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Zierfische, Familie Cyprinidae

Rotflossen-Blaubandbärbling

Opsarius canarensis

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Opsarius canarensis ist ein mittelgroßer, schlanker Bärbling aus den schnell fließenden Gebirgsflüssen der Western Ghats in Südwestindien, der bis zu 15 cm TL erreicht. Zwei Reihen blaugrüner Flecken entlang des Körpers und weiße Ränder an Rücken- und Afterflosse geben der Art ein markantes Erscheinungsbild. Der stromlinienförmige Körperbau ist auf aktives, schnelles Schwimmen in strömungsreichen Gewässern ausgelegt.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Schwarm
  • Friedlich
Rotflossen-Blaubandbärbling (Opsarius canarensis)
Quelle: aqua-global – Dr. Jander & Co. OHG
  • bis 15 cm TLEndgröße

  • keine AngabeLebenserwartung

  • 22-26 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 1-9 °dGHGesamthärte

  • ab 450 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium zeigt Opsarius canarensis ein sehr aktives Schwimmverhalten in der Mittelschicht und an der Oberfläche. Die Tiere benötigen große Schwimmstrecken und bilden innerhalb der Gruppe eine Rangordnung aus. Die Art ist ein hervorragender Springer; eine lückenlos schließende Abdeckung ist Pflicht. Opsarius canarensis ist endemisch in Karnataka und Kerala und wird von der IUCN als stark gefährdet (EN) eingestuft.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 22 bis 26 °C, pH 6,0 bis 7,5, GH 1 bis 9 dGH. Mindestens 150 cm Beckenlänge (ca. 450 bis 550 Liter) für eine Gruppe von 5 oder mehr Tieren. Freie Schwimmstrecke in der Länge ist entscheidend. Einrichtung orientiert sich an fließenden Gebirgsflüssen der Western Ghats: feiner bis mittelkörniger Kies oder Sand, Felsen und Steine, gelegentliche Wurzeln. Pflanzen wie Microsorum, Bolbitis oder Anubias vertragen die Strömung. Offene Schwimmzonen in der Mitte sind wichtiger als dichte Bepflanzung. Strömungspumpen mit 4- bis 5-fachem Wasserdurchsatz sorgen für die nötige Wasserbewegung und Sauerstoffversorgung. Die Art stellt hohe Ansprüche an die Wasserqualität; leistungsstarke Filterung und regelmäßige Teilwasserwechsel sind Pflicht. Lückenlose Abdeckung ist essenziell.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Opsarius canarensis ist ein geselliger Schwarmfisch; die Haltung in Gruppen von mindestens 5 Tieren wird empfohlen. Die Art ist gegenüber gleichgroßen, robusten Fischen friedlich. Kleine, langsame oder zierliche Mitbewohner sind ungeeignet, da sie gestresst oder als Nahrung betrachtet werden können. Geeignete Beifische sind robuste südasiatische Cypriniden wie Dawkinsia und Devario sowie Bodenbewohner wie Garra, Botia und Schistura. Die Vergesellschaftung mit anderen Western-Ghats-Arten ist besonders empfehlenswert. Die Art ist für Garnelenbecken ungeeignet: kleine Garnelen werden als Beute betrachtet. Schnecken werden toleriert.

Ernährung

Karnivor (Insektenfresser). Primär ein Oberflächenjäger auf aquatische und terrestrische Insekten. Im Aquarium: Lebend- und Frostfutter wie Mückenlarven, Artemia, Fruchtfliegen, Regenwurmstücke und kleine Heimchen. Ergänzend hochwertiges proteinreiches Trockenfutter (Granulat, Flocken). Pflanzliche Futterkomponenten spielen eine untergeordnete Rolle. Die Futtermenge am Fressverhalten ausrichten und nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernen.

Zucht

Opsarius canarensis ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. Große, kühle Wasserwechsel können das Ablaichen anregen. Eine erfolgreiche Jungtieraufzucht sowie artspezifische Entwicklungszeiten sind bislang nicht belastbar dokumentiert.

Natürlicher Lebensraum

Opsarius canarensis ist endemisch in Südwestindien (Karnataka und Kerala) im Bereich der Western Ghats. Die Art besiedelt klare, schnell fließende Gebirgsströme und Flüsse mit felsigem und sandigem Grund sowie starker Strömung, Stromschnellen und guter Sauerstoffversorgung. Der natürliche Lebensraum ist durch Habitatverlust und -degradierung bedroht.

Geschlechtsunterschiede

Adulte Weibchen sind etwas größer und besitzen einen kräftigeren Körperbau, besonders wenn sie eierbeladen (gravid) sind. Männchen wirken schlanker und sind oft farbintensiver. Exakte Größenangaben je Geschlecht sind nicht dokumentiert.

Gut zu wissen

  • Hohes Sprungrisiko: lückenlos schließende Abdeckung ist Pflicht
  • Schwarmfisch mit Mindestgruppe von 5 Tieren
  • Zwei Reihen blaugrüner Körperflecken und weiße Flossenränder
  • Benötigt starke Strömung und sauerstoffreiches, klares Wasser
  • Große freie Schwimmflächen erforderlich
  • IUCN-Status: Stark gefährdet (EN)
  • Endemisch in Südwestindien (Karnataka, Kerala, Western Ghats)
  • Im Handel selten

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Rotflossen-Blaubandbärbling?

Temperatur 22 bis 26 °C, pH 6,0 bis 7,5 und GH 1 bis 9 dGH. Die Art benötigt starke Strömung und sehr sauerstoffreiches, klares Wasser.

Wie groß muss das Aquarium für den Rotflossen-Blaubandbärbling sein?

Mindestens 150 cm Beckenlänge (ca. 450 bis 550 Liter) für eine Gruppe von 5 oder mehr Tieren. Große freie Schwimmstrecken sind essenziell. Die Art ist ein hervorragender Springer, lückenlose Abdeckung ist Pflicht.

Kann man den Rotflossen-Blaubandbärbling vergesellschaften?

Ja, mit robusten südasiatischen Cypriniden wie Dawkinsia und Devario sowie Bodenbewohnern wie Garra, Botia und Schistura. Kleine, langsame oder zierliche Arten sind ungeeignet. Für Garnelenbecken nicht geeignet.

Kann man den Rotflossen-Blaubandbärbling züchten?

Große, kühle Wasserwechsel können das Ablaichen anregen. Eine erfolgreiche Jungtieraufzucht und ein vollständiges artspezifisches Zuchtprotokoll sind bislang nicht belastbar dokumentiert.

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