
Harnischwelse
Großer Ozelot-Harnischwels
Hypancistrus sp. L400
- Endgröße: bis 12 cm
- Aquarium: ab 200 l
- Temperatur: 26-30 °C
- pH-Wert: pH 5,5-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Hypancistrus furunculus (L199) ist ein robuster, kompakter Harnischwels aus der Familie Loricariidae mit einer Endgröße von etwa 12 cm. Der Körperbau zeigt die gattungstypische abgeflachte Form mit Knochenplatten und saugnapfartiger Maulpartie. Adulte Männchen weisen ausgeprägte Odontoden an Brustflossen und Kopf auf. Im Aquarium zeigt Hypancistrus furunculus zurückhaltendes, bodenorientiertes Verhalten.

12 cmEndgröße
5-8 JahreLebenserwartung
24-29 °CTemperatur
6-7,2pH-Wert
2-15 °dGHGesamthärte
ab 180 lAquariengröße
Tagsüber ziehen sich die Tiere in Höhlen zurück, Aktivitätsphasen liegen in den Abend- und Nachtstunden. Die Art reagiert empfindlich auf Störungen wie schnelle Lichtwechsel oder grobe Reinigungsarbeiten. Wie alle Hypancistrus ist Hypancistrus furunculus kein Algenfresser, sondern ernährt sich überwiegend fleischlich und benötigt proteinreiche Kost. Ein hoher Sauerstoffbedarf macht starke Strömung und leistungsfähige Filterung essenziell.
Wasserwerte: Temperatur 24-29 °C, pH 6,0-7,2, GH bis 15 dGH. Beckengröße: Mindestens 100 cm Kantenlänge (ab 180 Liter) für ein Paar. Einrichtung: Zahlreiche Höhlen (Keramik, Lavagestein, Naturstein), Wurzelholz und flache Steine. Feiner Sand oder feiner Kies als Bodengrund. Strukturierte Einrichtung mit mehreren Revierbereichen. Strömung: Stark, mit leistungsfähiger Filterung und guter Umwälzung. Starke Strömung und hoher Sauerstoffgehalt sind nicht optional, sondern essenziell. Beleuchtung: Gedämpft bis moderat. Hypancistrus furunculus ist eine Art mittlerer Schwierigkeit für Aquarianer mit Erfahrung in der Haltung von Höhlenwelsen.
Hypancistrus furunculus wird paarweise oder in kleinen Gruppen gehalten. Einzelhaltung ist möglich, ein Paar wird aus Wohlfahrtsgründen empfohlen. Männchen zeigen während der Fortpflanzungszeit gesteigertes Territorialverhalten um ihre Höhle. Außerhalb der Brutphasen ist das Temperament friedlich und zurückhaltend. Aufgrund von Hybridisierungsrisiko sollten nicht mehrere Hypancistrus-Arten im selben Becken gehalten werden. Schnecken werden toleriert, Junggarnelen sind gefährdet, adulte Garnelen meist sicher. Geeignete Beifische sind friedliche südamerikanische Salmler und Panzerwelse.
Hypancistrus furunculus ist überwiegend fleischfressend und kein Algenfresser. Geeignet sind gefrorene Mückenlarven, Artemia, Mysis, Cyclops und hochwertige sinkende Pellets mit hohem Proteinanteil. Pflanzliche Beifütterung (Gurkenscheiben) wird gelegentlich toleriert. Da die Tiere beim Fressen zurückhaltend sind, muss darauf geachtet werden, dass das Futter den Boden erreicht und nicht von anderen Fischen weggefressen wird.
Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter. Zuchtschwierigkeit: mittel. Im Aquarium erfolgreich nachgezüchtet. Das Männchen bewacht das Gelege und fächelt die Eier mit den Brustflossen. Gelegegröße: 20-30 große Eier (ca. 4 mm Durchmesser). Schlupf nach etwa einer Woche, Jungfische verlassen die Höhle bei ca. 1,5 cm Größe. Zuchtauslösung durch gezielte Temperaturschwankungen und häufigere Wasserwechsel.
Hypancistrus furunculus ist endemisch im oberen Orinoco-Flussbecken in Venezuela, mit Vorkommen in den Oberläufen des Orinoco und Ventuari sowie im Rio Atabapo. Die Art bewohnt Fließgewässer mit relativ starker Strömung, klarem Wasser und felsigen Substraten mit zahlreichen Höhlen und Spalten.
Männchen besitzen einen breiteren, längeren Kopf sowie deutlich stärker ausgeprägte Odontoden an den vorderen Brustflossenstrahlen und in der Interopercularregion. Weibchen wirken gedrungener mit runderen Körperlinien.
Hypancistrus furunculus benötigt 24-29 °C, pH 6,0-7,2 und GH bis 15 dGH. Starke Strömung und hoher Sauerstoffgehalt sind essenziell.
Nein. Die Art ist überwiegend fleischfressend und kein Algenfresser. Proteinreiche Kost mit Frostfutter und sinkenden Fleischpellets ist erforderlich.
Ja, die Zucht ist dokumentiert. Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege. Gelege umfassen 20-30 große Eier.
Mindestens 100 cm Kantenlänge und 180 Liter für ein Paar. Zahlreiche Höhlen und starke Strömung sind erforderlich.
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