
Buntbarsche
Vierstreifen-Schlankcichlide
Julidochromis regani
- Endgröße: 13 cm
- Aquarium: ab 240 l
- Temperatur: 23-27 °C
- pH-Wert: pH 7,5-9
- Wasserhärte: mittelhart bis sehr hart
- Schwierigkeit: Mittel
Paarweise halten, territorial
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Zierfische, Familie Cichlidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Julidochromis marksmithi ist ein schlanker Buntbarsch aus der Kipili-Region des Tanganjikasees, der im Aquarium eine Gesamtlänge von 8 bis 12 cm erreicht (6,3 cm SL ). Die Art wurde erst 2014 von Burgess formal beschrieben und war zuvor im Handel als Julidochromis regani ‚Kipili‘ bekannt.

bis 12 cmEndgröße
8-12 JahreLebenserwartung
23-27 °CTemperatur
8-9pH-Wert
15-25 °dGHGesamthärte
ab 240 lAquariengröße
Charakteristisch ist ein dunkler Streif am Kinn, der bei den verwandten Julidochromis ornatus und Julidochromis dickfeldi fehlt; zudem zeigt die Art 2,5 Längsstreifen, während Julidochromis regani vier besitzt. Die Grundfärbung ist gelblich bis gelbbraun mit schwarzen Längsstreifen und einem Blauschimmer an den Flossenrändern. Im Aquarium bleiben die Tiere bevorzugt in Bodennähe, sitzen oft kopfüber an Felsvorsprüngen und gleiten mit präzisem Schwimmstil eng an Felswänden entlang. Diese enge Bindung an Stein- und Spaltenstrukturen macht ihre Haltung in einem entsprechend gestalteten Aquarium lohnend. Innerartliche Rangkämpfe und territoriale Auseinandersetzungen sind häufig und äußern sich in Revierverhalten, Drohgebärden und Verfolgungsjagden. Julidochromis-Arten sind sehr ortstreu und beanspruchen einzelne Spalten oder Höhlen als festen Aufenthalts- und Brutplatz. Große Wasserwechsel oder drastische Veränderungen im Beckenaufbau können das Reviergefüge stören und zu verstärkten Aggressionen führen.
Für die Aquarienhaltung gelten folgende Wasserwerte: Temperatur 23–27 °C, pH 8,0–9,0 und Gesamthärte (GH) 15–25 °dGH. Werte unter pH 8,0 sind zu meiden; diese Art stammt aus dem hart-alkalischen Tanganjikasee und verträgt weiches oder saures Wasser nicht. Eine konstant hohe Wasserhärte ist wichtiger als ein exakter pH-Zielwert. Regelmäßige kleine Wasserwechsel sind großen seltenen Wechseln vorzuziehen, da letztere etablierte Paare destabilisieren können. Als artgerechte Mindestbeckengröße für ein Paar wird ein Becken mit mindestens 120 cm Kantenlänge empfohlen. Die Einrichtung sollte felsenreiche Strukturen betonen: viele Höhlen, überlappende Steinplatten, Spalten und Überhänge schaffen die nötigen Reviere und Brutplätze. Als Bodengrund eignet sich eine sandige bis feinkiesige Schicht. Robuste Pflanzen wie Anubias oder Vallisneria können an Felsen angebracht werden. Filterung und Sauerstoffversorgung sollten leistungsfähig und auf gute Wasserqualität ausgerichtet sein, da Riftsee-Arten klare, gut filtrierte Bedingungen bevorzugen. Julidochromis marksmithi ist für Halter geeignet, die ein felsenreiches, chemisch stabiles Becken mit hartem, alkalischem Wasser schaffen können und Erfahrung im Umgang mit territorialen Riftsee-Cichliden haben. Eine sorgfältige Partnerwahl, eine strukturierte Aquarieneinrichtung mit vielen Spalten und Höhlen sowie eine auf die Bioregion abgestimmte Vergesellschaftung – ohne andere Julidochromis-Arten – sind die Schlüssel zu einer erfolgreichen Haltung.
Julidochromis marksmithi bildet monogame Paare und wird am besten als Paar gehalten. In einem Paar bilden die beiden Tiere ein enges Sozialgefüge und verteidigen gemeinsam ihren Revierbereich. Bei mehreren Paaren im selben Becken kommt es zu innerartlicher Konkurrenz um Spalten und Reviere, die sich in ausgeprägten Territorialkämpfen äußern kann. Julidochromis-Arten hybridisieren leicht miteinander; niemals zwei verschiedene Julidochromis-Arten im selben Becken halten. Temperamentlich gelten die Tiere als semi-aggressiv: Im Normalzustand sind sie aktiv und neugierig, reagieren jedoch auf Eindringlinge in ihr Revier deutlich aggressiv. Während der Brutzeit steigt die Aggressivität merklich an. Schnecken werden toleriert; adulte Garnelen in der Regel ebenfalls, Junggarnelen sind jedoch gefährdet. Für eine harmonische Vergesellschaftung kommen ausschließlich Tanganjika-Cichliden vergleichbarer Größe in Frage, die andere Nischen besetzen (z. B. Schneckenbuntbarsche, Cyprichromis-Arten), sowie Synodontis-Arten. Unter keinen Umständen andere Julidochromis-Arten im selben Becken halten. Weichwasserarten wie Corydoras, Otocinclus, Ancistrus, Neocaridina, Paracheirodon, Apistogramma, Hyphessobrycon und Nannostomus sind ungeeignet.
Julidochromis marksmithi ist in der Natur ein Karnivore, der vorwiegend kleine Wirbellose, Krebstierchen und Insektenlarven von Felsoberflächen abpickt. Im Aquarium empfiehlt sich eine proteinbetonte, abwechslungsreiche Ernährung: hochwertiges Granulat- oder Pelletfutter für Cichliden, gefriergetrocknete und tiefgekühlte Nahrung wie Artemia, Daphnia, Mysis, Cyclops und Zuckmückenlarven. Pflanzliche Ergänzungen durch Spirulina-haltige Produkte und gelegentlich Gemüse tragen zur Ausgewogenheit bei. Kleinere, regelmäßige Fütterungseinheiten sind größeren seltenen Mahlzeiten vorzuziehen.
Julidochromis marksmithi ist im Aquarium erfolgreich nachgezüchtet worden; der Fortpflanzungstyp ist Haftlaicher und die Zucht gilt als relativ einfach. Die Art bildet monogame Paare, die einen festen Brutplatz an einer Felsenoberfläche oder in einer Spalte wählen und dort die Eier anbringen. Weibchen legen typischerweise 30–50 Eier; die Eier schlüpfen nach etwa 2–3 Tagen. Beide Eltern beteiligen sich aktiv an der Bewachung und Pflege des Geleges und später der Jungfische. Die Jungen nehmen von Beginn an frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien an. In größeren Becken können mehrere Generationen gleichzeitig koexistieren. Von großen Wasserwechseln ist in der Brutphase abzuraten, da sie die Paarbeziehung destabilisieren können.
Julidochromis marksmithi stammt aus dem Tanganjikasee in Ostafrika, insbesondere aus der Region um Kipili, Nkondwe Island und nördlich davon. Die Art bewohnt klare, tiefe Fels- und Sandbereiche des Sees mit großen Gesteinsformationen, Spalten und Überhängen. Typisch sind scharf strukturierte Uferbereiche mit ausgedehnten Felshängen und kleinen Sandtaschen. Die Strömungsverhältnisse sind moderat mit ausreichend Sauerstoffgehalt und klarem Wasser. Vegetation ist an den felsigen Uferzonen gering; stattdessen dominieren Algenfilme und Aufwüchse an Steinflächen als Nahrungsquelle.
Weibchen von Julidochromis marksmithi sind in der Regel größer und massiger gebaut als Männchen und übernehmen häufig eine dominantere Rolle bei der Brutpflege. Farblich werden keine verlässlichen Unterschiede dokumentiert; beide Geschlechter zeigen ähnliche Musterung. Äußere Unterschiede zeigen sich meist im Körperbau und Verhalten: Weibchen wirken gedrungener, Männchen schlanker.
Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 23–27 °C, pH 8,0–9,0 und GH 15–25 dGH. Hartes, alkalisches Wasser ist Pflicht, da die Art aus dem Tanganjikasee stammt.
Geeignete Mitbewohner sind andere Tanganjika-Cichliden vergleichbarer Größe wie Schneckenbuntbarsche oder Cyprichromis-Arten sowie Synodontis-Welse. Andere Julidochromis-Arten dürfen nicht im selben Becken gehalten werden, da sie leicht hybridisieren.
Die Zucht ist relativ einfach. Die Art ist ein Haftlaicher, der monogame Paare bildet und Eier in Felsspalten oder Höhlen ablegt. Weibchen legen 30–50 Eier, die nach 2–3 Tagen schlüpfen.
Für ein Paar wird ein Becken mit mindestens 120 cm Kantenlänge empfohlen. Die Einrichtung sollte viele Höhlen, Spalten und Steinplatten als Revierstrukturen bieten.
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