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Zierfische, Familie Danionidae

Espens Keilfleckbärbling/Kupfer-Keilfleckbärbling Trigonostigma espei

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Trigonostigma espei, Espens Keilfleckbärbling oder Lachs-Keilfleckbärbling, ist ein schlanker, farbenprächtiger Schwarmfisch aus der Familie Danionidae (früher zu den Cyprinidae gestellt). Die Art wurde lange als Variante oder Unterart von Trigonostigma heteromorpha betrachtet, 1981 jedoch als eigene Art beschrieben und gilt heute als klar abgegrenzt.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
  • bis 3,5 cmEndgröße

  • 4-6 JahreLebenserwartung

  • 23-28 °CTemperatur

  • 5,5-7,5pH-Wert

  • 1-10 °dGHGesamthärte

  • ab 54 lAquariengröße

Beschreibung

Die Namensgebung ehrt den deutschen Aquarianer und Ichthyologen Heinrich-Erhard Espe. Die Art erreicht eine Gesamtlänge von etwa 3 bis 3,5 cm. Das auffälligste Merkmal ist eine warme kupfer-orange bis lachsrote Grundfärbung des Körpers, die die Art deutlich von Trigonostigma heteromorpha (rötlich-rosa) und Trigonostigma hengeli (silbrig-rosa) unterscheidet. Auf den Flanken zeigt sie ein charakteristisches, schwarzes keilförmiges Zeichen, das bei Trigonostigma espei länger und schmaler ausgeprägt ist als bei Trigonostigma heteromorpha – es zieht sich als feiner schwarzer Strich vom Körpermittelbereich bis zur Schwanzwurzel. Trigonostigma espei bewohnt in der Natur die Schwarzwasserbäche und -sümpfe Thailands, Kambodschas und der Malaiischen Halbinsel – die Art ist an weiches, saures Wasser angepasst.

Haltung und Pflege

Trigonostigma espei benötigt eine Wassertemperatur von 23 bis 28 °C, einen pH-Wert von 5,5 bis 7,0 und eine Gesamthärte zwischen 1 und 10 °dGH (optimal 2 bis 5 °dGH). Die Art bevorzugt deutlich weiches, leicht saures Schwarzwasser – hartes oder alkalisches Wasser führt zu Farbverlust und verkürzter Lebenserwartung. Beckengröße: Ein Aquarium ab 60 cm Kantenlänge und 54 Liter reicht für eine Gruppe von 8 bis 10 Tieren, größere Becken (80 cm, 100+ Liter) sind für größere Schwärme deutlich besser geeignet. Einrichtung: dichte Bepflanzung mit breitblättrigen Pflanzen (Cryptocoryne, Echinodorus, Anubias) für potenzielle Laichplätze, Schwimmpflanzen zur Beschattung, Wurzelholz, Laubstreu (Seemandelbaumblätter) für Huminstoffeintrag. Dunkler Bodengrund und gedämpfte Beleuchtung bringen die Farben zur Geltung. Wichtig bei Medikamenten: Trigonostigma espei reagiert empfindlich auf kupferbasierte Medikamente; Näheres im Hinweis zur Kupferempfindlichkeit.

Kupfer: Trigonostigma espei reagiert empfindlich auf kupferbasierte Medikamente. In weichem, saurem Wasser sind Kupferionen besser bioverfügbar, die Spanne zwischen wirksamer und schädigender Dosis ist entsprechend klein; Kiemenschäden sind die typische Folge. Kupferpräparate deshalb nicht auf Verdacht einsetzen. Bei Verdacht auf Ich oder Samtkrankheit zuerst die Diagnose sichern; als Alternativen kommen je nach Befund Malachitgrün-Formalin-Präparate, Huminstoffe oder eine vorsichtige Temperaturführung in Betracht, dosiert nach Anleitung des jeweiligen Präparats.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Trigonostigma espei ist ein friedlicher Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8 bis 10 Tieren gehalten werden – größere Schwärme von 15 bis 20 Tieren sind deutlich besser. In ausreichender Gruppengröße bilden die Tiere einen engen, koordinierten Schwarm mit intensiver Färbung. Das Temperament ist völlig unaggressiv und zurückhaltend. Die Art ist ideal für dicht bepflanzte Gesellschaftsaquarien mit anderen ruhigen südostasiatischen Arten: andere Trigonostigma-Arten (können gemeinsam gehalten werden, bilden gemischte Schwärme), Boraras-Arten, Pangio-Kuhlis, Zwergpanzerwelse. Größere oder hektische Arten sollten vermieden werden, da sie den scheuen Keilfleckbärbling stressen. Zwerggarnelen und Schnecken sind verträglich.

Ernährung

Trigonostigma espei ist ein Mikropredator mit omnivorer Tendenz. In der Natur nimmt die Art kleine Wirbellose, Insektenlarven und Zooplankton auf. Im Aquarium akzeptiert sie hochwertiges Flocken- und Granulatfutter als Basis, ergänzt durch Lebend- und Frostfutter (feine Artemia-Nauplien, Cyclops, kleine Daphnien, Mikrowürmchen). Wegen der kleinen Maulöffnung muss alles Futter entsprechend fein sein. Was innerhalb von 2 bis 3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.

Zucht

Trigonostigma espei ist ein Substratlaicher mit einer ungewöhnlichen Besonderheit: Die Eier werden an die Unterseite breiter Blätter (typischerweise Cryptocoryne- oder Echinodorus-Blätter) geklebt, nicht frei verstreut. Das Männchen führt das Weibchen zu einem geeigneten Blatt und befruchtet die Eier im selben Moment, in dem sie angeheftet werden. Die Art zeigt trotz dieser Substratlaichung keine elterliche Brutpflege. Zuchtbedingungen: Temperatur 26 bis 28 °C, pH 5,5 bis 6,5, sehr weiches Wasser (GH maximal 5 °dGH). Ein separates Zuchtbecken mit geeigneten Blattpflanzen (Cryptocoryne, Echinodorus) oder Laichrost ist erforderlich. Nach dem Ablaichen müssen die Elterntiere entfernt werden, da sie die Eier fressen. Die Eier schlüpfen bei 28 °C innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Erstfutter: Infusorien, später feine Artemia-Nauplien.

Natürlicher Lebensraum

Trigonostigma espei stammt aus Südostasien: Das Verbreitungsgebiet umfasst Thailand (Chanthaburi im Osten, Krabi im Süden), Kambodscha und Vietnam (Insel Phu Quoc). Die Art bewohnt langsam fließende oder stehende Schwarzwassergewässer in Torfmoorwäldern, Sümpfen und flachen Waldrändern mit dichter Vegetation. Typische Wasserwerte der natürlichen Habitate: Temperatur 23 bis 28 °C, pH 5,0 bis 6,5, sehr weiche Wasserhärte (GH 1 bis 5 °dGH). Das Wasser ist durch Huminstoffe teefarben gefärbt, der Boden besteht aus abgesunkenem Laub und Torfmaterial.

Geschlechtsunterschiede

Männchen von Trigonostigma espei sind schlanker gebaut und zeigen eine intensivere lachsrote bis kupfer-orange Färbung. Der schwarze Keil auf den Flanken ist bei Männchen kontrastreicher. Weibchen sind fülliger gebaut, besonders im Bauchbereich, und etwas matter gefärbt.

Gut zu wissen

  • Keilförmiges Dreiecksmuster – schmaler als bei Trigonostigma heteromorpha
  • Schwarmfisch – mindestens 8–10 Tiere, ideal 15+
  • Substrat-Eiableger – Eier an Blattunterseiten
  • Verwechslungsgefahr mit Trigonostigma hengeli (noch schmaleres Muster) und Trigonostigma heteromorpha (breiteres Muster)
  • Zucht anspruchsvoller als bei Trigonostigma heteromorpha
  • Deutliches Sprungrisiko durch Schreckreflex: tight schließende Abdeckung erforderlich

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht Espens Keilfleckbärbling?

Temperatur 23 bis 28 °C, pH 5,5 bis 7,5 (optimal 6,0 bis 6,5), sehr weiche Gesamthärte 1 bis 10 °dGH (optimal 2 bis 5 °dGH). Die Art bevorzugt weiches Schwarzwasser.

Wie groß muss das Aquarium sein?

Ab 60 cm Kantenlänge und 54 Liter für eine Gruppe von 8 bis 10 Tieren. Größere Becken sind für größere Schwärme besser geeignet.

Kann man Espens Keilfleckbärbling vergesellschaften?

Ja, mit anderen friedlichen südostasiatischen Arten: andere Trigonostigma, Boraras, Kuhlis, Zwergpanzerwelse. Verträglich mit Zwerggarnelen. Aggressive oder hektische Arten vermeiden.

Kann man Espens Keilfleckbärbling züchten?

Ja, die Zucht ist möglich aber anspruchsvoll. Trigonostigma espei ist ein Substratlaicher, der Eier an die Unterseite breiter Blätter klebt. Zuchtwerte: 26 bis 28 °C, pH 5,5 bis 6,5, sehr weiches Wasser. Elterntiere nach dem Ablaichen entfernen.

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