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Zierfische, Familie Cichlidae

Vierstreifen-Schlankcichlide Julidochromis regani

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Julidochromis regani, die Vierstreifen-Schlankcichlide, ist eine markante Buntbarschart aus dem ostafrikanischen Tanganjikasee, die im Aquarium üblicherweise eine Körperlänge von 10 bis 13 cm erreicht. Vier Längsstreifen prägen das Erscheinungsbild; die genaue Farbausprägung variiert je nach geografischer Herkunft, da Julidochromis regani in zahlreichen Lokalvarianten vorkommt (u. a. Kipili, Kamakonde, Kantalamba).

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Paarweise
  • Territorial
  • 13 cmEndgröße

  • 8 JahreLebenserwartung

  • 23-27 °CTemperatur

  • 7,5-9pH-Wert

  • 10-25 °dGHGesamthärte

  • ab 240 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium hält sich Julidochromis regani bevorzugt in Bodennähe auf, zwischen Felsen, in Spalten und an Höhleneingängen. Die Art ist kein Freischwimmer der oberen Wasserschichten, sondern ein Felsbewohner, der eng an die Substratstruktur gebunden ist. Typisch ist das neugierige, zielgerichtete Inspizieren von Höhlen und Gesteinsformationen. Julidochromis regani gilt als die am wenigsten aggressive Art der Gattung und ist damit unter den Julidochromis-Arten vergleichsweise verträglich. Die Haltung in alkalischem, hartem Wasser entspricht den Bedingungen des Tanganjikasees, und die robuste Natur macht Julidochromis regani zu einem klassischen Einstiegsvertreter der Riftsee-Cichliden.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 23–27 °C, pH 7,5–9,0, GH 10–25 °dGH. Durchgehende Stabilität von pH und Härte ist wichtiger als häufige Schwankungen. Julidochromis regani benötigt ein strukturreiches Aquarium mit Höhlen, Felsspalten und sandigem Substrat. Für ein Paar empfiehlt sich ein Becken mit mindestens 120 cm Kantenlänge und 240 Liter. Das Becken sollte eine Kombination aus feinem bis mittelkörnigem Sand und soliden Felsformationen bieten. Robuste Pflanzen wie Anubias können optische Struktur und Sichtschutz bieten. Die Art kommt mit mäßiger Strömung gut zurecht; leistungsfähige, jedoch nicht überstarke Filterung ist empfehlenswert. Das Sprungrisiko ist gering, dennoch empfiehlt sich ein sicher schließender Deckel. Julidochromis regani ist eine reizvolle Art für Aquarianer, die ein Tanganjika-Biotop pflegen möchten. Als am wenigsten aggressive Julidochromis-Art bietet sie einen vergleichsweise entspannten Einstieg in die Haltung dieser Gattung. Die Vielzahl an Lokalvarianten macht die Art zudem für Liebhaber geografisch sortierter Becken interessant.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Julidochromis regani ist territorial und wird idealerweise als festes Paar gehalten. Innerhalb eines Paares bildet sich eine starke, langfristige Paarbindung; beide Partner beteiligen sich an der Revierverteidigung und Brutpflege. Gegenüber Artgenossen zeigt die Art ausgeprägte Revieransprüche, besonders während der Balz und Brutpflege. Außerhalb der Brutzeit ist das Temperament vergleichsweise ruhig. Geeignete Vergesellschaftungspartner sind andere Tanganjika-Cichliden ähnlicher Größe wie Altolamprologus und Cyprichromis sowie robuste Synodontis-Welsarten. Corydoras, Otocinclus, Ancistrus, Neocaridina, Paracheirodon, Apistogramma, Hyphessobrycon und Nannostomus sind ungeeignet. Schnecken werden weitgehend toleriert. Junggarnelen sind gefährdet, adulte Garnelen meist sicher.

Ernährung

Julidochromis regani ist ein Karnivore mit deutlicher Neigung zu tierischer Kost. Im Aquarium sollte die Ernährung von lebenden und gefrorenen Futtertieren dominiert werden; hochwertiges Flockenfutter und Granulat für Buntbarsche können ergänzend angeboten werden. Geeignete Futtermittel sind Artemia, Mysis, Cyclops und ähnliche Kleinkrebse. Gelegentlich können pflanzliche Bestandteile wie Spirulina-Flocken oder blanchierter Spinat zur Abwechslung gegeben werden. Mehrmals täglich kleine Rationen sind sinnvoll.

Zucht

Julidochromis regani ist ein Höhlenbrüter (substratlaichend) und die Zucht ist in der Fachliteratur gut dokumentiert. Das Paar laicht verborgen in einer Höhle oder Felsspalte, wobei das Weibchen bis zu 300 Eier (meist weniger) an der Decke oder den Wänden der Höhle ablegt. Beide Elternteile beteiligen sich an der Brutpflege; das Weibchen bewacht vorrangig die Eier, während das Männchen den Höhleneingang verteidigt. Die Jungfische können längere Zeit bei den Eltern verbleiben und werden aktiv beschützt. Stabile Wasserbedingungen (pH 8,2–9,0, Temperatur 25–27 °C) begünstigen die Zucht. Voraussetzung ist ein festes, harmonisches Paar sowie geeignete Höhlen als Laichplätze.

Zuchtwasser: 25 bis 27 °C, pH 8,2 bis 9

Natürlicher Lebensraum

Julidochromis regani ist im Tanganjikasee in Ostafrika verbreitet. Die Art wird häufig in Seegebieten mit abwechslungsreichem Substrat gefunden und gilt als weniger strikt felsenbewohnend als einige andere Julidochromis-Arten. Typische Fundorte sind sandige Abschnitte mit verstreuten Felsen und kleinen Felsgruppen. Trotz der Präferenz für sandige Bereiche wird die Art regelmäßig an felsigen Strukturen beobachtet, da zur Fortpflanzung und Revierabgrenzung oft Höhlen in Felsen genutzt werden.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen sind im Durchschnitt etwas größer und kräftiger als Männchen. Die Genitalpapillen unterscheiden sich in der Form: beim Männchen schlanker und spitzer, beim Weibchen stumpfer und breiter. Beim Ablaichvorgang ist der Unterschied am deutlichsten sichtbar. Weitere Merkmale wie Kopfform und Körperfülle können zur Geschlechtsbestimmung herangezogen werden.

Gut zu wissen

  • Bodennah lebend: bevorzugt Felsen, Spalten und Höhleneingänge
  • Viele Lokalvarianten mit unterschiedlicher Färbung (Kipili, Kamakonde u. a.)
  • Starke, langfristige Paarbindung; Höhlenbrüter mit intensiver Elternfürsorge
  • Am wenigsten aggressive Julidochromis-Art – gut geeignet für Tanganjika-Anfänger
  • Sprungrisiko: gering
  • Junggarnelen gefährdet; Schnecken toleriert

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Vierstreifen-Schlankcichlide?

Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 23–27 °C, pH 7,5–9,0 und GH 10–25 dGH. Hartes, alkalisches Wasser ist Pflicht, da die Art aus dem Tanganjikasee stammt.

Kann man den Vierstreifen-Schlankcichlide vergesellschaften?

Geeignete Mitbewohner sind andere Tanganjika-Cichliden ähnlicher Größe wie Altolamprologus und Cyprichromis sowie robuste Synodontis-Welsarten. Weichwasserarten sind ungeeignet.

Ist die Zucht von der Vierstreifen-Schlankcichlide möglich?

Die Zucht ist gut dokumentiert. Die Art ist ein Höhlenbrüter, der bis zu 300 Eier in einer Höhle ablegt. Beide Elternteile beteiligen sich an der Brutpflege.

Wie groß muss das Aquarium für den Vierstreifen-Schlankcichlide sein?

Für ein Paar wird ein Becken mit mindestens 120 cm Kantenlänge und 240 Litern empfohlen. Strukturreiche Einrichtung mit Höhlen und sandigen Flächen ist entscheidend.

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Fragen und Erfahrungen

2 Kommentare, der letzte vom 30. Januar 2016
  1. Sauerbrey Olaf

    Ich bin im Besitz des wunderschönen Fisches und habe auch schon Nachzucht. Die Brutpflege ist sehr intensiv. Das Revier wird stark Bewacht. Kommt ein anderer Fisch in die Nähe, wird er abgedrängt und Attackiert.

  2. Matthias WiesenseeRedaktion

    Danke für deine Erfahrungen, Olaf. Hast du eventuell Bilder, die wir in diesem Steckbrief unter deinem Namen veröffentlichen können?

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