
Flossensauger
Tüpfel-Flossensauger
Beaufortia leveretti
- Endgröße: bis 12 cm TL
- Aquarium: ab 240 l
- Temperatur: 18-24 °C
- pH-Wert: pH 6,5-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Gastromyzontidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Formosania lacustris ist ein langgestreckter, bis ca. 12 cm langer Flossensauger aus Taiwan mit abgeflachtem Kopf und Körper und waagerecht abstehenden, großen Brust- und Bauchflossen. Die Grundfarbe ist bräunlich, auf dem Rücken liegen wolkige dunkle Flecken, die auch fast fehlen können, an der Flanke verläuft ein dünner dunkler Längsstreifen.

12 cmEndgröße
20-24 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
1-12 °dGHGesamthärte
ab 240 lAquariengröße
Die Oberseite des Kopfes trägt eine dunkelbraune Zeichnung, die paarigen Flossen sind kaum gezeichnet. Färbung und Zeichnung schwanken je nach Fundort, Alter und Stimmung. Vor dem Maul sitzt ein Saum aus Barteln, dem die Art ihren englischen Namen Tasseled-mouth Loach verdankt. Die nächste Verwechslungsart ist der 2024 wieder als eigene Art anerkannte Formosania gilberti aus Nordtaiwan. Er ist an Kopf und Flanken kräftig wurmartig gezeichnet und trägt auf den Brust- und Bauchflossen Reihen großer schwarzer Punkte. Die Art lebt in schnell fließenden Bächen Westtaiwans. Sie passt zu Aquarianern, die ein eingefahrenes, kräftig durchströmtes Becken bei 20–24 °C betreiben können.
Die empfohlene Temperatur liegt bei 20–24 °C. Etwas höhere Werte werden vertragen, solange der Sauerstoffbedarf gedeckt bleibt. Geeignet sind pH 6,0–7,5 und eine Gesamthärte von 1–12 °dGH. Das Becken sollte ab 120 cm Kantenlänge und 240 Liter fassen, entscheidend ist eine große Grundfläche. Das Wasser muss sauber und sauerstoffreich sein: Der Filter wird überdimensioniert, die Umwälzung liegt idealerweise beim 10- bis 15-Fachen des Beckenvolumens pro Stunde, zusätzliche Strömungspumpen und Ausströmer helfen. Als Boden eignen sich Kies, Sand oder eine Mischung, darauf gehört eine Lage rund gewaschener Steine verschiedener Größe. Gut gewässerte Wurzeln sind möglich, neue Stücke färben das Wasser. Das Licht darf kräftig sein, damit auf Steinen und Scheiben Aufwuchs entsteht. Pflanzen spielen im natürlichen Lebensraum kaum eine Rolle, im Aquarium kommen robuste Arten wie Anubias und Javafarn am besten zurecht. Regelmäßige Teilwasserwechsel sind Pflicht. Die Art braucht stabile Wasserwerte und gehört nie in ein frisch eingerichtetes Becken. Eine dicht schließende Abdeckung ist nötig, weil die Tiere springen und an Glas hochklettern. Neu importierte Fische sind oft blass und färben sich nach der Eingewöhnung aus. Die Haltungsangaben stammen aus der Zeit vor der Trennung von F. gilberti und können auch Tiere dieser Art betreffen.
Die Art ist weitgehend friedlich und locker gesellig. Empfohlen wird eine Gruppe ab 4 Tieren, weil sich erst dann das typische Verhalten zeigt. Einzelne Tiere verteidigen einen Platz, oft eine gute Futterstelle, Verletzungen sind dabei selten. Als Beifische kommen Arten aus ähnlichen Fließgewässern infrage, etwa aus den Gattungen Garra, Devario und Rhinogobius, sofern sie 20–24 °C und starke Strömung vertragen, außerdem Schmerlen der Familien Nemacheilidae und Balitoridae. Mit anderen Flossensaugern gibt es am ehesten harmlose Rangeleien. Die Auswahl begrenzen vor allem die niedrige Temperatur und die starke Strömung, Arten für ruhiges, warmes Wasser passen nicht. Zum Zusammenleben mit Garnelen und Schnecken liegen in den ausgewerteten Quellen keine Angaben vor.
Im Freiland gilt die Art als Allesfresser, der vor allem Algen vom Grund und Wasserinsekten aufnimmt. Im Aquarium bevorzugt sie kleines tierisches Futter wie Rote Mückenlarven, Artemia und Mysis und nimmt auch sinkendes Trockenfutter an. Überbrühter Spinat und Grünkohl werden ebenfalls gefressen. Algen frisst sie nur in geringen Mengen, sie sollten aber im Becken vorhanden sein, Aufwuchs darf deshalb auf allen Flächen außer der Frontscheibe stehen bleiben. Flossensauger kommen oft abgemagert in den Handel. Solche Tiere brauchen anfangs ständig erreichbares Futter ohne Konkurrenz.
Zur Nachzucht im Aquarium liegen in den ausgewerteten Quellen keine Berichte vor. Vermutet wird, dass die Art im Freiland jahreszeitlich ablaicht. Zu Laichablauf, Eiern und Jungfischen fehlen belastbare Angaben.
Formosania lacustris kommt nur auf Taiwan vor. Nach der Abtrennung von F. gilberti (Nordtaiwan) umfasst die Verbreitung den Westen der Insel, belegt sind die Flusssysteme Jhonggang, Wu, Jhoushui und Zhengwen. Beschrieben wurde die Art vom Candidius-See, dem heutigen Sonne-Mond-See im Einzugsgebiet des Jhoushui. Trotz des Artnamens, der „im See lebend“ bedeutet, ist die Art ein Bewohner schnell fließender Bäche und Oberläufe mit klarem, sauerstoffreichem Wasser. Sie hält sich vor allem in Stromschnellen und Rinnen auf, über Kies, Geröll, Blöcken oder Fels mit dichtem Aufwuchs. Wasserpflanzen sind dort selten. Am Zhengwen lebt die Art im Oberlauf über Geröll und Fels. Naturwerte aus dem Hapen Creek in Nordtaiwan, erhoben noch unter dem alten Namen und wegen der Lage im Tamsui-System nach heutigem Stand wohl F. gilberti betreffend: Die Tiere bevorzugten Stromschnellen, dort betrug die Strömung im Mittel 0,6 m/s und die Wassertiefe 19 cm. Innerhalb dieser Abschnitte wählten sie flaches Wasser mit kleinen Blöcken und mieden Sand und Kies. Die monatliche Mitteltemperatur der Luft lag dort zwischen 11,5 und 23,7 °C. Angaben aus der chinesischen Provinz Fujian gelten als fraglich.
Geschlechtsreife Weibchen werden größer und fülliger als die Männchen. Männchen bilden zur Laichzeit Laichausschlag (kleine Hornhöcker) auf dem Kopf.
Die Art erreicht ca. 12 cm Gesamtlänge, Weibchen werden größer und fülliger als Männchen.
Empfohlen sind 20–24 °C, pH 6,0–7,5 und 1–12 °dGH. Wichtiger als die genauen Werte sind sauberes, sauerstoffreiches Wasser, starke Strömung und stabile Bedingungen.
Das Becken sollte ab 120 cm Kantenlänge und 240 Liter fassen, für eine Gruppe ab 4 Tieren mit viel Grundfläche und einer Umwälzung beim 10- bis 15-Fachen des Beckenvolumens pro Stunde.
Am liebsten nimmt die Art kleines tierisches Futter wie Rote Mückenlarven, Artemia und Mysis, dazu sinkendes Trockenfutter und überbrühten Spinat oder Grünkohl. Algen frisst sie nur in geringen Mengen.
Infrage kommen Arten aus ähnlichen Fließgewässern, etwa aus den Gattungen Garra, Devario und Rhinogobius, sofern sie 20–24 °C und starke Strömung vertragen, außerdem andere Flossensauger und Schmerlen. Zu Garnelen und Schnecken liegen keine Angaben vor.
In den ausgewerteten Quellen sind keine Nachzuchten im Aquarium beschrieben.
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