Aus Freude an der Aquaristik Wissen, Inspiration und Community

my-fish

Steckbriefe mit Haltungsdaten, Wasserwerten und Bildern.

Zur Fishothek

Zierfische, Familie Characidae

Moenkhausia costae

Moenkhausia costae

Moenkhausia costae wird bis zu 7 cm (SL, ca. 8–8,5 cm TL) groß und gehört zur Familie der Characidae. Der schlanke, stromlinienförmige Körper zeigt einen silbrig bis grünlich-goldenen Schimmer mit halbtransparentem Erscheinungsbild. Charakteristisch ist ein tiefschwarzer, diagonal verlaufender Streifen, der am Ansatz der Afterflosse beginnt und bis in die obere Hälfte der Schwanzflosse reicht.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Schwarm
  • Friedlich
Moenkhausia costae (Moenkhausia costae)
Bild: Aquarium Glaser
  • bis 8,5 cmEndgröße

  • 5 JahreLebenserwartung

  • 20-26 °CTemperatur

  • 6-7pH-Wert

  • 5,5-13,5 dGHGesamthärte

  • ab 112 lBeckengröße

Beschreibung

Die Flossen sind überwiegend transparent und betonen den dunklen Streifen. Im Aquarium zeigt Moenkhausia costae ein stark ausgeprägtes Schwarmverhalten in der mittleren Schwimmzone. Die Tiere bewegen sich in dicht koordinierten Gruppen und reagieren sensibel auf Bewegungen im Becken. Bei zu kleiner Gruppenstärke oder Platzmangel können einzelne Tiere anderen Fischen an den Flossen zupfen. Die Art ist ein Laichräuber ohne Brutpflege. Adulte Tiere fressen eigene Eier und Jungfische, was bei der Zucht berücksichtigt werden muss.

Haltung und Pflege

Die empfohlenen Aquariumwerte sind: Temperatur 20–26 °C, pH 6–7, GH 5,5–13,5 °dGH. Als Beckengröße wird ein Aquarium mit mindestens 80 cm Kantenlänge (ab 112 Liter) empfohlen. Das Becken sollte horizontal ausgelegt sein mit freien Schwimmzonen in der mittleren Wasserschicht und dichten, geschützten Bereichen mit feinfiedrigen Pflanzen und Wurzeln. Feiner Sand als Substrat, optional mit Laubauflage, schafft naturnahe Verhältnisse. Gedämpfte Beleuchtung und Schwimmpflanzen geben den Tieren Sicherheit. Die Strömung sollte langsam bis mäßig sein. Regelmäßige Wasserwechsel und saubere Filterung sind wichtig. Das Sprungrisiko ist gering, eine Abdeckung aber empfehlenswert. Moenkhausia costae ist ein lebhafter Schwarmfisch für Aquarianer, die dynamische, gut koordinierte Schwärme in südamerikanischen Biotopen mögen. Der diagonale schwarze Streifen macht die Art im Schwarm gut erkennbar.

Passt das Wasser bei dir?

Verhalten und Vergesellschaftung

Moenkhausia costae ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8–10 Tieren gehalten werden. In großen Gruppen zeigen die Tiere koordiniertes, harmonisches Schwimmverhalten und bleiben friedlich gegenüber Beifischen. Das Temperament ist generell friedlich, doch bei Platzmangel oder zu kleinen Schwärmen können die Tiere langflossigen Nachbarn an den Flossen zupfen. Schnecken werden toleriert. Adulte Zwerggarnelen sind meist sicher, Junggarnelen können gefressen werden. Geeignete Beifische sind andere südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche aus derselben Region. Hartwasserbuntbarsche aus Ostafrika sind nicht kompatibel.

Ernährung

Moenkhausia costae ist ein Allesfresser mit leicht fleischbetonter Neigung. Hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter dient als Basisfutter. Zur Förderung von Farbenpracht und Kondition sollte regelmäßig mit Artemia-Nauplien, Daphnien und schwarzen Mückenlarven ergänzt werden. Pflanzliche Komponenten wie Spirulina werden ebenfalls akzeptiert. Mehrere kleine Fütterungen pro Tag sind empfehlenswert.

Zucht

Moenkhausia costae ist ein Freilaicher (Eierstreuer) ohne Brutpflege. Die Zuchtschwierigkeit ist hoch. Zucht-Temperatur: 26–28 °C, Zucht-pH: 5,5–6,5, Zucht-GH: maximal 5 °dGH. Das Ablaichen erfolgt häufig in den Morgenstunden. Die Gelegegröße kann mehrere hundert Eier betragen. Elterntiere sind starke Laichräuber und müssen sofort nach dem Ablaichen entfernt werden. Die Inkubationszeit beträgt etwa 24–36 Stunden bei 26 °C. Zur Konditionierung eignen sich Artemia, Daphnien und schwarze Mückenlarven. Als Erstfutter dienen Infusorien und Pantoffeltierchen, später Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen.

Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 5,5 bis 6,5, bis 5 dGH

Natürlicher Lebensraum

Moenkhausia costae stammt aus den Einzugsgebieten des Rio São Francisco und des Rio Itapicuru in Brasilien. Die Art bewohnt dichte, flache Uferzonen von Flüssen mit reichlich Unterwasserpflanzen, Wurzeln und organischem Material. Der Bodengrund besteht aus feinem Sand oder Kies, oft durchsetzt mit Humus. Die Strömung reicht von langsam bis mäßig.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind in der Regel etwas schlanker und zeigen oft intensivere Farben. Weibchen sind fülliger und hochrückiger, besonders während der Laichzeit deutlich runder im Bauchbereich.

Gut zu wissen

  • Diagonal verlaufender schwarzer Streifen von Afterflosse zur Schwanzflosse
  • Stark ausgeprägtes Schwarmverhalten
  • Freilaicher ohne Brutpflege, starke Laichräuber
  • Kann bei Platzmangel oder zu kleinen Gruppen Flossenzupfer werden
  • Schwarmfisch, mindestens 8–10 Tiere empfohlen
  • Junggarnelen gefährdet, Schnecken toleriert
  • Geringes Sprungrisiko, Abdeckung dennoch empfohlen

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Moenkhausia costae?

Moenkhausia costae benötigt Temperaturen von 20–26 °C, pH 6–7 und GH 5,5–13,5 °dGH. Die Art aus Brasilien toleriert ein breiteres Härtespektrum als viele andere Moenkhausia-Arten.

Kann man den Moenkhausia costae vergesellschaften?

Ja, mit anderen friedlichen südamerikanischen Salmlern, Panzerwelsen und kleinen Buntbarschen. Bei zu kleinen Gruppen oder Platzmangel können die Tiere an Flossen anderer Fische zupfen. Schnecken sind sicher, Junggarnelen gefährdet.

Kann man den Moenkhausia costae im Aquarium züchten?

Ja, aber die Zucht ist anspruchsvoll. Die Art ist ein Freilaicher, der weiches, leicht saures Wasser benötigt (pH 5,5–6,5, GH max. 5). Elterntiere müssen sofort nach dem Ablaichen entfernt werden, da sie starke Laichräuber sind.

Was frisst der Moenkhausia costae?

Die Art ist ein Allesfresser. Hochwertiges Flocken- und Granulatfutter bilden die Basis, ergänzt durch Artemia, Daphnien und Mückenlarven. Auch pflanzliche Komponenten wie Spirulina werden angenommen.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.

Quellen (my-fish Content Commons)

In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.

Fragen und Erfahrungen

Noch keine Kommentare. Stell die erste Frage zu dieser Art.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Älteste
Neueste Meiste Stimmen

Passt ins Becken dazu

Vorschläge aus Herkunft, Wasserwerten, Größe und Temperament, dazu verträgliche Wirbellose und Pflanzen. Vor dem Einsetzen die Steckbriefe vergleichen.

Borellis Zwergbuntbarsch (Apistogramma borellii) mit gelbem Kopf und bläulichem Körper

Buntbarsche

Borellis Zwergbuntbarsch

Apistogramma borellii

  • Endgröße: bis 6 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 20-26 °C
  • pH-Wert: pH 6-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Riesenbeilbauch

Beilbäuche

Riesenbeilbauch

Thoracocharax stellatus

  • Endgröße: bis 7 cm
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 20-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Gestreifter Ohrgittersaugwels

Harnischwelse

Gestreifter Ohrgittersaugwels

Otocinclus cf. vittatus

  • Endgröße: 5,5 cm
  • Becken: ab 60 l
  • Temperatur: 20-26 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Salmler, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Moenkhausia agnesae

Salmler

Moenkhausia agnesae

Moenkhausia agnesae

  • Endgröße: bis 8 cm
  • Becken: ab 250 l
  • Temperatur: 23-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-6,8
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Schwarmfisch, friedlich

Höhlensalmler

Salmler

Höhlensalmler

Astyanax jordani

  • Endgröße: 9 cm
  • Becken: ab 160 l
  • Temperatur: 20-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Schwarmfisch, friedlich

Rotblauer Kolumbianer

Salmler

Rotblauer Kolumbianer

Hyphessobrycon columbianus

  • Endgröße: bis 7 cm
  • Becken: ab 160 l
  • Temperatur: 20-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Einfach

Schwarmfisch, territorial

Trauermantelsalmler

Salmler

Trauermantelsalmler

Gymnocorymbus ternetzi

  • Endgröße: 7,5 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 20-26 °C
  • pH-Wert: pH 6-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Schwarmfisch, friedlich

Newsletter

Einmal pro Woche das Wichtigste aus der Aquaristik

Neue Beiträge, Podcastfolgen, Steckbriefe und Termine in einer E-Mail. Jederzeit abbestellbar.

0
Lass uns doch ein Kommentar da!x