Ich halte eine Gruppe von 9 Tieren in einem gutbepflanzten Becken.
Meine leicht schwankenden Wasserwerte: u.a. pH ca 6,8 KH über 15 dGH über 25 (gemessen mit JBL Tauchtest), Temperatur schwankend von 12 Grad im Winter bis 24 Grad im Sommer in meinem Fischekeller. Hinweis: sprungfreudig d.h. möglich mit Abdeckung betreiben. Kanbberleistung bei Algen: befriedigend. Friedlicher Fisch. Liebt Tonröhren (habe ssolche von Dennerle). Leider noch keine Nachzucht. Werde es nächstes Jahr mit Aufenthalt im Freien im Kübe versuchen. Müßte eigentlich ähnliche Ergebnisse dann wie nbei Aphanius ergeben.l
Zierfische, Familie Cyprinidae
Rötliche Saugbarbe Garra rufa
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Garra rufa ist eine bis zu 14 cm große Saugbarbe aus der Familie Cyprinidae, die in Vorderasien und dem Nahen Osten beheimatet ist. Der Körper ist langgestreckt und kräftig, mit einem markant breiten, unterständigen Saugmaul, das zum Abweiden von Aufwuchs auf Steinen und Felsen dient. Die Färbung ist eher schlicht in Grau- bis Olivtönen mit silbrigem Glanz.
- Schwierigkeit: Mittel
- Gruppenhaltung
- Friedlich

14 cmEndgröße
8-10 JahreLebenserwartung
14-20 °CTemperatur
6-8pH-Wert
5-15 °dGHGesamthärte
ab 240 lAquariengröße
Beschreibung
Im Aquarium zeigt Garra rufa ein lebhaftes, geselliges Verhalten. Die Tiere sind ständig in Bewegung, weiden Aufwuchs von Oberflächen ab und durchsuchen den Bodengrund nach Nahrungspartikeln. Die Art ist als „Doktorfisch“ bekannt, da sie in ihrer Heimat zur natürlichen Hautpflege in Thermalbädern eingesetzt wird. Im Aquarium zeigen die Tiere dieses Verhalten gelegentlich, indem sie an Händen oder Armen knabbern. Garra rufa ist eine eurytherme Art, die in der Natur sowohl in kühlen Bächen als auch in warmen Thermalquellen vorkommt. Für die Aquarienhaltung sind kühle Temperaturen von 14-20 °C optimal, was die Art für unbeheizte oder Kaltwasser-Aquarien prädestiniert.
Haltung und Pflege
Wasserwerte: Temperatur 14-20 °C, pH 6,0-8,0, GH 5-15 °dGH. Garra rufa ist eine Kaltwasserart, die dauerhaft warme Temperaturen über 24 °C nicht gut verträgt. Die Art stammt aus Bächen und Flüssen Vorderasiens und bevorzugt sauerstoffreiches, klares Wasser. Beckengröße: Ab 120 cm Kantenlänge (240 Liter) für eine Gruppe. Die Tiere benötigen viel Schwimmraum und eine gute Strömung. Glatte Steine und Felsplatten bieten natürliche Weideflächen für den Aufwuchs. Einrichtung: Kiesboden mit glatten Steinen und Wurzeln. Robuste Pflanzen sind möglich, werden aber gelegentlich angeknabbert. Starke Strömung und gute Sauerstoffversorgung sind wichtig. Filterung und Strömung: Leistungsfähige Filterung mit kräftiger Strömung. Die Art stammt aus fließenden Gewässern und benötigt Wasserumwälzung. Garra rufa eignet sich für Aquarianer, die ein Kaltwasser- oder subtropisches Aquarium mit strömungsliebenden Arten pflegen möchten.
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Verhalten und Vergesellschaftung
Garra rufa ist ein geselliger Schwarmfisch, der in Gruppen ab 6 Tieren gehalten werden sollte. Das Sozialverhalten ist überwiegend friedlich, innerhalb der Gruppe können leichte Rangordnungskämpfe um bevorzugte Futterplätze auftreten. Die Vergesellschaftung mit friedlichen, strömungsliebenden Arten aus Vorderasien ist gut möglich. Schnecken werden toleriert, Garnelen sind in der Regel sicher. Zu vermeiden sind aggressive oder sehr territoriale Arten sowie Warmwasserfische, die dauerhaft über 24 °C benötigen.
Ernährung
Garra rufa ist ein Allesfresser (Omnivor) mit starkem Aufwuchsanteil. Die Hauptnahrung besteht aus Algen, Biofilm und Aufwuchs, ergänzt durch kleine Wirbellose. Im Aquarium eignen sich Spirulina-Tabs, Algenwafer, blanchiertes Gemüse (Zucchini, Spinat) sowie proteinreiche Futterkomponenten: Mückenlarven, Artemia, Daphnien, Tubifex. Eine rein pflanzliche Ernährung ist nicht artgerecht. Abwechslungsreiche Kost aus pflanzlichen und tierischen Komponenten hält die Tiere gesund.
Zucht
Die Zucht von Garra rufa im Aquarium ist möglich, aber anspruchsvoll. Die Art ist ein Freilaicher, der in der Natur über kiesigem Substrat ablaicht. Zuchtauslöser können Temperaturveränderungen und verstärkte Strömung sein. Gesicherte Zuchtprotokolle für das Aquarium sind begrenzt verfügbar.
Natürlicher Lebensraum
Garra rufa stammt aus Vorderasien und dem Nahen Osten, mit Verbreitung in der Türkei, Syrien, Irak, Iran und Jordanien. Die Art besiedelt Bäche, Flüsse und Thermalquellen in unterschiedlichen Höhenlagen. Typische Habitate sind klare, sauerstoffreiche Fließgewässer mit steinigem Untergrund und starker Strömung. Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren und weichen von optimalen Aquariumwerten ab.
Geschlechtsunterschiede
Äußere Geschlechtsunterschiede sind bei Garra rufa erkennbar. Weibchen erscheinen gedrungener und massiger, insbesondere bei Laichreife. Große Männchen entwickeln tuberkelartige Verdickungen an Kopf und Schnauze, die bei Weibchen fehlen. Beide Geschlechter erreichen vergleichbare Körperlängen.
Gut zu wissen
- Bekannt als „Doktorfisch“ oder „Kangalfisch“
- Unterständiges Saugmaul zum Abweiden von Aufwuchs
- Eurytherm: kommt in Natur in Thermalquellen und kühlen Bächen vor
- Aquarienhaltung bei 14-20 °C optimal (Kaltwasserart)
- Große Männchen entwickeln Tuberkel an Kopf und Schnauze
- Geselliger Schwarmfisch, Gruppe ab 6 Tieren
- Sprungrisiko gering
Galerie
Häufige Fragen
Welche Wasserwerte braucht die Rötliche Saugbarbe?
Garra rufa benötigt Temperaturen von 14-20 °C, einen pH-Wert von 6,0-8,0 und eine Gesamthärte von 5-15 °dGH. Die Art ist eine Kaltwasserart und verträgt dauerhaft warme Temperaturen nicht gut.
Kann man die Rötliche Saugbarbe vergesellschaften?
Garra rufa ist ein geselliger Schwarmfisch und sollte in Gruppen ab 6 Tieren gehalten werden. Die Vergesellschaftung mit friedlichen, strömungsliebenden Arten aus Vorderasien ist gut möglich. Warmwasserfische sind ungeeignet.
Kann man die Rötliche Saugbarbe im Aquarium züchten?
Die Zucht ist möglich, aber anspruchsvoll. Garra rufa ist ein Freilaicher. Zuchtauslöser können Temperaturveränderungen und verstärkte Strömung sein.
Was frisst die Rötliche Saugbarbe?
Garra rufa ist ein Allesfresser mit starkem Aufwuchsanteil. Spirulina-Tabs, Algenwafer und blanchiertes Gemüse eignen sich als Grundfutter. Die Art benötigt auch tierische Kost wie Mückenlarven und Artemia.
Hinweis zu den Daten
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Fragen und Erfahrungen
2 Kommentare, der letzte vom 12. Februar 2016
Bernhard Roloff
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