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Zierfische, Familie Gastromyzontidae

Feinpunktflossensauger Beaufortia kweichowensis

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Beaufortia kweichowensis ist ein stark dorsoventral abgeflachter Flossensauger aus der Familie Gastromyzontidae, der 7 bis 8 cm TL erreicht. Der flache Körper ist eine Anpassung an das Leben in extrem schnell strömenden Gewässern. Die Grundfärbung ist grünlich-braun mit einem charakteristischen Muster aus feinen dunklen Punkten, das sich auch über die paarigen Flossen erstreckt.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
  • 7-8 cm TLEndgröße

  • 5-6 JahreLebenserwartung

  • 16-24 °CTemperatur

  • 6,5-8pH-Wert

  • 2-15 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Beaufortia kweichowensis kann sich auch auf glatten Steinen in starker Strömung festhalten. Echte Schuppen fehlen oder sind stark reduziert. Im Aquarium zeigt Beaufortia kweichowensis typisches Hillstream-Loach-Verhalten: die Tiere haften mit ihrer Unterseite an Steinen und schaben dabei Aufwuchs und Biofilm ab. Sie sind bodennah aktiv und nutzen Steine, Wurzeln und harte Oberflächen als Ruheplätze. Die Art ist hochspezialisiert auf das Abweiden von Biofilm und benötigt starke Strömung sowie gut beleuchtete, algenbewachsene Bereiche.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 16 bis 24 °C, pH 6,5 bis 8,0, GH 2 bis 15 dGH. Mindestens 80 cm Beckenlänge (ca. 112 Liter) für eine Gruppe von 6 Tieren. Starke, gerichtete Strömung ist notwendig (empfohlen: 10- bis 15-facher Stundenumsatz). Als Substrat eignen sich abgerundete Steine, Kiesel und grober Kies, ergänzt durch sandige Bereiche. Viele gut beleuchtete, algenbewachsene Flächen sind essenziell. Glatte Dekorationen ohne scharfe Kanten bevorzugen, da die Tiere empfindliche Haut haben. Hoher Sauerstoffgehalt ist unverzichtbar; zusätzliche Belüftung empfohlen. Höhere Wasserpflanzen kommen im natürlichen Habitat kaum vor; robuste Hintergrundpflanzen können zur Strukturierung beitragen. Moderate bis starke Beleuchtung unterstützt das Wachstum von Aufwuchs und Biofilm. Regelmäßige Wasserwechsel mit kühlem Wasser.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Beaufortia kweichowensis wird am besten in Gruppen von mindestens 6 Tieren gepflegt. In größeren Gruppen ist das Sozialverhalten interessanter und die Tiere wirken weniger gestresst. Männchen sind deutlich aktiver als Weibchen und besetzen kleine Reviere, die sie gegenüber Artgenossen verteidigen. Weibchen halten sich eher in ruhigeren Beckenzonen auf. Das sogenannte Topping-Verhalten, bei dem ein Tier sich kurz über ein anderes legt, wird gelegentlich beobachtet und ist harmlos. Gegenüber anderen friedlichen Arten sind Beaufortia kweichowensis in der Regel verträglich. Bei der Auswahl von Beifischen sollte auf ähnliche Strömungsansprüche und die gleiche Bioregion geachtet werden (Ostasien). Geeignete Beifische sind Tanichthys albonubes und andere ostasiatische Hillstream-Arten. Adulte Garnelen und Schnecken werden toleriert; sehr kleiner Garnelennachwuchs könnte gelegentlich gefressen werden.

Ernährung

Aufwuchsfresser (Biofilm-Spezialist). Die natürliche Ernährung besteht überwiegend aus Algen, Biofilm und Mikroorganismen, die von Steinen abgeweidet werden. Gut besiedelte Steinoberflächen im Becken sind essenziell. Ergänzend: sinkende Welstabletten mit hohem pflanzlichen Anteil, Spirulina-Tabletten und blanchiertes Gemüse (Zucchini, Spinat). Gelegentlich werden auch Mückenlarven und Artemia angenommen. Zu proteinreiche Ernährung vermeiden, da sie zu Gesundheitsproblemen führt. Da klassisches Gemüse oft ignoriert wird, bewährt sich die Algenstein-Methode: Flache Kieselsteine in einem separaten, stark beleuchteten Gefäß veralgen lassen und abwechselnd ins Aquarium legen. So steht dauerhaft frischer Aufwuchs als natürliche Nahrungsquelle bereit.

Zucht

Im Aquarium nicht gelungen. Keine bestätigten Nachzuchten bekannt. In der Natur vermutlich saisonaler Substratlaicher. Männchen graben neben Steinen kleine Mulden im Substrat als mögliche Laichstellen. Als Auslöser gelten saisonale Temperaturabsenkungen und erhöhter Frischwasseranteil. Gelegentliche Eiablagen im Aquarium wurden berichtet, jedoch ohne erfolgreiche Aufzucht der Larven.

Natürlicher Lebensraum

Beaufortia kweichowensis stammt aus Südchina, aus den Flusssystemen Xi Jiang und Zhu Jiang in der Provinz Guizhou. Die Art bewohnt flache, extrem sauerstoffreiche und schnell fließende Bäche mit starker Sonneneinstrahlung. Der Bodengrund besteht aus glatten, abgerundeten Steinen und Kieseln, die dicht mit Biofilm und Algen überzogen sind. Höhere Wasserpflanzen fehlen. Die starken Strömungen fördern den Aufwuchs und den Wasseraustausch.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind tendenziell etwas schlanker mit einer kantigeren, zugespitzten Schnauzenregion. Die Brustflossen setzen in einem charakteristisch steileren Winkel am Körper an. Weibchen sind im Rumpfbereich fülliger und haben eine rundere Schnauzenform. Die Unterschiede sind am deutlichsten erkennbar, wenn mehrere Tiere im Vergleich beobachtet werden.

Gut zu wissen

  • Dorsoventral abgeflachter Körperbau, der durch den Anpressdruck des Wassers das Überleben in turbulentem Wasser ermöglicht
  • Schuppenloser Körper, daher empfindlich gegenüber grober Handhabung und scharfkantigen Dekorationen
  • Spezialisierter Aufwuchs- und Biofilm-Fresser; gut veralgte Flächen als primäre Nahrungsquelle
  • Starke Strömung notwendig (10- bis 15-facher Stundenumsatz)
  • Subtropische Art: profitiert von kühleren Saisonphasen (16 bis 18 °C)
  • Gruppenhaltung ab 6 Tieren empfohlen
  • Sprungneigung gering, dennoch Abdeckung empfohlen
  • Zucht im Aquarium nicht gelungen; keine bestätigten Nachzuchten bekannt

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Feinpunktflossensauger?

Temperatur 16 bis 24 °C, pH 6,5 bis 8,0 und GH 2 bis 15 dGH. Die Art ist eine subtropische Strömungsart und benötigt kühles, sauerstoffreiches Wasser mit starker Strömung.

Wie groß wird der Feinpunktflossensauger?

Beaufortia kweichowensis erreicht 7 bis 8 cm Gesamtlänge. Der flache Körperbau ist eine Anpassung an starke Strömung.

Kann man den Feinpunktflossensauger vergesellschaften?

Ja, mit anderen ostasiatischen Strömungsarten wie Tanichthys albonubes und Gastromyzontidae. Keine südamerikanischen oder afrikanischen Arten. Adulte Garnelen und Schnecken werden toleriert.

Kann man den Feinpunktflossensauger züchten?

Die Zucht im Aquarium ist bisher nicht gelungen. Keine bestätigten Nachzuchten bekannt. In der Natur vermutlich saisonaler Substratlaicher.

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Fragen und Erfahrungen

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