
Sonnenbarsche
Schwarzer Zwergbarsch
Elassoma evergladei
- Endgröße: 3,4 cm TL
- Aquarium: ab 54 l
- Temperatur: 10-23 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
Haremshaltung, friedlich
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Zierfische, Familie Elassomatidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Elassoma okefenokee ist ein Zwergsonnenbarsch aus dem Südosten der USA und wird höchstens 3,4 cm lang. Laichbereite Männchen sind samtschwarz mit 7 bis 9 unregelmäßigen, schillernd blauen Querbändern, die sich in Flecken auflösen können, dazu kommt ein leuchtend blaues Band in Rücken- und Afterflosse, oft auch in der Schwanzflosse.

3,4 cmEndgröße
1 JahrLebenserwartung
16-24 °CTemperatur
6-7pH-Wert
3-6 °dGHGesamthärte
ab 54 lAquariengröße
Weibchen bleiben oliv bis hellbraun mit dunkelbrauner Sprenkelung, an der Schwanzwurzel sitzen zwei helle Flecken. Von Elassoma evergladei trennen das blaue Flossenband der Männchen und der unbeschuppte Scheitel, E. evergladei hat einen voll beschuppten Kopf. Die Schwesterart E. gilberti ist äußerlich kaum zu unterscheiden: E. okefenokee hat drei statt vier Poren im Kanal des Vorkiemendeckels (vorderer Knochen des Kiemendeckels) und meist acht statt sieben Afterflossenstrahlen, bei laichreifen Weibchen wurden keine blaugrünen Striche am Auge beobachtet. Die Art kommt aus Georgia und Florida und braucht kein geheiztes Becken. Sie eignet sich für erfahrene Halter, die ein ruhiges, dicht bepflanztes Artbecken einrichten und dauerhaft Lebendfutter bereitstellen können.
Für Zwergsonnenbarsche der Gattung Elassoma wird Zimmertemperatur von 16–24 °C genannt, ein Heizstab ist nicht nötig. Ein eigener Haltungswert für diese Art fehlt, die dokumentierten Nachzuchten liefen bei 20 bis 23 °C. Als Richtwert für den pH-Wert gilt 6,0–7,0. Ein Halter zog die Art bei pH 8,0 über Korallenbruch nach, das ist ein einzelner Bericht und keine Empfehlung. Zur Härte nennt die Hobbyliteratur 3–6 °dH, belastbare Werte zur Art fehlen. Das Becken sollte mindestens 60 cm lang sein und 54 Liter fassen, auch wenn die Art in kleineren Behältern nachgezogen wurde. Im Laborversuch besetzte jedes Männchen eine Ecke von rund 12,5 x 12,5 cm. Wichtig sind dichte Bepflanzung mit feinblättrigen Arten wie Hornkraut, Schwimmpflanzen und Falllaub, das dem Wasser eine bräunliche Färbung gibt. Die Strömung bleibt schwach, ein Halter nutzte bei der Nachzucht zwei Schwammfilter. Zum Wasserwechsel bei dieser Art nennen die ausgewerteten Quellen nichts. Ein Halter von E. evergladei fütterte reichlich und wechselte Wasser, sonst brauchte es keinen Laichanreiz. Bei der Schwesterart E. gilberti bewährte sich das Eingewöhnen per Tropfmethode (Beckenwasser wird langsam zugetropft). Eine Winterruhe ist für diese Art in den ausgewerteten Quellen nicht belegt.
Die Art gilt als eher scheu. Weibchen halten sich meist in Bodennähe auf, Männchen stehen in ihrem Revier auch höher zwischen den Pflanzen. Empfohlen wird eine kleine Gruppe von mindestens 3 Tieren im Verhältnis 1 Männchen zu 2 Weibchen. Zur Laichzeit werden Männchen territorial: Sie drohen Rivalen mit gespreizten Flossen in Breitseitstellung und vertreiben sie, Verletzungen wurden dabei nicht beobachtet. Bei E. gilberti brauchen mehrere Männchen Sichtschutz durch Pflanzen oder Dekoration. Von derselben Schwesterart ist beschrieben, dass Männchen bei Beunruhigung binnen Sekunden erblassen. Am besten pflegt man die Art im Artbecken, größere Beifische sind ungeeignet. Bei E. gilberti lebten in einem Becken Schnecken, ohne dass Probleme berichtet wurden. Zur Haltung mit Garnelen liegen in den ausgewerteten Quellen keine Angaben vor.
Fleischfresser. In der Natur stehen Würmer und kleine Krebstiere auf dem Speiseplan. Im Aquarium bilden Lebendfutter wie Artemia-Nauplien (frisch geschlüpfte Salinenkrebse), Daphnien, Grindal (kleine Würmer aus eigener Zucht) und Schwarzwürmer die Grundlage. Frostfutter nehmen manche Tiere an, in einem Zuchtbericht verweigerten sie Frost- und Flockenfutter jedoch vollständig. Trockenfutter wird meist abgelehnt und darf keinesfalls die einzige Nahrung sein. Vor dem Kauf sollte daher eine verlässliche Lebendfutterquelle stehen.
Elassoma okefenokee wurde im Aquarium nachgezogen, Nachzuchten gelangen bei 20 bis 23 °C. Männchen besetzen ein Revier und locken Weibchen mit einem Balztanz in die Pflanzen, dabei bewegen sie sich auf und ab und spreizen die Flossen. Die Eier werden in feinblättrigem Hornkraut abgegeben, wo sie in kleinen Klumpen haften. Ein Nest baut das Männchen nicht, ohne Pflanzen säubert es aber eine Stelle am Boden, wo Eier liegen. Je Ablage wurden 20 bis 25 Eier von 1,5 bis 1,7 mm Durchmesser gezählt. Das Männchen vertreibt das Weibchen nach dem Laichen, weil es die Eier fressen würde, und bewacht das Gelege, bei Störung frisst es die Eier allerdings selbst. Bei 23 °C beginnt der Schlupf nach etwa 82 Stunden. Nach 4 bis 5 Tagen fressen die Larven Artemia-Nauplien, in einem Zuchtbericht auch Essigälchen (winzige Fadenwürmer). Bei den vier untersuchten Elassoma-Arten starb in der ersten Woche rund die Hälfte der Larven, die Zeit bis zum Einsetzen der Fütterung ist der kritische Abschnitt. Bis zur Erwachsenengröße von rund 16 mm Standardlänge (ohne Schwanzflosse) brauchte die Art bei 23 °C etwa 160 Tage. Im Laborversuch wurden die Weibchen bei 21 °C gehalten und die Temperatur dann über 10 bis 14 Tage langsam angehoben, die Eier entwickelten sich bei 23 °C. In einem bepflanzten Becken zeigte sich der erste Jungfisch nach rund zwei Monaten, beim Ausräumen nach dreieinhalb Monaten waren es zwölf.
Zuchtwasser: 20 bis 23 °C
Elassoma okefenokee lebt im Südosten der USA in Georgia und Florida. Das Gebiet reicht vom Südosten Georgias über große Teile der Halbinsel Florida. Aus dem Altamaha-System gibt es nur einen Einzelnachweis, südlich davon folgen die Flusssysteme Satilla, St. Marys und Nassau. Die Art besiedelt außerdem den oberen Suwannee mit dem Santa-Fe-System, die Einzugsgebiete von Withlacoochee und Hillsborough an der Golfküste Floridas, die Seenbecken im Norden Zentralfloridas und Zuflüsse des St. Johns River bis Orlando, einzelne Funde reichen im Kissimmee-Gebiet bis zum Nordufer des Lake Okeechobee. Die Typuslokalität (Fundort der Erstbeschreibung) ist Kettle Creek, ein Zufluss des Satilla River bei Waycross in Georgia. Die Tiere leben in Sümpfen, stark bewachsenen Altarmen, Gräben und kleinen, träge fließenden Bächen, meist über Schlamm und nahe bei Pflanzen oder Totholz. Die Klimaspanne des Verbreitungsgebiets liegt bei 4 bis 30 °C, das ist ein Naturwert und kein Haltungswert.
Männchen sind deutlich blauer gefärbt und werden in Laichstimmung samtschwarz mit blauen Querbändern, blauen Strichen hinter und unter dem Auge sowie einem blauen Band in Rücken- und Afterflosse, oft auch in der Schwanzflosse. Die Enden der Bauchflossen sind leuchtend blau gesäumt. Weibchen bleiben oliv bis hellbraun mit dunkelbrauner Sprenkelung, blaue Striche am Auge wurden bei laichreifen Weibchen nicht beobachtet. Unterlegene Männchen können weibchenähnlich gefärbt sein. Männchen haben längere Rücken-, After- und Bauchflossen als Weibchen.
Das Höchstmaß liegt bei ca. 3,4 cm Gesamtlänge. Für die Art wird eine Lebenserwartung von ca. 1 Jahr genannt.
Für die Gattung gelten 16–24 °C, ein Heizstab ist nicht nötig. Als Richtwert für den pH-Wert gilt 6,0–7,0. Zur Härte nennt die Hobbyliteratur 3–6 °dH, belastbare Werte zur Art fehlen.
Ab 60 cm Kantenlänge und 54 Liter, dicht bepflanzt und mit schwacher Strömung. Empfohlen ist eine kleine Gruppe von mindestens 3 Tieren, 1 Männchen auf 2 Weibchen.
Vor allem mit Lebendfutter wie Artemia-Nauplien (frisch geschlüpfte Salinenkrebse), Daphnien, Grindal und Schwarzwürmern. Frostfutter nehmen nicht alle Tiere an, Trockenfutter wird meist verweigert.
Am besten pflegt man sie im Artbecken. Größere Fische sind ungeeignet, weil die Tiere scheu sind.
Ja, Nachzuchten gelangen bei 20 bis 23 °C in dicht bepflanzten Becken. Die Eier haften in Hornkraut, das Männchen bewacht sie, bei 23 °C beginnt der Schlupf nach etwa 82 Stunden. Die Larven brauchen kleinstes Lebendfutter wie Artemia-Nauplien.
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