Chilatherina bleheri
Beschreibung
Blehers Regenbogenfisch (Chilatherina bleheri) ist ein schlank gebauter Regenbogenfisch von bis zu 12 cm mit lebhaften Farben. Männchen zeigen silbrige bis gelblich-goldene Töne in der vorderen Körperhälfte und leuchtende Rot- bis Orangetöne in der hinteren Hälfte. In Balzstimmung tritt ein intensiver gelb-oranger Stirnstreifen auf.
Im Aquarium bilden Blehers Regenbogenfische lebhafte Schwärme in den oberen Beckenbereichen. Männchen zeigen kurze Balzflüge mit seitlichem Aufblitzen der Farben. Die Art ist ein Freilaicher und Dauerlaicher mit unkomplizierter Zucht. IUCN-Status: Gefährdet (Endangered).
Besonderheiten
- Starker Sexualdimorphismus mit farbprächtigen Männchen
- Dauerlaicher, frisst Eier und Jungfische – Laichschutz nötig
- Oberflächen- und Freischwimmer mit ausgeprägtem Schwarmverhalten
- Juvenile Wirbellose (kleine Garnelen) können als Beute betrachtet werden
- IUCN-Status: Gefährdet (Endangered, EN) – endemisch und bedroht; im Handel vorwiegend Nachzuchten
Vergesellschaftungshinweise
Chilatherina bleheri ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 6–8 Individuen gehalten werden, idealerweise mit Weibchenüberschuss (1 Männchen auf 2–3 Weibchen). Das Temperament ist friedlich, aber so aktiv, dass scheue Beifische gestresst werden können.
Adulte Garnelen werden meist toleriert; sehr kleine Zwerggarnelen und deren Nachwuchs können erbeutet werden. Schnecken sind unproblematisch.
Geeignete Beifische: andere Regenbogenfische, Pseudomugil-Arten und friedliche Schwarmfische aus Australien/Ozeanien. Afrikanische Cichliden vermeiden.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen werden größer und farbenprächtiger mit leuchtend roter bis oranger hinterer Körperhälfte, längeren Flossen und höherem Rücken. Weibchen bleiben schlanker, kleiner und silbrig bis bläulich-grünlich gefärbt.
Haltungstipps / Pflege
Temperatur 23–27 °C, pH 7,0–7,8, GH 5–15 dGH. Empfohlen: 120 cm Kantenlänge, 240 Liter. Offene, freie Schwimmzonen mit dichter Ufer- und Randvegetation kombinieren. Feinfiedrige Pflanzen, Moospolster und Wurzelholz. Feiner Sand oder feiner Kies als Substrat.
Mäßige Strömung empfehlenswert. Gute Sauerstoffversorgung. Sicher schließende Abdeckung (sprunggefährdet). Mehrere kleine Fütterungen pro Tag.
Chilatherina bleheri eignet sich für Aquarianer mit mittlerer Erfahrung, die ein langes, gut strukturiertes Becken mit viel Schwimmraum anbieten können. Als endemische, gefährdete Art kommt dem Erhalt von Nachzuchten besondere Bedeutung zu.
Zucht und Fortpflanzung
Die Zucht gilt als einfach und ist regelmäßig erfolgreich. Freilaicher und Dauerlaicher – Eier werden über Laichmopp, Javamoos oder feinfiedrige Pflanzen verstreut. Keine elterliche Brutpflege; Alttiere fressen Laich und Jungfische.
Zuchtwasserwerte: 25–27 °C, pH 6,8–7,5, GH max. 15 dGH. Inkubation 7–9 Tage. Erstfutter: Infusorien und Rädertierchen, dann Artemia-Nauplien. Keine speziellen saisonalen Auslöser nötig; gute Fütterung und Laichsubstrate fördern kontinuierliche Laichaktivität.
Ernährung/Futterbedarf
Chilatherina bleheri ist ein Allesfresser mit Neigung zu proteinreicher Kost. Basis: hochwertiges Flocken- und Granulatfutter, ergänzt durch Artemia, Mückenlarven, Daphnien und Cyclops. Pflanzliche Kost (Spirulina-Flocken, blanchiertes Gemüse) unterstützt die Farbenpracht.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Chilatherina bleheri stammt aus West-Papua (Indonesien), endemisch für den Danau Bira (Lake Holmes) und Zuflüsse im Mamberamo-Becken. Flache, klare Seen und Fließgewässer mit dichter Ufervegetation, stellenweise versunkene Baumstümpfe und felsige Abschnitte.
Moin,
das Foto (Quelle EFS) zeigt keinen Chilatherina bleheri, der sieht so aus: http://www.irg-nord.de/regenbogenfische/39-chilatherina-bleheri.
Viel wichtiger für den Käufer ist jedoch zu wissen, dass die Fische größer als 10 cm werden und eine Gruppe dieser sehr agilen Fische keinesfalls mit 80 cm Standard-Beckenlänge artgerecht zu halten ist. Auch dieser Fisch geht nicht in Höhlen, wie unter Besonderheiten vermerkt…(dieser Standardtext scheint bei vielen Arten reinkopiert worden zu sein, egal ob es passt…)
Dank Dirk, ist eingebaut. Hast du ggf. ein richtiges Bild für uns?