
Barben
Bitterlingsbarbe
Puntius titteya Super Red
- Endgröße: bis 5 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 22-26 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Einfach
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Cyprinidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Barboides gracilis ist ein Miniatur-Karpfenfisch (eine Art, die schon bei sehr geringer Körpergröße geschlechtsreif wird): Die wissenschaftliche Literatur nennt höchstens 1,8 cm Standardlänge (gemessen ohne Schwanzflosse), im Aquarium werden die Tiere mit Schwanzflosse rund 2,5 cm lang.

2,5 cmEndgröße
21-26 °CTemperatur
6-7pH-Wert
0-6 °dGHGesamthärte
ab 54 lAquariengröße
Anders als die kleinen afrikanischen Barben trägt die Art keine Barteln, außerdem fehlt ihr die Seitenlinie, und auf jeder Kopfseite sitzt nur ein einzelnes, achtförmiges Nasenloch. Von der einzigen weiteren Art der Gattung, Barboides britzi aus dem Lokoli-Sumpfwald in Benin, unterscheidet sie sich nach deren Erstbeschreibung unter anderem durch den kleineren Kopf, das größere Auge und verstreute schwarze Pigmentpunkte auf den Flanken, die B. britzi fehlen. Barboides gracilis lebt in kleinen, langsam fließenden Küstenflüssen im Regenwald von Benin über Nigeria und Kamerun bis Äquatorialguinea. Der Erstbeschreiber Brüning nannte die Art 1929 westafrikanische Schlankbarbe; im Handel heißt sie Afrikanischer Zwergbärbling. Die Art ist sehr friedlich, aber scheu, und gehört in ein eingefahrenes, ruhiges Artbecken mit einer großen Gruppe. Sie eignet sich für Aquarianer, die Lebendfutter bereithalten und auf stabile Wasserwerte achten.
Wasserwerte: Temperatur 21–26 °C, pH 6,0–7,0 (leicht sauer bis neutral), Gesamthärte 0 bis 6 °dGH. Beckengröße: ab 60 cm Kantenlänge und 54 Liter; mehr Platz erleichtert die Pflege einer großen Gruppe und hält die Wasserwerte stabiler. Die Art darf nur in ein biologisch eingefahrenes Becken, da sie empfindlich auf Schwankungen der Wasserchemie reagiert. Empfohlen werden regelmäßige, kleine Wasserwechsel von höchstens etwa 10 % des Beckenvolumens. Die Filterung sollte schwach sein, denn die Tiere stammen aus langsam fließenden Gewässern und kommen mit starker Strömung schlecht zurecht. Einrichtung: weicher Sandboden, Wurzeln und Äste, die schattige Bereiche bilden, und eine Schicht getrockneten Falllaubs (Buche, Eiche oder Seemandelbaum). Das Laub gibt Huminstoffe (gelbbraune Abbaustoffe aus Laub und Holz) ab und lässt Mikroorganismen wachsen, die Jungfischen als zusätzliche Nahrung dienen. Das Licht sollte gedämpft sein; Schwimmpflanzen streuen es zusätzlich. Als Bepflanzung eignen sich schattenverträgliche Arten wie Javafarn, Javamoos und Anubias. Die Art beschädigt keine Pflanzen. Aktuelle Importe stammen aus Nigeria. Wildfänge und frisch importierte Tiere sind oft in schlechtem Zustand und schwer einzugewöhnen; sie brauchen anfangs kleines Lebendfutter.
Barboides gracilis ist sehr friedlich, aber scheu und wegen der geringen Größe kein typischer Gesellschaftsfisch. Als Schwarmfisch sollte die Art in einer Gruppe von mindestens 20 bis 30 Tieren gehalten werden. In einer solchen Gruppe sind die Fische weniger nervös, und die Männchen zeigen ihre beste Färbung, während sie um die Weibchen konkurrieren. Am besten hält man die Art allein oder mit anderen sehr kleinen Arten aus Westafrika, etwa Ladigesia roloffi oder Lepidarchus adonis. Eine aquaristische Fachquelle hält auch kleine südamerikanische Salmler und südostasiatische Zwergbärblinge (Boraras, Eirmotus, Trigonostigma) für geeignet, bezeichnet das aber ausdrücklich als nicht erprobt. Größere oder lebhafte Fische sind ungeeignet, weil die Art sehr klein und scheu ist. Zur Vergesellschaftung mit Garnelen und Schnecken liegen in den ausgewerteten Quellen keine Angaben vor.
Über die Ernährung in der Natur ist wenig bekannt: Eine aquaristische Quelle vermutet kleine Krebstiere, Würmer, Insektenlarven und anderes Zooplankton (tierisches Plankton), die Gefährdungsbewertung der IUCN nennt dagegen vor allem Wasserpflanzen und Detritus (zerfallendes organisches Material). Im Aquarium ist die Art etwas wählerisch und nimmt Trockenfutter oft nicht an; manche Tiere lernen es mit der Zeit. Regelmäßig angeboten werden sollte kleines Lebend- oder Frostfutter: Artemia-Nauplien (frisch geschlüpfte Salinenkrebse), Daphnien, Grindalwürmchen, Mikrowürmchen und zerkleinerte Mückenlarven. Frisch importierte Tiere zunächst mit kleinem Lebendfutter eingewöhnen und Frost- oder Trockenfutter erst später zugeben.
Ein dokumentierter Zuchtablauf liegt in den ausgewerteten Quellen nicht vor. Eine aquaristische Fachquelle gibt an, dass sich eine Gruppe auch in kleinen Becken fortpflanzt, beschreibt aber weder Laichverhalten noch Aufzucht. In der Praxis kam ein Halter bis zum Larvenstadium: Die Tiere laichten, die Larven schlüpften, die weitere Aufzucht gelang jedoch nicht. Zuchtwasserwerte, Gelegegröße und Entwicklungsdauer sind für diese Art nicht belegt.
Barboides gracilis kommt im Küstentiefland West- und Zentralafrikas vor: in kleinen Küstenflüssen in Benin und im Süden Nigerias, außerdem in Kamerun und Äquatorialguinea. Der Typusfundort (Fundort des Exemplars, auf das sich die Artbeschreibung stützt) ist der Iguidi-Fluss bei Gbokoutou in Benin. Die Art lebt benthopelagisch (in Bodennähe und im freien Wasser) in kleinen, langsam fließenden Flüssen unter geschlossenem Wald sowie in flachen, schattigen Regenwaldbächen und Sümpfen mit dichter Ufervegetation. Das Wasser ist meist klar, durch Huminstoffe (gelbbraune Abbaustoffe aus Laub und Holz) aber schwach bräunlich gefärbt und nährstoffarm. Am Fundort gemessene Wasserwerte liegen in den ausgewerteten Quellen nicht vor. Auf der Roten Liste der IUCN ist die Art in der Bewertung von 2019 als gefährdet (Vulnerable) eingestuft, nach dem Kriterium B2ab(iii): kleines besiedeltes Gebiet bei fortschreitender Verschlechterung des Lebensraums.
Gering ausgeprägt. Geschlechtsreife Männchen sind etwas intensiver gefärbt und deutlich schlanker als die Weibchen. In Laichstimmung treten die Unterschiede klarer hervor.
Die wissenschaftliche Literatur nennt höchstens 1,8 cm Standardlänge (gemessen ohne Schwanzflosse). Mit Schwanzflosse werden die Tiere im Aquarium rund 2,5 cm lang.
Empfohlen werden 21–26 °C, pH 6,0–7,0 und eine Gesamthärte von 0 bis 6 °dGH. Wichtiger als ein bestimmter Wert ist Stabilität: Die Art reagiert empfindlich auf Schwankungen und gehört nur in ein eingefahrenes Becken mit kleinen, regelmäßigen Wasserwechseln.
Das Becken sollte mindestens 60 cm Kantenlänge und 54 Liter haben. Darin lebt eine Gruppe von mindestens 20 bis 30 Tieren, denn in einer großen Gruppe sind die Fische weniger nervös.
Am besten allein oder mit anderen sehr kleinen Westafrikanern wie Ladigesia roloffi oder Lepidarchus adonis. Größere oder lebhafte Fische sind ungeeignet, weil die Art sehr klein und scheu ist.
Kleines Lebend- und Frostfutter wie Artemia-Nauplien, Daphnien, Grindal- und Mikrowürmchen sowie zerkleinerte Mückenlarven. Trockenfutter wird anfangs oft verweigert; frisch importierte Tiere sollten zunächst Lebendfutter bekommen.
Ein dokumentierter Zuchtablauf fehlt. In der Praxis laichten die Tiere bei einem Halter, und die Larven schlüpften; die Aufzucht über das Larvenstadium hinaus gelang jedoch nicht.
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