
Harnischwelse
Gold-Nugget-Pleco (L018 / L081 / L177)
Baryancistrus xanthellus
- Endgröße: 25–30 cm
- Aquarium: ab 540 l
- Temperatur: 27-32 °C
- pH-Wert: pH 6-7,6
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Schwierig
Einzelgänger, territorial
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Magnum-Harnischwels (Baryancistrus chrysolomus, L47) wird bis zu 25 cm groß und ist ein kräftig gebauter Harnischwels aus dem Rio-Xingu-System in Brasilien. Die Grundfärbung reicht von dunkelbraun bis olivgrün, wobei die Bauchseite heller ausfällt.

25 cmEndgröße
10-15 JahreLebenserwartung
27-30 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
2-12 °dGHGesamthärte
ab 300 lAquariengröße
Das markanteste Merkmal sind die breiten gelb- bis orangefarbenen Säume an Rücken- und Schwanzflosse, die bei Jungtieren besonders leuchtend ausgeprägt sind und im Alter etwas verblassen. Im Gegensatz zum häufig verwechselten Goldnugget-Harnischwels (Baryancistrus xanthellus, L18/L81/L177) zeigt Baryancistrus chrysolomus keine oder nur sehr schwach sichtbare helle Punkte auf dem Körper. Männchen entwickeln einen breiteren Kopf, längere Interopercular-Odontoden und stärker bestachelte Brustflossenstrahlen.
Baryancistrus chrysolomus stammt aus den Stromschnellen des Rio Xingu und benötigt sauerstoffreiches, warmes Wasser mit kräftiger Strömung. Die Wasserwerte sollten bei 27-30 °C, pH 6,0-7,5 und GH 2-12 °dGH liegen. Als Mindestbeckengröße gelten 120 cm Kantenlänge und 300 Liter. Die Filterleistung sollte mindestens das Vier- bis Fünffache des Beckenvolumens pro Stunde betragen. Zahlreiche Verstecke aus großen, flachen Steinen und Felsaufbauten sind unverzichtbar. Dunkles Substrat aus Sand oder feinem Kies, moderate Beleuchtung für Aufwuchswachstum. Regelmäßige, große Wasserwechsel (wöchentlich 30-50 %) sind aufgrund des hohen Stoffwechsels besonders wichtig. Kupfer-empfindlich: Medikamente und Pflanzendünger mit Kupfergehalt sollten vermieden werden. Der Magnum-Harnischwels ist ein anspruchsvoller Harnischwels für erfahrene Aquarianer. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 10-15 Jahren.
Baryancistrus chrysolomus ist revierbildend und territorial. Empfohlen wird Einzelhaltung oder Paarhaltung in großen Becken. Kleine Garnelen können gefressen werden. Die Vergesellschaftung gelingt am besten mit mittelgroßen bis großen Salmlerarten und anderen rheophilen Fischen der mittleren und oberen Wasserschichten. Adulte Männchen sind gegenüber Artgenossen und anderen bodenorientierten Welsen häufig aggressiv. In normalen Aquarien nur ein einzelnes Tier oder ein Paar halten. Kleine Bodenbewohner, die um dieselben Höhlen konkurrieren, vermeiden.
Baryancistrus chrysolomus ernährt sich hauptsächlich von Aufwuchs: Kieselalgen, fadenförmige Algen und Biofilm, ergänzt durch wirbellose Kleintiere. Im Aquarium überwiegend pflanzliche Fütterung: Spirulina-Tabs, Aufwuchstabletten, blanchierte Zucchini, Gurke und Süßkartoffel. Gelegentlich Frostfutter wie Mückenlarven oder gehackte Garnelen. Kein Holzfresser.
Fortpflanzungstyp: Vermutlich Höhlenbrüter
Zuchtschwierigkeit: Bislang keine gesicherten Nachzuchten im Aquarium bekannt Die verwandte Art Baryancistrus xanthellus (Goldnugget) wurde bereits erfolgreich nachgezüchtet, für Baryancistrus chrysolomus fehlen Zuchtberichte. Vermutlich sind große Wasserwechsel mit weichem, leicht saurem Wasser, starke Strömung und ein reichhaltiges Aufwuchsangebot förderlich. Die Art wird als Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege eingeschätzt.
Die Art ist im Rio-Xingu-Becken endemisch, konkret in der Volta Grande do Rio Xingu sowie in den Zuflüssen Rio Curua und Rio Iriri im Bundesstaat Para, Brasilien. Adulte Tiere leben unter flachen Felsplatten auf dem Flussgrund in Bereichen mit feinem Sediment. Das Habitat zeichnet sich durch warmes, klares Weißwasser mit hohem Sauerstoffgehalt und kräftiger Strömung aus.
Männchen entwickeln einen breiteren und längeren Kopf sowie längere Brustflossenstacheln. Die Interopercular-Odontoden sind bei Männchen deutlich ausgeprägter. Weibchen zeigen bei guter Kondition einen runderen Bauch. Die Unterscheidung ist bei Jungtieren schwierig.
Baryancistrus chrysolomus (L47) ist bei artgerechter Haltung und stabilen Wasserwerten ein vergleichsweise robuster Harnischwels. Krankheiten treten meist als Folge mangelhafter Wasserqualität, plötzlicher Temperaturschwankungen, Überbesatz oder einseitiger Ernährung auf und äußern sich dann als bakterielle Infektionen, Verpilzungen oder Parasitenbefall. Regelmäßige Wasserwechsel, konstante Parameter, gründliche Beckenhygiene und abwechslungsreiche Fütterung sind die wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen. Frisch importierte Tiere sind häufig abgemagert und sollten sorgfältig aufgefüttert werden.
Die Art ist ein Warmwasserspezialist: Temperatur 27-30 °C, pH 6,0-7,5, GH 2-12 °dGH. Kräftige Strömung und hohe Sauerstoffsättigung sind wichtig.
Ja, mit mittelgroßen bis großen Salmlern und rheophilen Fischen der oberen Wasserschichten. Adulte Männchen sind territorial, daher nur ein Tier oder ein Paar pro Becken.
Bislang sind keine gesicherten Aquarien-Nachzuchten bekannt. Die verwandte Art Baryancistrus xanthellus wurde bereits erfolgreich nachgezüchtet.
Hauptsächlich Aufwuchsfresser: Spirulina-Tabs, Aufwuchstabletten, blanchiertes Gemüse. Gelegentlich Frostfutter. Kein Holzfresser.
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