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Zierfische, Familie Cyprinidae

Opsarius bernatziki

Opsarius bernatziki

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Opsarius bernatziki erreicht ca. 9 cm SL und ist ein stromlinienförmiger, muskulöser Schwarmfisch der Familie Cyprinidae. Die Grundfärbung ist silbrig mit 6-7 vertikalen, bläulichen Streifen an den Flanken und einem intensiv blauen Fleck an der Basis der Schwanzflosse. Die schlanke Körperform und der kräftige Schwanz weisen auf eine Spezialisierung für schnelles Schwimmen in stark strömenden Gewässern hin.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Schwarm
  • Friedlich
Opsarius bernatziki (Opsarius bernatziki)
Männchen – Quelle: Aquarium Glaser
  • 9 cm SLEndgröße

  • 18-26 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 2-12 °dGHGesamthärte

  • ab 240 lAquariengröße

Beschreibung

Früher als Barilius bernatziki geführt, wurde die Art im Rahmen einer taxonomischen Revision zu Opsarius gestellt. WICHTIG: Opsarius-Arten sind starke Springer. Ein eng anliegender, lückenloser Deckel ist Pflicht! Im Aquarium zeigt die Art ein sehr agiles Schwarmverhalten in der oberen bis mittleren Wasserschicht. Die Tiere sind stets in Bewegung und suchen permanent nach Futter. Besonders in großen, gut durchströmten Becken entwickelt sich ein dynamisches Schwarmbild. Männchen zeigen während der Laichzeit orangefarbene Pigmente am Bauch und größere Flossen.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: 18-26 °C, pH 6,0-7,5, GH 2-12 dGH. Mindestens 120 cm Kantenlänge (ca. 240 Liter) für eine Gruppe von 5-6 Tieren. Substrat aus Kies und abgerundeten Steinen, ergänzt durch Geröll und Felsbrocken. Aquarienpflanzen optional, am Rand platziert. Kräftige Strömung mit leistungsfähiger Filterung (4-5x Beckenvolumen/Stunde). Lückenloser Deckel Pflicht! Die Art reagiert empfindlich auf organische Belastung; regelmäßige Wasserwechsel und sorgfältige Filterung sind nötig. Kurzfristige Temperaturabsenkungen auf ca. 20 °C können Laichbereitschaft stimulieren. O. bernatziki ist eine anspruchsvolle Art für erfahrene Aquarianer mit großem, gut durchströmtem Becken.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Opsarius bernatziki ist ein geselliger Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 5-6 Tieren gehalten werden. In größeren Gruppen zeigen die Fische entspanntes Schwimmverhalten und synchronisierte Richtungswechsel. Friedlich, aber die hohe Aktivität und das dominante Fressverhalten können ruhigere Beifische stressen. Während der Laichzeit zeigen Männchen leichtes Imponierverhalten. Zwerggarnelen (Neocaridina, Caridina) werden als Beute betrachtet. Adulte Amano-Garnelen sind meist sicher. Schnecken werden toleriert. Geeignete Partner: lebhafte Schwarmfische aus Südostasien mit ähnlichen Ansprüchen an Strömung und Sauerstoff, z.B. aktive Rasboras und Barben. Langsamere, scheue Arten meiden.

Ernährung

Insektivore mit oberflächenorientierter Jagdstrategie. In der Natur: aquatische und terrestrische Insekten, driftende Wirbellose. Im Aquarium: weiße Mückenlarven, Artemia, Drosophila (Fruchtfliegen), kleine Grillen, gehackte Regenwürmer. Hochwertiges Trockenfutter als Grundlage, aber Lebend- und Frostfutter sind zwingend nötig. Mehrere kleine Fütterungen am Tag.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Freilaicher. Schwierigkeit: nicht dokumentiert. Gesicherte Nachzuchtberichte im Aquarium liegen nicht vor. In der Natur streut die Art Eier über kiesige oder steinige Substrate in strömungsreichen Zonen. Die Laichaktivität ist an die Regenzeit gekoppelt. Kein elterliches Brutpflegeverhalten dokumentiert. Für Zuchtversuche: großes, gut durchströmtes Becken mit kiesigem Substrat, Simulation der Regenzeit durch kühlere Wasserwechsel und erhöhte Strömung, reichliche Fütterung mit Lebendfutter. Adulte Tiere nach dem Ablaichen entfernen (Laichräuber).

Natürlicher Lebensraum

Opsarius bernatziki stammt aus Südostasien: Süd-Thailand, Südost-Myanmar und die Malaiische Halbinsel südlich des Isthmus von Kra. Klare, sauerstoffreiche Gebirgs- und Vorgebirgsgewässer mit starker Strömung. Kiesiger bis steiniger Bodengrund mit abgerundeten Steinen und Felsbrocken. Aquatische Vegetation spärlich bis nicht vorhanden. Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren. FishBase führt zusätzlich die Malaiische Halbinsel als Verbreitungsgebiet.

Geschlechtsunterschiede

Männchen besitzen tendenziell einen etwas größeren Kopf, kräftigere Flossen und eine schlankere Erscheinung. Weibchen sind fülliger im Körperbau, besonders in der Laichzeit. Während der Laichzeit entwickeln Männchen orangefarbene Pigmente am Bauch.

Gut zu wissen

  • Starker Springer: eng anliegender, lückenloser Deckel ist Pflicht!
  • Stromlinienförmiger Schwimmer, spezialisiert auf strömungsreiche Gewässer
  • 6-7 bläuliche Vertikalstreifen und blauer Schwanzwurzelfleck
  • Bevorzugt klares, sauerstoffreiches Wasser; empfindlich gegenüber organischer Belastung
  • Laichzeit an die Regenzeit gekoppelt; Männchen mit orangen Bauchpigmenten
  • Junggarnelen und sehr kleine Wirbellose gefährdet
  • Sehr kurze Maxillar- und Rostral-Barteln als Artmerkmal

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Opsarius bernatziki?

Empfohlen werden 18-26 °C, pH 6,0-7,5 und GH 2-12 dGH. Die Art stammt aus klaren, sauerstoffreichen Gebirgsgewässern Südostasiens und benötigt gut durchströmtes Wasser.

Kann man den Opsarius bernatziki vergesellschaften?

Ja, mit ebenfalls lebhaften Schwarmfischen aus Südostasien, die ähnliche Ansprüche an Strömung und Sauerstoff haben. Ruhigere Arten werden durch die hohe Aktivität gestresst. Junggarnelen werden als Beute betrachtet. Lückenloser Deckel ist Pflicht (starker Springer).

Kann man den Opsarius bernatziki im Aquarium züchten?

Bisher nicht dokumentiert. In der Natur ist die Art ein Freilaicher über kiesigem Substrat. Zuchtversuche gelten als experimentell.

Wie groß muss das Aquarium für den Opsarius bernatziki sein?

Mindestens 120 cm Kantenlänge und 240 Liter für eine Gruppe von 5-6 Tieren. Kräftige Strömung und ein lückenloser Deckel sind Pflicht.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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