Corydoras cf. imitator
Beschreibung
Corydoras cf. imitator ist ein kleiner, gedrungener Panzerwels mit cremefarbener bis beiger Grundfärbung und markanter schwarzer Zeichnung. Die Tiere zeigen eine deutliche schwarze Augenbinde und ein schwarzes Rückenband, dessen Breite je nach Variante unterschiedlich ausfällt. C. imitator gehört zu einer Gruppe von Corydoras-Arten mit schräger dunkler Kopfbinde, zu der auch C. adolfoi, C. burgessi, C. duplicareus und C. davidsandsi zählen. Das Artepitheton „imitator“ verweist auf diese farbliche Ähnlichkeit. Die Bezeichnung „cf.“ (confer = vergleiche) bedeutet, dass die gehandelten Tiere dem beschriebenen C. imitator stark ähneln, aber taxonomisch nicht sicher zugeordnet sind. Unter der Handelsbezeichnung „Corydoras cf. imitator“ werden häufig auch Tiere mit der C-Nummer C39 geführt, die sich durch einen breiteren Rückenstreifen und einen etwas robusteren Körperbau unterscheiden. Insgesamt wirkt das Wesen ruhig und zurückhaltend.
Besonderheiten
- Kupfer-empfindlich, Medikamente und Dünger mit Kupfer vermeiden
Vergesellschaftungshinweise
Schwarmfisch, sehr friedlich. Haltung: Gruppe ab 6 Tieren (empfohlen: 8-10 Tiere). Verträglichkeit mit Wirbellosen: sehr gut.
Corydoras cf. imitator lässt sich gut mit ruhigen, nicht-revierbildenden Arten vergesellschaften. Geeignete Partner sind kleine, friedliche Schwarzwasser-Salmler, Otocinclus, andere Corydoras-Arten sowie Zwergbuntbarsche wie Apistogramma. Auch Zwerggarnelen (Neocaridina, Caridina) sind gute Mitbewohner. Große, aggressive oder räuberische Arten sollten vermieden werden, da sie die stressempfindlichen Panzerwelse bedrängen.
Geschlechtsdimorphismus
Weibchen werden in der Regel fülliger und breiter, besonders an der Bauchpartie, während Männchen schlanker und stromlinienförmiger bleiben. Die Unterschiede sind bei geschlechtsreifen Tieren am deutlichsten und gut von oben erkennbar.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: Temperatur 20-26 °C, pH 4-7, GH 1-8 °dGH. GH-Werte uber 8 dGH sollten dauerhaft vermieden werden. Ein Aquarium mit mindestens 90 cm Kantenlange und 112 Litern fur eine kleine Schwarmgruppe.
Einrichtung: Feiner Sand als Substrat. Grosszugige Laubschicht aus getrockneten Blattern, Totholz und feinverzweigte Wurzeln fur beschattete Ruckzugsmoglichkeiten. Feinblattrige Pflanzen und Mooskugeln als zusatzliche Verstecke. Gedampftes Licht.
Filtrierung: Sanfte bis moderate Stromung (4-5-facher Volumenumsatz), gute mechanische und biologische Filtration. Freier Zugang zur Wasseroberflache fur die Darmatmung. Gut schliessender Deckel.
Zucht und Fortpflanzung
Fortpflanzungstyp: Substratlaicher
Zuchtschwierigkeit: Mittel
Zuchtwasser: pH 5,0-6,5, GH bis 5 dGH, 22-24 °C. Als Auslöser dient ein großzügiger Wasserwechsel (50-70 %) mit kühlerem, weichem Wasser, um einen Temperaturabfall von 2-3 °C zu simulieren. Gleichzeitig sollten Sauerstoffgehalt und Strömung erhöht werden. Oft sind mehrere Wasserwechsel an aufeinanderfolgenden Tagen nötig, bis die Tiere ablaichen. Ein Verhältnis von mindestens zwei Männchen pro Weibchen ist empfehlenswert. Die Eier werden an Glasscheiben, feinfiedrigen Pflanzen oder Laichmopps abgesetzt. Die Inkubationszeit beträgt 3-4 Tage. Die Jungfische können mit Mikrowürmchen und Artemia-Nauplien aufgezogen werden.
Ernährung/Futterbedarf
Corydoras imitator ist ein Allesfresser mit Vorlieben fur proteinreiche Nahrung. Sinkende Granulate und Futtertabletten als Grundfutter. Regelmasig hochwertiges Lebend- und Frostfutter: rote Muckenlarven, Artemia-Nauplien, Daphnien, Tubifex. Kleine Portionen, die schnell aufgenommen werden.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Corydoras cf. imitator stammt aus den teefarbenen Schwarzwässern des oberen Rio-Negro-Einzugsgebiets in Brasilien und Venezuela. Dort bewohnt die Art flache, langsam fließende Waldbäche und Überschwemmungswaldbereiche mit feinem Sandsubstrat, viel Falllaub und Totholz. Das Wasser ist extrem weich, sauer (pH 4,0-6,0) und durch Huminstoffe dunkel gefärbt. Saisonale Regen- und Trockenzeiten beeinflussen Verhalten und Fortpflanzung stark.