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Zierfische, Familie Characidae

Mini Rosy Tetra Hyphessobrycon dorsalis

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Mini Rosy Tetra (Hyphessobrycon dorsalis) ist ein zierlicher Salmler aus der Familie Characidae und erreicht etwa 3,7 cm Standardlänge. Die Art gehört zur „Rosy Tetra“-Gruppe und gilt als deren schlankster Vertreter. Sie wurde erst 2014 wissenschaftlich beschrieben und zuvor im Handel als Hyphessobrycon minor fehlbestimmt. Das markanteste Erkennungsmerkmal ist die typische weiß-schwarz-weiße Rückenflossenfärbung. Die Körperfärbung ist zurückhaltend und zart transparent wirkend.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Schwarm
  • Friedlich
  • bis 3,7 cmEndgröße

  • 3-5 JahreLebenserwartung

  • 24-28 °CTemperatur

  • 5,5-7,5pH-Wert

  • 2-15 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium ist Hyphessobrycon dorsalis ein friedlicher Schwarmfisch, der die mittlere Schwimmzone bevorzugt. Die Tiere bewegen sich in Gruppen durch das Becken und weichen bei Störungen in bepflanzte Bereiche aus. Der optische Reiz entfaltet sich besonders im größeren Schwarm und im Kontrast zu leuchtenderen Begleitfischen.

Die Art stammt aus dem Rio-Caures-Becken in Brasilien, einem typischen Schwarzwassersystem des Amazonasgebiets mit tanninhaltigen Gewässern. Daraus ergibt sich eine natürliche Vorliebe für weiches, leicht saures Wasser.

Haltung und Pflege

Der Mini Rosy Tetra benötigt tropisches Wasser mit 24 bis 28 °C, einem pH-Wert von 5,5 bis 7,5 und einer Gesamthärte von 2 bis 15 °dGH. Als Schwarzwasserart gedeiht die Art im unteren Bereich dieser Spannen am besten. Ein Becken ab 80 cm Kantenlänge und mindestens 112 Litern bietet Platz für einen größeren Schwarm.

Die Einrichtung sollte dicht bepflanzte Bereiche mit feinteiligen Pflanzen, Moosen und Javamoos umfassen. Freischwimmende Bereiche in der Mitte sind wichtig. Feines, dunkles Substrat, Treibholz und Laubstreu schaffen eine biotoptypische Atmosphäre. Gedämpfte Beleuchtung kommt der natürlichen Umgebung entgegen.

Die Strömung sollte moderat bis schwach sein. Regelmäßige, schonende Wasserwechsel halten die Parameter stabil.

Hyphessobrycon dorsalis ist ein pflegeleichter Schwarmfisch für naturnahe Schwarzwasserbecken. Größere Gruppen von 15 oder mehr Tieren werden empfohlen, da sich der optische Reiz der Art im synchronen Schwarm entfaltet.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Hyphessobrycon dorsalis ist ein ausgeprägter Schwarmfisch. Die Mindestgruppengröße liegt bei 6 Tieren, für ein optimales Schwarmverhalten werden 15 bis 20 Exemplare empfohlen. Innerhalb einer gut strukturierten Gruppe sind Aggressionen selten. Das Temperament ist friedlich und zurückhaltend.

Geeignete Beifische sind kleine, friedliche südamerikanische Salmler, Panzerwelse (Corydoras), Otocinclus und Zwergbuntbarsche (Apistogramma), die weiches, leicht saures Wasser bevorzugen. Größere Raubfische sind ungeeignet. Schnecken werden toleriert, Junggarnelen können gefährdet sein.

Ernährung

Hyphessobrycon dorsalis ist ein Allesfresser mit Neigung zu tierischer Kost. Im Aquarium eignen sich feine Trockenfuttermischungen (Qualitätsflocken, Mikrogranulate) als Basis, ergänzt durch Artemia-Nauplien, Cyclops, kleine Wasserflöhe und gelegentlich Mikrowürmer. Spirulina-Flocken runden die Ernährung ab. Mehrere kleine Portionen täglich sind günstiger als einmaliges reichliches Füttern.

Zucht

Hyphessobrycon dorsalis ist ein Freilaicher. Die Tiere verteilen nicht-klebende Eier über feine Pflanzenstrukturen oder einen Laichmops. Für die Zucht empfiehlt sich ein separates, gedämpft beleuchtetes Zuchtbecken mit weichem, leicht saurem Wasser. Konditionierung durch proteinreiches Futter fördert die Laichbereitschaft.

Nach dem Ablaichen sollten die Elterntiere entfernt werden, da sie die Eier fressen. Die Inkubation dauert etwa 24 bis 36 Stunden, freischwimmende Jungfische erreichen dieses Stadium nach etwa 5 Tagen. Als Erstfutter eignen sich Infusorien, später Artemia-Nauplien und Mikrowürmer.

Natürlicher Lebensraum

Hyphessobrycon dorsalis stammt aus dem Rio-Caures-Becken in Brasilien, einem typischen Schwarzwassersystem des Amazonasgebiets mit tanninhaltigen, leicht gefärbten Gewässern und organischem Laubsubstrat. Die Art bewohnt ruhige, langsam fließende Gewässerbereiche mit dichter Vegetation und abgeschwächtem Licht. Die Tiere leben in der mittleren Schwimmzone, wo sie zwischen Pflanzenbeständen nach Nahrung suchen.

Geschlechtsunterschiede

Gesicherte morphologische Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen sind nicht dokumentiert. Männchen zeigen tendenziell etwas lebhaftere Farben, Weibchen erscheinen vor dem Laichen fülliger im Bauchbereich. Der Größenunterschied ist gering. Für Züchter bieten Körperfülle und subtile Farbunterschiede die praktikabelsten Hinweise.

Gut zu wissen

  • Schlankster Vertreter der Rosy-Tetra-Gruppe
  • Erst 2014 wissenschaftlich beschrieben, zuvor als Hyphessobrycon minor fehlbestimmt
  • Heimat: Rio-Caures-Becken, Brasilien (Schwarzwassersystem)
  • Geringes Sprungrisiko
  • Freilaicher, Eiablage über feinblättrige Pflanzen oder Laichmops
  • Optischer Reiz entfaltet sich im größeren Schwarm (15 bis 20 Tiere)
  • Charakteristische weiß-schwarz-weiße Rückenflossenfärbung

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Mini Rosy Tetra?

Die empfohlenen Werte liegen bei 24 bis 28 °C, pH 5,5 bis 7,5 und GH 2 bis 15 °dGH. Als Schwarzwasserart gedeiht die Art am besten im unteren Bereich, also weiches, leicht saures Wasser.

Kann man den Mini Rosy Tetra vergesellschaften?

Geeignet sind kleine südamerikanische Salmler, Panzerwelse, Otocinclus und Zwergbuntbarsche. Alle Beifische sollten weiches, leicht saures Wasser bevorzugen.

Kann man den Mini Rosy Tetra im Aquarium züchten?

Die Zucht ist teilweise dokumentiert. Als Freilaicher verteilt die Art Eier über feinblättrige Pflanzen. Weiches, leicht saures Wasser und proteinreiche Konditionierung fördern die Laichbereitschaft.

Wie groß wird der Mini Rosy Tetra?

Die Art erreicht etwa 3,7 cm Standardlänge. Im Schwarm von 15 oder mehr Tieren entfaltet sie ihren optischen Reiz am besten.

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