Hypancistrus furunculus

Deutscher Name: Furunkelwels

Quelle: aqua-global - Dr. Jander & Co. OHG
Herkunft: Brasilien, Südamerika
Farben: braun, gelb, schwarz
Schwierig: Mittelschwer (Erfahrene Aquarianer)
Gattung: Hypancistrus
Art: Hypancistrus furunculus
Familie: Loricariidae

Beschreibung

Hypancistrus furunculus, L-199, gehört zur Familie der Loricariidae und wird oft als Panzerwels bezeichnet. Die Art erreicht durchschnittlich 10 cm im Körper und weist einen breiten, abgeflachten Kopf mit dunkel gefleckter Haut auf. Ihr Körper wird von hellen und dunklen Farbmustern durchzogen, die als Tarnung in ihrem natürlichen Lebensraum dienen. Sie lebt in kleinen, sauerstoffreichen Fließgewässern im Amazonasbecken, wo das Wasser oft leicht sauer ist und die Umgebung von dichtem Laubstreu bedeckt wird. In diesen Flüssen helfen dichte Vegetation und zahlreiche Verstecke, Raubtiere abzuschrecken. Die Art zeigt nachtaktives Fressverhalten und nutzt ihre Saugnäpfe, um sich an glatten Oberflächen festzuhalten. Sie reagiert empfindlich auf Lichtwechsel und vermeidet starke Strömungen, was auf eine Anpassung an dämmerungsnahe Aktivitäten hindeutet. Im Aquarium sollten ähnliche Wasserwerte wie im Fluss angestrebt werden, mit Temperaturen um 26 Grad und ausreichenden Versteckmöglichkeiten. Unterschiede in den Quellen weisen auf Unsicherheiten hinsichtlich exakter Maße hin, weshalb die genannten Durchschnittswerte als Annäherung zu verstehen sind.
Sozialverhalten: Einzelgänger
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

Hypancistrus furunculus besticht durch ein markantes Farbspiel und kontrastreiche Muster. Der nachtaktive Fisch sucht tagsüber Rückzugsorte und verhält sich ruhig. Seine spezielle Haltung mit vielfältigen Versteckmöglichkeiten und artgerechter Pflege hebt ihn im Aquarium hervor.

Vergesellschaftungshinweise

Die Gattung Hypancistrus umfasst faszinierende Zierfische, bei denen oft die Einzelhaltung den geringsten Stress verursacht. Bei einer Vergesellschaftung ist es wichtig, auf passende und ruhige Beifische zu achten, die ein harmonisches Miteinander ermöglichen. Aggressive oder zu aktive Arten sollten vermieden werden, ebenso wie sehr kleine Fische, die als mögliche Beute wahrgenommen werden könnten. Zudem sollten Fische mit lang ausladenden Flossen, die zu erhöhter Konkurrenz und aggressivem Verhalten führen können, nicht in den Gemeinschaftsbetrieb integriert werden. Diese Hinweise basieren überwiegend auf Informationen von my-fish.org und werden durch Daten von g-hoener.de, aquariumglaser.de, aqua-global.eu, einrichtungsbeispiele.de sowie aquaristik-profi.com ergänzt – speziell bei der Haltung und Vergesellschaftung von Hypancistrus furunculus gilt es, diese Aspekte zu berücksichtigen, um ein stressarmes und ausgeglichenes Aquariumklima zu gewährleisten.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen von Hypancistrus furunculus weisen gegenüber Weibchen nur einen dezent ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus auf. So präsentieren sich die Männchen mit etwas längeren, stärker ausgeprägten Odontoden an Kiefer und Flanken sowie mit einem leicht modifizierten Genitalbereich (teilweise ausgeprägtere Genitalpapillen), während Weibchen im Vergleich einen rundlicheren Bauchbau und weniger prominente Odontoden aufweisen.
Größe: Männchen: bis zu 19 cm, Weibchen: 19-19 cm

Haltungstipps / Pflege

Für den Hypancistrus furunculus L 199 sollte ein naturnah gestaltetes Aquarium mit zahlreichen Versteckmöglichkeiten wie Steinen, Wurzeln und Höhlen eingerichtet werden, um ein artgerechtes Umfeld zu schaffen. Die Wasserwerte sind stabil zu halten, idealerweise liegt die Temperatur zwischen 24 und 28°C, der pH-Wert sollte im Bereich von 6,0 bis 7,0 liegen, und es empfiehlt sich, mindestens wöchentlich 25 Prozent des Wassers auszutauschen, um Schadstoffe zu reduzieren. Neben einem leistungsfähigen Filtersystem und gegebenenfalls einer Heizung ist eine regelmäßige Kontrolle der Wasserwerte unerlässlich. Bei der Fütterung sollte auf ein vielseitiges Angebot aus qualitativ hochwertigem Flockenfutter und Pellets sowie gelegentlich frischen oder gefrorenen Futtermitteln zurückgegriffen werden, wobei Überfütterung vermieden werden sollte, um die Wasserqualität nicht zu gefährden. Eine konsequente Reinigung des Aquariums, einschließlich Filterausspülung, Bodengrundpflege und Dekorationsreinigung, sorgt für ein gesundes Ökosystem und beugt Krankheiten vor. Diese Hinweise basieren auf aktuellen Informationen von my-fish.org sowie weiteren renommierten deutschsprachigen Aquaristikquellen.
Wasserhärte: weich bis mittelhart
PH-wert
6,0-7,5
Temperatur:
26-28 °C
Beckengröße:
60 cm Breite und 125 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Die Gattung Hypancistrus ist bei Aquarianern wegen ihrer attraktiven Farbgebung und speziellen Ansprüche beliebt, die eine sorgfältige Einhaltung der Wasserparameter (pH-Wert ca. 6,5–7,5, weiches, leicht saures Wasser sowie eine Temperatur von 26–28 °C) erfordern, um ein artgerechtes Zuchtklima zu schaffen. Für die Zucht ist eine aquaristische Einrichtung mit Rückzugsmöglichkeiten, Höhlen und ausreichend Versteckmöglichkeiten aus Wurzeln, Rinden oder speziellen Aquariendekoren entscheidend, um territorialen Auseinandersetzungen vorzubeugen und ein natürliches Umfeld zu simulieren. Beim Paarungsverhalten bildet sich bei sorgfältiger Beobachtung ein ausgeprägtes Monogamiesystem, wobei die Tiere – wie bei Hypancistrus furunculus – in engen Partnerschaften miteinander kommunizieren, sich gegenseitig reiben und an vorbereiteten Brutplätzen ihre Eier ablegen, die meist auf Oberflächen oder in kleinen Höhlen platziert werden. Die Befruchtung erfolgt dabei extern, wobei das Männchen eine wichtige Rolle bei der Betreuung der befruchteten Eier spielt. Zur Aufzucht der Jungtiere empfiehlt sich ein separater Aufzuchtbehälter mit niedriger Besatzdichte, feiner Substratbeschaffenheit und ständiger Kontrolle der Wasserqualität, um kleine Schwimmhäute und empfindliche Larvenstadien optimal zu fördern. Als Ergänzung zu den Informationen auf my-fish.org liefern auch deutschsprachige Quellen wie die Portale von g-hoener.de, aquariumglaser.de, aqua-global.eu, einrichtungsbeispiele.de/aquariumfische.html und aquaristik-profi.com wertvolle Hinweise, die den erfolgreichen Zuchtvorgang unterstützen und Besonderheiten, wie die langfristige Pflege der Eltern und die Notwendigkeit einer artgerechten Umgebung, betonen.

Ernährung/Futterbedarf

Das Tier gehört zu den reinen Fleischfressern, weshalb Futter mit hohem pflanzlichen Anteil wie normales Flockenfutter als ungeeignet einzustufen ist. Zur abwechslungsreichen Ernährung empfiehlt sich die Hauptfuttergabe in Form eines fleischhaltigen Trockenfutters, beispielsweise speziell für Kampffische wie „Tetra Betta“, das ergänzend durch Lebend- oder Frostfutter wie Mückenlarven, Artemia oder Wasserflöhe ergänzt wird. Pro Exemplar sollten täglich etwa 4–6 Mückenlarven angeboten und darauf geachtet werden, dass keine Futterreste im Aquarium zurückbleiben, um die Wasserqualität aufrechtzuerhalten.
Ernährungstyp: Aufwuchsfresser (Limnivore)
Alterserwartung
Zurzeit haben wir keine weiteren Informationen zur Lebenserwartung dieses Tiers.

Natürlicher Lebensraum

Hypancistrus furunculus – L 199 bewohnt in seinem natürlichen Lebensraum überwiegend schnell fließende, felsige Gewässer im Regenwaldgebiet, wie sie typischerweise in den Nebenflüssen der Amazonasregion vorkommen. Das kristallklare Wasser weist einen leicht sauren bis neutralen pH-Wert sowie weiche bis mäßig harte Parameter auf, wobei die Temperaturen in der Regel zwischen 24 und 28°C liegen. Die Umgebung ist geprägt von üppiger Vegetation, umgestürzten Bäumen und Felsen, die reichlich Rückzugsmöglichkeiten und Verstecke bieten, während zugleich der Sauerstoffgehalt durch die rasche Strömung hoch ist. Saisonale Schwankungen im Wasserstand und im Durchfluss infolge starker Regenfälle prägen dieses dynamische Ökosystem, in dem der Art ein wichtiger Aspekt ihres Überlebensverhaltens und ihrer Tarnung zukommt.
Wasserpflanzen: Anubias, Bucephalandra, Cryptocoryne, Echinodorus, Javafarn

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