Trigonostigma espei

Deutscher Name: Espens Keilfleckbärbling

Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
Herkunft:
Thailand
Farben:
braun, orange, schwarz
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Trigonostigma espei
Gattung: Trigonostigma
Familie: Bärblinge

Beschreibung

Trigonostigma espei, Espens Keilfleckbärbling oder Lachs-Keilfleckbärbling, ist ein schlanker, farbenprächtiger Schwarmfisch aus der Familie Cyprinidae/Danionidae. Die Art wurde lange als Variante oder Unterart von Trigonostigma heteromorpha betrachtet, 1981 jedoch als eigene Art beschrieben und gilt heute als klar abgegrenzt. Die Namensgebung ehrt den deutschen Aquarianer und Ichthyologen Heinrich-Erhard Espe. Die Art erreicht eine Gesamtlänge von etwa 3 bis 3,5 cm. Das auffälligste Merkmal ist eine warme kupfer-orange bis lachsrote Grundfärbung des Körpers, die die Art deutlich von T. heteromorpha (rötlich-rosa) und T. hengeli (silbrig-rosa) unterscheidet. Auf den Flanken zeigt sie ein charakteristisches, schwarzes keilförmiges Zeichen, das bei T. espei länger und schmaler ausgeprägt ist als bei T. heteromorpha – es zieht sich als feiner schwarzer Strich vom Körpermittelbereich bis zur Schwanzwurzel. Trigonostigma espei bewohnt in der Natur die Schwarzwasserbäche und -sümpfe Thailands, Kambodschas und der Malaiischen Halbinsel – die Art ist an weiches, saures Wasser angepasst.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Keilförmiges Dreiecksmuster – schmaler als bei T. heteromorpha
  • Schwarmfisch – mindestens 8–10 Tiere, ideal 15+
  • Substrat-Eiableger – Eier an Blattunterseiten
  • Verwechslungsgefahr mit T. hengeli (noch schmaleres Muster) und T. heteromorpha (breiteres Muster)
  • Zucht anspruchsvoller als bei T. heteromorpha
  • Deutliches Sprungrisiko durch Schreckreflex: tight schließende Abdeckung erforderlich

Vergesellschaftungshinweise

Trigonostigma espei ist ein friedlicher Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8 bis 10 Tieren gehalten werden – größere Schwärme von 15 bis 20 Tieren sind deutlich besser. In ausreichender Gruppengröße bilden die Tiere einen engen, koordinierten Schwarm mit intensiver Färbung. Das Temperament ist völlig unaggressiv und zurückhaltend. Die Art ist ideal für dicht bepflanzte Gesellschaftsaquarien mit anderen ruhigen südostasiatischen Arten: andere Trigonostigma-Arten (können gemeinsam gehalten werden, bilden gemischte Schwärme), Boraras-Arten, Pangio-Kuhlis, Corydoras-Zwergpanzerwelse. Größere oder hektische Arten sollten vermieden werden, da sie den scheuen Keilfleckbärbling stressen. Zwerggarnelen und Schnecken sind verträglich.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen von Trigonostigma espei sind schlanker gebaut und zeigen eine intensivere lachsrote bis kupfer-orange Färbung. Der schwarze Keil auf den Flanken ist bei Männchen kontrastreicher. Weibchen sind fülliger gebaut, besonders im Bauchbereich, und etwas matter gefärbt.
Größe: ca. 3 cm (SL), ~3,5 cm TL

Haltungstipps / Pflege

Trigonostigma espei benötigt eine Wassertemperatur von 22 bis 28 °C, einen pH-Wert von 5,5 bis 7,0 und eine Gesamthärte zwischen 1 und 10 °dGH (optimal 2 bis 5 °dGH). Die Art bevorzugt deutlich weiches, leicht saures Schwarzwasser – hartes oder alkalisches Wasser führt zu Farbverlust und verkürzter Lebenserwartung. Beckengröße: Ein Aquarium ab 60 cm Kantenlänge und 54 Liter reicht für eine Gruppe von 8 bis 10 Tieren, größere Becken (80 cm, 100+ Liter) sind für größere Schwärme deutlich besser geeignet. Einrichtung: dichte Bepflanzung mit breitblättrigen Pflanzen (Cryptocoryne, Echinodorus, Anubias) für potenzielle Laichplätze, Schwimmpflanzen zur Beschattung, Wurzelholz, Laubstreu (Seemandelbaumblätter) für Huminstoffeintrag. Dunkler Bodengrund und gedämpfte Beleuchtung bringen die Farben zur Geltung. Wichtig bei Medikamenten: Trigonostigma espei ist wie alle Cyprinidae hochempfindlich gegenüber kupferbasierten Medikamenten. Standard-Kupferbehandlungen wirken tödlich. Bei Parasiten stattdessen Malachitgrün-Formalin in reduzierter Dosis oder starke Huminsäure-Aufbereitung verwenden.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
5,5-7,5
Temperatur:
23-28 °C
Beckengröße:
ab 60 cm, 54 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Trigonostigma espei ist ein Substratlaicher mit einer ungewöhnlichen Besonderheit: Die Eier werden an die Unterseite breiter Blätter (typischerweise Cryptocoryne- oder Echinodorus-Blätter) geklebt, nicht frei verstreut. Das Männchen führt das Weibchen zu einem geeigneten Blatt und befruchtet die Eier im selben Moment, in dem sie angeheftet werden. Die Art zeigt trotz dieser Substratlaichung keine elterliche Brutpflege. Zuchtbedingungen: Temperatur 26 bis 28 °C, pH 5,5 bis 6,5, sehr weiches Wasser (GH maximal 5 °dGH). Ein separates Zuchtbecken mit geeigneten Blattpflanzen (Cryptocoryne, Echinodorus) oder Laichrost ist erforderlich. Nach dem Ablaichen müssen die Elterntiere entfernt werden, da sie die Eier fressen. Die Eier schlüpfen bei 28 °C innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Erstfutter: Infusorien, später feine Artemia-Nauplien.

Ernährung/Futterbedarf

Trigonostigma espei ist ein Mikropredator mit omnivorer Tendenz. In der Natur nimmt die Art kleine Wirbellose, Insektenlarven und Zooplankton auf. Im Aquarium akzeptiert sie hochwertiges Flocken- und Granulatfutter als Basis, ergänzt durch Lebend- und Frostfutter (feine Artemia-Nauplien, Cyclops, kleine Daphnien, Mikrowürmchen). Wegen der kleinen Maulöffnung muss alles Futter entsprechend fein sein. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2 bis 3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 4-6 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Trigonostigma espei stammt aus Südostasien: Das Verbreitungsgebiet umfasst östliches Thailand, Kambodscha und Teile der Malaiischen Halbinsel. Die Art bewohnt langsam fließende oder stehende Schwarzwassergewässer in Torfmoorwäldern, Sümpfen und flachen Waldrändern mit dichter Vegetation. Typische Wasserwerte der natürlichen Habitate: Temperatur 23 bis 28 °C, pH 5,0 bis 6,5, sehr weiche Wasserhärte (GH 1 bis 5 °dGH). Das Wasser ist durch Huminstoffe teefarben gefärbt, der Boden besteht aus abgesunkenem Laub und Torfmaterial.

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