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Zierfische, Familie Alestidae

Afrika Langflossensalmler Bryconalestes (Brycinus) longipinnis

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Bryconalestes longipinnis hieß früher Brycinus longipinnis. Der Afrika Langflossensalmler (Bryconalestes longipinnis) wird bis zu 12,5 cm groß und ist ein attraktiv gefärbter westafrikanischer Salmler aus der Familie Alestidae. Der Körper wirkt silbrig mit einem grünlich-blauen Schimmer und zeigt gelbliche Nuancen entlang der Flanken. Ein dunkler Fleck zieht sich vom Schwanzstiel in die Schwanzflosse.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Schwarm
  • Friedlich
  • 12,5 cmEndgröße

  • 3–5 JahreLebenserwartung

  • 22-26 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 5-19 °dGHGesamthärte

  • ab 240 lAquariengröße

Beschreibung

Die Flossen sind häufig rötlich bis orange gesäumt; bei Männchen können einzelne Flossenpartien deutlich verlängert und farbintensiver ausfallen. Im Aquarium präsentiert sich der Afrika Langflossensalmler als sehr lebhafter und schwimmfreudiger Fisch in den mittleren bis oberen Wasserschichten. In der Natur zeigen die Tiere potamodrome Wanderungen. Die Art eignet sich besonders für größere, gut durchströmte Aquarien mit viel Freiraum.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 22–26 °C, pH 6,0–7,5, GH 5–19 dGH (optimal 6–13 dGH). Mindestbeckengröße ca. 240 Liter bei 120 cm Kantenlänge; größere Aquarien sind ausdrücklich vorteilhafter. Viel offenes Freiwasser, Randbepflanzung, Wurzel- und Holzstrukturen. Dunkles Sand- oder Feinsandsubstrat. Mäßige bis starke Strömung. Gut dimensionierte Filter und ausreichende Sauerstoffversorgung. Empfindlich gegenüber erhöhten Nitratwerten; regelmäßige Wasserwechsel sind unerlässlich. Der Afrika Langflossensalmler ist ein reizvoller Schwarmfisch für erfahrenere Aquarianer, die ausreichend Platz und artgerechte Wasserparameter anbieten können.

Passt das Wasser bei dir?

Verhalten und Vergesellschaftung

Aktiver Schwarmfisch der mittleren bis oberen Wasserschichten. Empfohlen sind mindestens fünf Tiere; für ein stabileres Sozialverhalten ist eine größere Gruppe sinnvoll, sofern der Platz ausreicht. Ruhige, aber robuste Beifische mit vergleichbaren Wasseransprüchen sind geeigneter als sehr kleine oder langsame Arten.

Ernährung

Allesfresser mit deutlichem Hang zu proteinreicher Kost. Mischung aus Insekten, Insektenlarven, Krebstieren und pflanzlicher Kost. Im Aquarium: Lebendfutter (Mückenlarven, Artemia, Daphnien, Tubifex), gefrorenes Futter und hochwertiges Flockenfutter/Granulat. Mehrere kleinere Fütterungen pro Tag empfohlen. Die Futtermenge am Fressverhalten ausrichten und nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernen.

Zucht

Dokumentiert, Schwierigkeitsgrad: schwer. Eierstreuer. Zuchtwasser: Zucht-Temperatur 24–26 °C, Zucht-pH 6,0–6,5, Zucht-GH 2–5 dGH. Temporär sehr weiches und leicht saures Wasser erforderlich. Separates Ablaichbecken, schwach beleuchtet, mit feinblättriger Bepflanzung (Javamoos). Nach dem Ablaichen Eltern sofort entfernen. Jungfische: zunächst Infusorien, dann Artemia-Nauplien. Hoher Sauerstoffgehalt in frühen Entwicklungsstadien wichtig.

Zuchtwasser: 24 bis 26 °C, pH 6 bis 6,5, bis 5 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Bryconalestes longipinnis stammt aus Westafrika und ist entlang der atlantischen Küste von Gambia bis zur Demokratischen Republik Kongo verbreitet. Als einzige Bryconalestes-Art besiedelt sie auch kleinere Flüsse und Bäche. Fließgewässer mit sandigem oder kiesigem Grund, häufig durch Tannin-Einträge dunkler gefärbt.

Geschlechtsunterschiede

Männchen entwickeln eine deutlich verlängerte Rückenflosse sowie eine nach außen (konvex) gewölbte Afterflosse; sie werden etwas größer und zeigen intensivere Färbung. Weibchen bleiben kleiner, besitzen kürzere Flossen und eine nach innen (konkav) gewölbte Afterflosse.

Gut zu wissen

  • Stark schwarmbildender Mittelwasser- bis Oberwasser-Schwimmer
  • Potamodrome Wanderungen in der Natur
  • Männchen mit deutlich verlängerten Flossen (insbesondere Rückenflosse)
  • Omnivore Ernährung mit hohem Proteinanteil
  • Empfindlich gegenüber erhöhten Nitratwerten – strenge Wasserpflege erforderlich
  • Sprungrisiko: gering, dennoch Abdeckung empfohlen

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Afrika Langflossensalmler?

Temperatur 22–26 °C, pH 6,0–7,5 und GH 5–19 dGH (optimal 6–13 dGH). Die Art ist empfindlich gegenüber erhöhten Nitratwerten.

Kann man den Afrika Langflossensalmler vergesellschaften?

Die Art ist ein sehr aktiver Gruppenfisch. Geeignet sind robuste, ähnlich große Arten mit vergleichbaren Wasseransprüchen; sehr ruhige oder deutlich kleinere Beifische können durch die Aktivität beeinträchtigt werden.

Kann man den Afrika Langflossensalmler im Aquarium züchten?

Ja, aber schwierig. Die Zucht erfordert temporär sehr weiches, leicht saures Wasser (GH 2–5, pH 6,0–6,5). Nach dem Ablaichen müssen die Eltern sofort entfernt werden.

Was frisst der Afrika Langflossensalmler?

Allesfresser mit proteinreichem Schwerpunkt: Mückenlarven, Artemia, Daphnien und Tubifex als Lebend-/Frostfutter, dazu hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter.

Hinweis zu den Daten

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