Gobioides broussonnetii
Beschreibung
Gobioides broussonnetii, auch Lila Aalgrundel genannt, gehört zur Familie der Gobies. Er zeigt eine schlanke Form mit feinen Schuppen. Seine Länge beträgt im Mittel etwa 12 cm. Die Farbe liegt meist im violetten bis grauen Spektrum, was ihm den gebräuchlichen Namen verleiht. Er lebt in flachen Küstengewässern und Marschland, wo Sand, Schlick und geringe Strömungen vorherrschen. Dort findet er kleine Krebstiere und Insektenlarven als Nahrung. Der Fisch ist aktiv und passt sich wechselnden Salzgehalten an. Er zeigt zudem territoriales Verhalten und wechselt oft seinen Aufenthaltsort. Im Aquarium braucht er ein Becken mit sandigem Boden, Pflanzen und angenehmer Wassertiefe. Angaben zu Größe und Wassertemperatur weichen oft ab, weshalb hier Durchschnittswerte genannt werden. Die Informationen stammen primär von my‑fish.org und werden durch angesehene Aquaristikseiten ergänzt.
Besonderheiten
Gobioides broussonnetii Lila Aalgrundel besticht durch violette Schuppen und einen stromlinienförmigen Körper. Der Fisch erkundet aktiv sein Revier, versteckt sich geschickt und zeigt sensibles Sozialverhalten. Es sind keine besonderen Merkmale bekannt.
Vergesellschaftungshinweise
Die Art Gobioides sollte in der Aquaristik sorgfältig vergesellschaftet werden, wobei die Einzelhaltung oft den geringsten Stress verursacht. Bei der Zusammenstellung einer Gemeinschaftsanlage ist darauf zu achten, dass ausschließlich passende und ruhige Beifische eingesetzt werden, um Rivalitäten zu vermeiden. Dabei sollten aggressive oder zu aktive Arten sowie sehr kleinformatige Fische, die als Beute wahrgenommen werden könnten, ausgeschlossen werden. Ebenso ist Vorsicht geboten beim Einsatz von Arten mit überlangen Flossen, da diese mit erhöhter Konkurrenz und Aggression einhergehen können. Erst im weiteren Verlauf der Vergesellschaftung sollte der spezifische Fischnamen Gobioides broussonnetii – Lila Aalgrundel berücksichtigt werden, um optimale Verhaltensbedingungen und ein harmonisches Miteinander im Aquarium sicherzustellen.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen und Weibchen der Lila Aalgrundel (Gobioides broussonnetii) unterscheiden sich nur subtil: Während das Männchen insbesondere während der Laichphase oft eine intensivere Färbung sowie etwas verlängerte Flossen – vor allem im Bereich von Rücken- und Afterflosse – aufweist, ist der Körperbau des Weibchens tendenziell rundlicher und die Färbung insgesamt matter. Zudem kann beim Männchen während der Brutzeit eine leichte Verdickung im Kopfbereich beobachtet werden, die bei den Weibchen nicht vorkommt.
Haltungstipps / Pflege
Für eine artgerechte Haltung der Gobioides broussonnetii Lila Aalgrundel sollte das Aquarium großzügig bemessen und mit einem sandigen Bodengrund, zahlreichen Versteckmöglichkeiten, Steinen, Wurzeln sowie dicht stehenden Wasserpflanzen eingerichtet werden, um dem natürlichen Lebensraum im Brackwasser gerecht zu werden. Wichtig sind regelmäßige Wasserwechsel von etwa 20–30 Prozent des Aquarieninhalts und eine konstante Überwachung der Wasserparameter (pH-Wert idealerweise zwischen 7,0 und 8,0, Temperatur ca. 24–28 °C, stabile Wasserhärte), um ein optimales Umfeld zu gewährleisten. Die Fütterung erfolgt am besten abwechslungsreich mit hochwertigem Flocken- und Frostfutter, Lebend- und Naturkost, um den vielseitigen Ernährungsbedürfnissen dieser Allesfresser gerecht zu werden, wobei auf Überfütterung und Futterreste zu achten ist, die das Wasser belasten können. Regelmäßige Reinigungsmaßnahmen, wie das Absaugen von Bodenschlamm und die Reinigung der Filteranlage, sind essenziell, um die Wasserqualität und somit das Wohlbefinden der Fische zu erhalten. Die kontinuierliche Pflege und Überwachung, unterstützt durch aktuelle Informationen von Portalen wie my‑fish.org sowie ergänzenden Fachbeiträgen von g‑hoener.de, aquariumglaser.de, aqua‑global.eu, einrichtungsbeispiele.de und aquaristik‑profi.com, stellt sicher, dass sich diese empfindliche Fischart im heimischen Aquarium optimal entwickelt.
Zucht und Fortpflanzung
Gobioides broussonnetii zählt zur Gattung der Gobioiden, die besonders anspruchsvolle Anforderungen an die Wasserqualität und Gestaltung des Aquariums stellt; für eine erfolgreiche Zucht sollten stabile Temperaturen zwischen 24 und 28 °C, ein möglichst weicher bis mittelharter pH-neutraler bis leicht saurer Wasserwert sowie ein gut durchlüftetes Becken mit reichlich strukturiertem Bodengrund und Rückzugsmöglichkeiten gewährleistet sein, um den natürlichen Lebensraum abzubilden. Die artenspezifische Fortpflanzung zeichnet sich durch ein ausgeprägtes Paarungsverhalten aus, bei dem sich Nachwuchszüchtung und Balzrituale eng an den Tagesrhythmus und Wasserbedingungen koppeln – zunächst werden geeignete Partner ausgewählt, die anschließend ein klares territoriales Revier besetzen und den Untergrund, zum Beispiel durch Reinigung und Beschaffenheit, für die Eiablage vorbereiten. Das eigentliche Laichverhalten beinhaltet die Ablage von klebrigen, an Oberflächen haftenden Eiern, die in mehreren Wellen produziert werden, wobei die Vernachlässigung der Pflege der Jungtiere durch die Eltern typisch ist; stattdessen erfolgt die Aufzucht der Larven unter exakten Bedingungen, bei denen geringe Futterpartikel wie Infusorien und später Artemia empfohlen werden, um den Übergang von der Dottersackphase zur freien Ernährung optimal zu unterstützen. Bei der Lila Aalgrundel ist zudem zu beachten, dass einige Besonderheiten wie der eventuelle Bedarf an leichten Salzanteilen im Wasser zur Förderung der Geschlechtsreife und des natürlichen Verhaltens beobachtet wurden, weshalb regelmäßige Wasserwechsel und eine behutsame Anpassung der Wasserchemie essentiell sind, um sowohl die Elterntiere als auch die heranwachsende Brut optimal zu unterstützen.
Ernährung/Futterbedarf
Als reiner Fleischfresser sollte auf Futtermittel mit hohem pflanzlichen Anteil, wie herkömmliches Flockenfutter, verzichtet werden. Zur abwechslungsreichen Ernährung wird die Verwendung eines fleischhaltigen Trockenfutters empfohlen – beispielsweise ein speziell für Kampffische entwickeltes Produkt wie „Tetra Betta“ – ergänzt durch Lebend- oder Frostfutter in Form von Mückenlarven, Artemia oder Wasserflöhen. Eine tägliche Fütterungsmenge von etwa 4 bis 6 Mückenlarven pro Tier ist ideal, wobei stets darauf zu achten ist, dass keine Futterreste im Aquarium verbleiben, um eine optimale Wasserqualität zu gewährleisten.
Natürlicher Lebensraum
Gobioides broussonnetii – Lila Aalgrundel ist in überwiegend brackigen, flussmündigen Küstenregionen und Mangrovengebieten beheimatet, wo sich Süß- und Salzwasser vermischen. In diesen Habitaten finden sich flache, langsam strömende Gewässer mit sandigem bis schlammigem Untergrund, der reich an organischer Substanz und Versteckmöglichkeiten ist. Typische Wasserparameter umfassen moderate Temperaturen im tropischen Bereich (etwa 24–28 °C) sowie variable Salzgehalte, die je nach Gezeitenwechsel und saisonalen Niederschlägen schwanken können. Die dichte Ufervegetation und das Vorhandensein von Wurzelsystemen bieten zusätzlichen Schutz und Nahrung, wodurch diese ökologisch abwechslungsreichen Lebensräume ideal für das Überleben und die Fortpflanzung der Lila Aalgrundel sind.