
Salmler
Spiegelsalmler
Alestopetersius leopoldianus
- Endgröße: 9 cm
- Aquarium: ab 160 l
- Temperatur: 22-26 °C
- pH-Wert: pH 5-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Alestidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Alestopetersius hilgendorfi ist ein schlank gebauter, bis zu 10 cm großer afrikanischer Salmler aus dem mittleren Kongobecken mit silbriger Grundfärbung und rötlichen Akzenten. Der Körper zeigt einen metallischen Silberglanz, über dem feine rötliche Markierungen verteilt sein können. Die Flossen tragen rötliche Tönungen; bei dominanten Männchen können einzelne Flossenstrahlen verlängert erscheinen. Im Handel werden Tiere mit 3,5-5 cm Länge angeboten.

10 cmEndgröße
5-8 JahreLebenserwartung
22-26 °CTemperatur
5-7,5pH-Wert
5-15 °dGHGesamthärte
ab 300 lAquariengröße
Im Aquarium verhält sich die Art als lebhafter, aber grundsätzlich friedlicher Schwarmfisch der mittleren Schwimmzone. Alestopetersius hilgendorfi zeigt ausgeprägtes Schwarmverhalten und bewegt sich aktiv durch offene Schwimmbereiche, sucht aber zugleich Deckung in dicht bepflanzten oder wurzelgesäumten Bereichen. Während der Balzzeit intensivieren Männchen ihre Farben und zeigen dynamische Schwimmbewegungen.
Wasserwerte: Temperatur 22-26 °C, pH 5,0-7,5, GH 5-15 dGH. Die Werte basieren teilweise auf verwandten Kongobecken-Alestidae, da artspezifische Daten selten sind.
Beckengröße: ab 120 cm Kantenlänge, 300 Liter für eine Gruppe von mindestens 8-10 Tieren. Das Becken sollte offene Schwimmflächen in der Mitte und strukturierte Randzonen mit dichter Bepflanzung, Wurzeln und Treibholz aufweisen. Feiner Sand oder feiner Kies als Substrat. Mäßige Strömung ist wünschenswert.
Gut strukturiertes Pflanzenbild mit Schattenbereichen fördert das natürliche Verhalten. Regelmäßige Wasserwechsel verbessern die Wasserqualität und stimulieren die Fortpflanzungsbereitschaft. Abdeckung des Beckens ist ratsam.
Alestopetersius hilgendorfi ist eine attraktive Art für erfahrene Aquarianer mit Interesse an Biotopaquaristik aus dem Kongobecken. Aufgrund der Seltenheit im Handel sind Querverweise auf verwandte Arten (Alestopetersius caudalis) für Pflegeparameter hilfreich.
Alestopetersius hilgendorfi ist ein Gruppentier und sollte in mindestens 8-10 Tieren gehalten werden. Größere Gruppen mindern Stress und Konkurrenzverhalten einzelner Männchen.
Im Normalzustand ist die Art friedlich und lebhaft. Während der Balz zeigen Männchen verstärkt Territorialverhalten gegenüber Rivalen mit Schau- und Drohbewegungen, was gelegentlich zu Schuppenverlusten führen kann. Dieses Verhalten beschränkt sich meist auf die Paarungsphase.
Adulte Tiere sind mit größeren Garnelen (Amano) und Schnecken verträglich. Sehr kleine Zwerggarnelen können als Nahrung angesehen werden.
Geeignete Gesellschaftspartner sind andere zentralafrikanische Arten: Phenacogrammus interruptus, andere Alestidae, kleinere Synodontis-Arten und Cichliden aus dem Kongobecken (Teleogramma, Steatocranus, Nanochromis).
Allesfresser mit Schwerpunkt auf tierischer Nahrung. Lebende und gefrostete Insektenlarven (Mückenlarven), Artemia und Daphnien sind sehr gut geeignet. Ergänzend können hochwertige Flocken und Granulate mit pflanzlichem Anteil angeboten werden. Für die Konditionierung vor der Zucht wird reichliche Fütterung mit Lebendfutter empfohlen.
Zuchtstatus: selten dokumentiert. Die Art wird gelegentlich importiert, aber kaum nachgezogen. Zuchtberichte beziehen sich oft auf verwandte Arten wie Alestopetersius caudalis.
Zuchtwasser: Temperatur 26-28 °C, pH 5,5-6,5, GH max. 5 dGH (weiches, leicht saures Wasser).
Fortpflanzungstyp: Freilaicher. Die Eier werden frei ins Substrat oder in Pflanzen gestreut, ohne elterliche Fürsorge. Laichen bevorzugt morgens. Gelegegrößen bei verwandten Arten liegen bei mehreren hundert Eiern. Eltern fressen den Laich, ein Laichrost oder Abtrennung der Eltern ist empfehlenswert.
Inkubation: ca. 5-7 Tage. Nach dem Schlupf zunächst Infusorien und Rädertierchen, dann Artemia-Nauplien. Konditionierung mit Mückenlarven, Artemia und Daphnien vor dem Laichen. Großer Wasserwechsel mit weichem, leicht kühlerem Wasser als Auslöser.
Zuchtschwierigkeit: schwer.
Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 5,5 bis 6,5, bis 5 °dGH
Alestopetersius hilgendorfi stammt aus dem mittleren Kongobecken, einschließlich des Pool Malebo in der Demokratischen Republik Kongo. Die Art kommt in klaren, mäßig strömenden Flussabschnitten und Nebengewässern mit dichter Ufervegetation, Wurzelwerken und strukturellen Unterständen vor. Typische Habitate sind Uferzonen mit Sand- oder feinkiesigem Substrat. Saisonale Veränderungen wie die Regenzeit beeinflussen Wasserstände und regen die Fortpflanzung an.
Männchen sind farbenprächtiger als Weibchen und zeigen oft intensivere rote Zeichnungen auf Körper und Flossen. Männliche Tiere können verlängerte Flossenstrahlen tragen, die besonders während der Balz hervortreten. Weibchen erscheinen blasser und wirken insgesamt fülliger, vor allem bei Laichbereitschaft.
Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 22-26 °C, pH 5,0-7,5 und GH 5-15 dGH. Die Art bevorzugt weiches bis mittelhartes Wasser, idealerweise unter 10 dGH für eine biotopnahe Haltung.
Ja, am besten mit anderen zentralafrikanischen Arten wie Phenacogrammus interruptus, Synodontis-Welsen und Kongobecken-Cichliden. Zwerggarnelen können gefressen werden.
Die Zucht ist selten dokumentiert und schwierig. Als Freilaicher streut die Art die Eier ins Substrat. Weiches, saures Wasser und Lebendfutter-Konditionierung sind Voraussetzung. Zuchtberichte beziehen sich oft auf verwandte Arten.
Die Art erreicht bis zu 10 cm Gesamtlänge. Im Handel werden Tiere mit 3,5-5 cm Länge angeboten. Ein Becken ab 120 cm Kantenlänge und 300 Liter ist für eine Gruppe von 8-10 Tieren empfohlen.
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