Chilatherina bleheri, bekannt als Blehers Regenbogenfisch, gehört zur Familie der Regenbogenfische (Melanotaeniidae). Der Fisch zeigt einen schlanken, seitlich leicht abgeflachten Körper, der eine Gesamtlänge von bis zu 12 cm erreichen kann. Männchen werden im Durchschnitt bis zu 12 cm groß, während Weibchen meist kleiner bleiben und etwa 8–10 cm erreichen. Seine leuchtenden Seiten besitzen eine Mischung aus Blau, Grün, Gelb und Rot (besonders im hinteren Körperbereich), die im Licht funkeln. Er bewohnt tropische Gewässer in West-Papua (Indonesien), wo er endemisch im Lake Holmes (auf Indonesisch Danau Bira) und dessen Zuflüssen im unteren Mamberamo-Flusssystem lebt. Dort herrscht ein pH-Wert von ca. 6,8 bis 8,0 und die Wassertemperaturen liegen meist zwischen 23 und 28 Grad. Die Art bewegt sich gerne in kleinen Schwärmen, was ihr Schutz vor Fressfeinden bietet. Während der Laichzeit zeigt sie ein territorial ausgeprägtes Verhalten und wechselt die Farbintensität deutlich, um Partner anzulocken – Männchen entwickeln dann einen leuchtend gelb-orangen Streifen auf der Stirn. Im Aquarium sind ähnliche Wasserbedingungen sowie viele Pflanzen wichtig, um den natürlichen Rückzugsraum zu simulieren
Chilatherina bleheri fasziniert durch schillernde Farbtöne, schlanke Silhouette und lebhafte Schwarmdynamik. Elegante Flossen und grazile, wendige Bewegungen machen sie zum Highlight im Aquarium. Männchen zeigen während der Balz einen leuchtenden gelb-orangen Stirnstreifen. Die Art ist sehr bewegungsfreudig und kann ihren Körper um 180° verbiegen. Ihr sensibles Wesen erfordert behutsame, artgerechte Pflege.
Chilatherina bleheri ist ein ausgeprägter Schwarmfisch, der in der Natur in Gruppen lebt und auch im Aquarium in einer Gruppe von mindestens 6–10 Tieren gehalten werden sollte, um sein natürliches Sozialverhalten und Wohlbefinden zu gewährleisten. Blehers Regenbogenfisch zeigt sich in der Gruppe lebhaft, aber friedlich und kann gut mit anderen ruhigen, ähnlich großen Schwarmfischen wie anderen Regenbogenfischen (Melanotaenia-Arten), größeren Salmlern oder friedlichen Barben vergesellschaftet werden. Auch friedliche Bodenfische wie Panzerwelse (Corydoras) oder kleinere L-Welse eignen sich als Beckenpartner. Zu vermeiden sind sehr kleine Beutefische wie Zwergbärblinge oder junge Guppys, da sie als Nahrung angesehen werden könnten, sowie aggressive oder hyperaktive Arten wie größere Buntbarsche oder Sumatrabarben, die Stress verursachen. Mit großen Garnelen ist eine Vergesellschaftung möglich, kleine Garnelenarten könnten jedoch als Nahrung dienen.
Männchen von Chilatherina bleheri präsentieren ein intensiver leuchtendes Farbspektrum mit deutlichen Rot- und Orangetönen im hinteren Körperbereich und längere, schlankere Flossen – insbesondere an Rücken- und Afterflosse. Sie entwickeln zudem einen tieferen, hochrückigeren Körperbau als Weibchen. Während der Laichzeit zeigen Männchen einen auffälligen gelb-orangen Streifen auf der Stirn. Weibchen erscheinen in gedeckteren Farben (silbrig, grau bis blassgrün) und weisen im Vergleich kürzere, weniger ausgeprägte Flossen auf.
Chilatherina bleheri – Blehers Regenbogenfisch benötigt ein geräumiges, gut bepflanztes Aquarium mit Versteckmöglichkeiten und ausreichend Schwimmraum, wobei ein Volumen von mindestens 200 Litern empfohlen wird, um stabile Wasserparameter zu gewährleisten. Aufgrund seiner Größe (bis 12 cm) und seines aktiven Schwimmverhaltens werden größere Becken ab 300–400 Litern bevorzugt. Die Wassertemperatur sollte konstant zwischen 23 und 28 Grad Celsius liegen, da dieser tropische Fisch ein warmes Milieu mit leicht saurem bis leicht alkalischem pH-Wert (6,8–8,0) bevorzugt. Regelmäßige Wasserwechsel von etwa 20–30% pro Monat zur Entfernung von Schadstoffen sind unabdingbar. Die Einrichtung sollte sowohl offene Schwimmzonen als auch Bereiche mit dichten Pflanzen bieten, um Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen, was zudem das Stressniveau senkt. Eine abwechslungsreiche Fütterung mit hochwertigem Flockenfutter, ergänzt durch Frostkost und gelegentlich lebende Futtermittel, deckt seinen Ernährungsbedarf optimal ab. Regelmäßige Reinigung, wie das Absaugen des Bodengrunds und die Pflege der Filtersysteme, sowie das Entfernen abgestorbener Pflanzenreste tragen dazu bei, ein gesundes, biologisch stabiles Aquarium zu erhalten und Krankheitsrisiken zu minimieren.
Chilatherina bleheri ist eine Art, die in gut bepflanzten, leicht sauer bis leicht alkalischen Aquarien mit einer Wassertemperatur von etwa 24–28 °C optimale Bedingungen vorfindet. Für eine erfolgreiche Zucht sollten sauberes, weiches bis mittelhartes Wasser und ausreichend Versteckmöglichkeiten durch dichte Bepflanzung, Moose oder Laichmops bereitgestellt werden, um das natürliche Habitat möglichst gut nachzubilden. Im Laufe der Paarungszeit zeigt sich ein ausgeprägtes Balzverhalten, wobei die Männchen durch intensives Farbspiel, vergrößerte Flossen und den charakteristischen gelb-orangen Stirnstreifen die Weibchen anlocken. Die Eier werden in der Regel auf Pflanzen oder künstlichen Substraten (z. B. Javamoos, Laichmops) abgelegt und haften an diesen. Es gibt keine ausgedehnte Brutpflege; die Elterntiere können die Eier und Jungfische fressen. Daher ist es ratsam, nach dem Schlüpfen (etwa 7–10 Tage nach der Eiablage) die Jungtiere in einem separaten Aufzuchtbecken ohne Fressfeinde und bei geringerer Besatzdichte zu halten. Die Jungfische sollten zunächst mit Infusorien oder flüssigem Aufzuchtfutter, später mit frisch geschlüpften Artemia-Nauplien gefüttert werden. Blehers Regenbogenfisch zeichnet sich dabei durch seine leuchtenden Farben und die auffälligen Balzrituale aus, die ihn zu einem besonders attraktiven Zierfisch im heimischen Aquarium machen. Die Zucht gilt als relativ einfach.
Diese Art ist ein typischer Omnivor, der sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung benötigt, da eine reine Pflanzenkost zu Mangelerscheinungen und eine ausschließliche Fleischkost zu Verdauungsproblemen führen kann. In der Natur werden unter anderem kleine Krebstiere, Insektenlarven, aquatische und terrestrische Insekten sowie Algen und Pollen gefressen. Im Aquarium sollte hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter die Basis der täglichen Ration ausmachen, ergänzt durch abwechslungsreiche Gaben von Lebend- oder Frostfutter wie Artemia, Daphnien, Mückenlarven und gelegentlich blanchiertem Gemüse wie Zucchini, Spinat oder Erbsen sowie Spirulina. Diese Ergänzungen sollten idealerweise 2- bis 3-mal pro Woche angeboten werden. Die Fütterung erfolgt optimal 1- bis 2-mal täglich in Mengen, die innerhalb von 2–3 Minuten vollständig aufgenommen werden. Futterreste sind stets zeitnah zu entfernen, da diese Art zu Überfressen und Verfettung neigt und daher kontrollierte Portionen unerlässlich sind.
Chilatherina bleheri – Blehers Regenbogenfisch lebt endemisch im Lake Holmes (Danau Bira) und dessen Zuflüssen im unteren Mamberamo-Flusssystem in West-Papua, Indonesien. Diese Seen liegen in einer Höhe von etwa 430 Metern über dem Meeresspiegel am Fuße des Van-Rees-Gebirges, umgeben von dichtem Regenwald. Die drei miteinander verbundenen Seen sind relativ flach (durchschnittlich 5–10 Meter Tiefe) und zeichnen sich durch klares, leicht sauer bis neutrales Wasser aus. Die Art bewohnt vorwiegend die dicht bewachsenen, vegetationsreichen Uferzonen der Seen sowie kleine, felsige Zuflüsse mit langsamer bis mäßiger Strömung. Diese Gewässer weisen warme Temperaturen zwischen 23 und 28 °C, eine hohe Sauerstoffversorgung und stabile Wasserparameter auf. Der natürliche Lebensraum umfasst sandige bis kiesige Untergründe sowie reich bewachsene Uferzonen mit Wasserpflanzen, versunkenen Baumstämmen und Wurzeln, die Schatten spenden und zugleich als Nahrungsquelle und Unterschlupf dienen. Die vielfältige Struktur dieser Gewässer begünstigt ein ökologisches Gleichgewicht, das den speziellen Ansprüchen und der Fortpflanzung dieser farbenprächtigen Art gerecht wird.
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Moin,
das Foto (Quelle EFS) zeigt keinen Chilatherina bleheri, der sieht so aus: http://www.irg-nord.de/regenbogenfische/39-chilatherina-bleheri.
Viel wichtiger für den Käufer ist jedoch zu wissen, dass die Fische größer als 10 cm werden und eine Gruppe dieser sehr agilen Fische keinesfalls mit 80 cm Standard-Beckenlänge artgerecht zu halten ist. Auch dieser Fisch geht nicht in Höhlen, wie unter Besonderheiten vermerkt…(dieser Standardtext scheint bei vielen Arten reinkopiert worden zu sein, egal ob es passt…)
Dank Dirk, ist eingebaut. Hast du ggf. ein richtiges Bild für uns?