Chilatherina sentaniensis

Deutscher Name: Sentani-Regenbogenfisch

Bild: Aquarium Glaser
Herkunft:
Indonesien
Farben:
blau, orange, rot, silber
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Chilatherina sentaniensis
Gattung: Chilatherina
Familie: Melanotaeniidae

Beschreibung

Der Sentani-Regenbogenfisch (Chilatherina sentaniensis) ist ein schlanker Regenbogenfisch von bis zu 12 cm TL mit schillernder Färbung. Der Rücken zeigt silbrig-blaue bis grünliche Töne, die seitlich in orange- bis rötliche Flanken übergehen. Adulte Männchen in Balzstimmung können eine intensive Rotfärbung sowie 6–8 rötlich-braune Querbinden auf der unteren Körperhälfte zeigen. Hinweis: C. sentaniensis wird häufig mit C. fasciata verwechselt. Unterscheidungsmerkmal: C. sentaniensis hat 10 Dorsalstrahlen, C. fasciata 12–14. Im Aquarium zeigt die Art aktives Schwimmverhalten in der mittleren bis oberen Wasserschicht. IUCN-Status: Critically Endangered – artreine Haltung dringend empfohlen.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Endemisch im Sentani-See (Westpapua, Indonesien); IUCN: Critically Endangered
  • Sehr aktiver Schwarmfisch mit ausgeprägtem Balzverhalten
  • Männchen zeigen 6–8 rötlich-braune Querbinden auf der Körperunterseite
  • Haftende Eier an feinfiedriger Vegetation (z. B. Java-Moos)
  • Artreine Haltung dringend empfohlen wegen Hybridisierungsgefahr

Vergesellschaftungshinweise

Chilatherina sentaniensis ist ein typischer Schwarmfisch, der in Gruppen von mindestens 6–8 Tieren gehalten werden sollte. Das Temperament gilt als friedlich; Männchen können zur Brutzeit verstärkt territorial werden. Schnecken sind weitgehend sicher, adulte Zwerggarnelen werden meist toleriert, sehr kleine Junggarnelen können als Beute angesehen werden. Geeignete Beifische: andere Regenbogenfische, Pseudomugil-Arten und friedliche Schwarmfische aus Australien/Ozeanien. Artreine Haltung empfohlen, da Hybridisierung ein bekanntes Problem ist.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen werden größer und kräftiger gebaut, sind hochrückiger und zeigen intensivere Färbung mit 6–8 rötlich-braunen Querbinden. Weibchen bleiben schlichter gefärbt und schlanker. Männchen bis 12 cm TL, Weibchen ca. 8–10 cm TL.
Größe: M: ca. 12 cm, W: ca. 8–10 cm

Haltungstipps / Pflege

Temperatur 24–28 °C, pH 6,5–7,5, GH 5–12 dGH. Mindestbecken: 120 cm Kantenlänge, 250–300 Liter. Offener Schwimmraum mit Pflanzzonen kombinieren. Feiner Sand oder feines Kies, Wurzelholz und größere Steine. Dichte Bepflanzung mit feinfiedrigen Pflanzen. Moderate Strömung. Abdeckung empfohlen (Sprungrisiko vorhanden). Regelmäßige Wasserwechsel für konstante Wasserqualität. Als vom Aussterben bedrohte Art kommt der artreinen Haltung und Nachzucht besondere Bedeutung zu. Platzangebot ist ein wesentlicher Faktor für das Wohlbefinden.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
6,5-7,5
Temperatur:
24-28 °C
Beckengröße:
ab 120 cm, 300 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Pflanzenlaicher: haftende Eier an feinfiedriger Vegetation oder Laichmoos. Keine elterliche Fürsorge. Artreine Haltung essenziell wegen Hybridisierungsgefahr. Zuchtwasserwerte: 25–26 °C, pH 7,0–7,5, GH max. 12 dGH. Kontinuierliches Laichen (täglich wenige Eier über mehrere Wochen). Schlupf nach 7–10 Tagen. Erstfutter: feinstes Staubfutter und Infusorien; ab dem 5.–7. Tag Artemia-Nauplien.

Ernährung/Futterbedarf

Chilatherina sentaniensis ist ein Allesfresser mit Neigung zu proteinreichem Futter. Hochwertiges Trockenfutter (60–70 % der Ration) ergänzt durch Artemia, Mysis, Mückenlarven, Daphnien und Mikrowürmer. Spirulina-haltige Flocken ergänzen die Ernährung. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 5-8 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Endemisch im Sentani-See und seinen Zuflüssen in Westpapua, Indonesien. Uferzonen des Sees und klare, fließende Zuflüsse mit feinen Sand- und Gesteinssubstraten, offenen Schwimmflächen und submerser Vegetation. In der Natur vom Aussterben bedroht (IUCN: Critically Endangered).

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