
Zahnkarpfen
Schwarzer Fächerfisch
Argolebias nigripinnis
- Endgröße: bis 7 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 15-22 °C
- pH-Wert: pH 6-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Rivulidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Rotflossen-Perlkilli (Nematolebias papilliferus) wird bis zu 8 cm (SL) groß und ist ein gestreckter Killifisch aus der Familie der Rivulidae. Die Männchen zeigen eine rötlich-violette Grundfärbung mit einem charakteristischen Muster aus kleinen blauen Punkten auf dem Körper und blauen Punktmarkierungen auf den Flossen. Weibchen sind dezenter gefärbt: grau-braun mit leichter Querstreifung in dunklerem Grau.

bis 8 cmEndgröße
1-2 JahreLebenserwartung
22-28 °CTemperatur
6-7pH-Wert
5-12 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Die unpaaren Flossen der Männchen können leicht verlängert erscheinen. Im Aquarium halten sich die Tiere überwiegend in der oberen Wasserschicht auf und sind aufmerksam und aktiv bei der Futtersuche. Männchen sind innerartlich deutlich territorial und zeigen gegenüber Artgenossen häufig Drohgebärden und Verfolgungsjagden; gegenüber ruhigen, nicht-territorialen Beifischen verhalten sie sich meist zurückhaltend. Die Art ist an temporäre, saisonal austrocknende Tümpel angepasst und als Jahresfisch kurzlebig. Die Eier durchlaufen eine Diapause und überdauern Trockenperioden im Substrat. Der IUCN-Status ist CR (vom Aussterben bedroht).
Wasserwerte: Temperatur 22–28 °C, pH 6,0–7,0, GH 5–12 °dGH. Das Aquarium sollte eine Kantenlänge von mindestens 80 cm haben bei einem Volumen von etwa 112 Litern. Die Einrichtung sollte eine freie Schwimmfläche in der oberen Wasserschicht bieten mit dichterer Bepflanzung und Versteckzonen an den Seiten. Feinblättrige Pflanzen, Moose, Schwimmpflanzen und vereinzelte Wurzeln bieten Rückzugs- und Laichplätze. Als Bodengrund eignet sich feines Substrat oder eine Schicht aus Torf- und Laubmaterial. Die Strömung sollte gering gehalten werden, da die natürlichen Biotope stillstehend sind. Das Becken muss stets vollständig und sicher abgedeckt sein, da die Art ein hohes Sprungrisiko aufweist. Regelmäßige Wasserwechsel und stabile Wasserchemie sind wichtig. Der Rotflossen-Perlkilli ist eine Spezialart für erfahrene Aquarianer mit Interesse an Jahresfischen und saisonaler Zuchtbiologie.
Nematolebias papilliferus wird am besten als Harem gehalten – ein Männchen mit mehreren Weibchen – oder in einer größeren Gruppe in einem ausreichend geräumigen Becken. Männchen zeigen starke innerartliche Rivalität und können untereinander sehr aggressiv und territorial sein. Außerhalb der Brutzeit verhalten sich die Tiere gegenüber ruhigen, nicht-territorialen Beifischen meist friedlich. In der Brutzeit steigt die Aggressivität der Männchen deutlich an. Schnecken werden weitgehend toleriert; Junggarnelen sind gefährdet, adulte Garnelen werden meist toleriert. Geeignete Beifische sind ruhige, kleine südamerikanische Arten: kleinbleibende Corydoras, kleine Salmler oder friedliche Zwergbuntbarsche. Große, räuberische oder sehr energische Arten sind ungeeignet.
Nematolebias papilliferus ist ein Fleischfresser (Karnivor), der lebende und gefrorene tierische Nahrung bevorzugt. Geeignet sind Artemia, Mückenlarven Mikrowürmchen. Trockenfutter wird meist akzeptiert, sollte aber nicht die Hauptnahrungsquelle bilden. Eine abwechslungsreiche Mischung aus Lebend-, Frost- und hochwertigem Trockenfutter sorgt für kräftige Farben und gute Kondition. Auf rote Mückenlarven und Tubifex sollte verzichtet werden: Killifische reagieren empfindlich auf die damit eingetragenen Keime und neigen bei fettreicher Kost zur Verfettung. Weiße und schwarze Mückenlarven, Artemia, Cyclops und Grindalwürmer sind die bessere Grundlage.
Nematolebias papilliferus ist ein Substratlaicher (Jahresfisch). Die Zucht ist gut dokumentiert und gilt als mittelschwer. Zuchtwasserwerte: Temperatur 22–25 °C, pH 6,0–6,5, GH maximal 8 °dGH. Die Eier werden in Torf oder lockeres Substrat abgelegt und durchlaufen eine Diapause. Die etablierte Methode besteht darin, die Eier in leicht feuchtem Torf für 2–3 Monate zu lagern. Anschließend löst das Aufgießen mit kühlerem Wasser einen Massenschlupf aus. Die Inkubationsdauer beträgt bei Torf-Lagerung etwa 2 Monate bei 25 °C. Zur Konditionierung eignen sich Artemia, Mückenlarven und proteinreiches Lebendfutter. Die Jungfische wachsen schnell und können sofort mit Artemia-Nauplien, Mikrowürmchen und Essigälchen gefüttert werden. Die Geschlechtsreife wird nach ca. 1,5 Monaten erreicht.
Zuchtwasser: 22 bis 25 °C, pH 6 bis 6,5, bis 8 °dGH
Nematolebias papilliferus ist endemisch in einem begrenzten Bereich im Bundesstaat Rio de Janeiro, Brasilien, insbesondere in den Einzugsgebieten der Lagoa de Maricá, der Lagoa de Saquarema und des unteren Rio São João. Die Art bewohnt kleine, flache und temporäre Süßwassertümpel (10–40 m Durchmesser, etwa 50 cm tief) in Überschwemmungsgebieten mit klarem bis dunkel orange-braunem Wasser. Das Substrat besteht aus kompaktem, weichem, rötlich-braunem Schlamm mit organischem Material. Die Strömung ist praktisch nicht vorhanden. Die Gewässer trocknen zweimal jährlich vollständig aus, wobei alle Fische sterben und die Eier im Substrat überdauern. Der IUCN-Status ist CR (vom Aussterben bedroht).
Die Geschlechter unterscheiden sich deutlich. Männchen sind farbenprächtiger mit rötlich-violetter Grundfärbung und kleinen blauen Punkten auf Körper und Flossen; sie besitzen leicht verlängerte unpaare Flossen und erreichen bis zu 8 cm SL. Weibchen sind kleiner, grau-braun gefärbt mit leichter Querstreifung. Geschlechtsreife wird typischerweise nach ca. 1,5 Monaten erreicht.
Nematolebias papilliferus benötigt Temperatur 22–28 °C, pH 6,0–7,0 und GH 5–12 °dGH. Stabile Wasserchemie und regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig.
Geeignet sind ruhige, kleine südamerikanische Arten: Corydoras, kleine Salmler oder friedliche Zwergbuntbarsche. Große oder energische Arten sind ungeeignet. Junggarnelen sind gefährdet.
Die Zucht ist gut dokumentiert und mittelschwer. Als Jahresfisch legt die Art Eier in Torf, die nach 2–3 Monaten Trockenlagerung durch Aufgießen mit Wasser zum Schlupf gebracht werden. Zuchtwasser: 22–25 °C, pH 6–6,5.
Als Jahresfisch hat der Rotflossen-Perlkilli eine kurze Lebenserwartung von 1–2 Jahren. In der Natur stirbt die gesamte Population, wenn die Tümpel austrocknen; die Eier überdauern im Substrat.
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