gezielte Konditionierung mit Lebendfutter. Die Eltern fressen den Laich und müssen nach dem Ablaichen sofort entfernt werden.
Empfohlen wird ein Becken mit mindestens 120 cm Kantenlänge und etwa 240 Litern. Ausreichend offene Schwimmfläche ist für diese aktiven Schwarmfische nötig.
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