Macropodus spechti

Deutscher Name: Schwarzer Paradiesfisch

Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
Herkunft:
Vietnam
Farben:
braun
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Macropodus spechti
Gattung: Macropodus
Familie: Osphronemidae

Beschreibung

Der Schwarze Paradiesfisch (Macropodus spechti) ist ein kompakt gebauter Labyrinthfisch aus der Familie Osphronemidae mit einer Größe von ca. 9 cm. Die Art zeigt eine hellbraune bis dunkelgraue Grundfärbung mit schwachen Querbändern. Rote Pigmente in den unpaaren Flossen fehlen, was das wichtigste Unterscheidungsmerkmal gegenüber Macropodus erythropterus darstellt. Im Aquarium zeigt die Art meist ruhiges Verhalten in mittleren bis oberflächennahen Bereichen. Die ausgeprägte Territorialität zwischen Männchen und das Schaumnest-Brutpflegeverhalten machen die Art zu einem interessanten Beobachtungsobjekt.
Sozialverhalten: Einzelgänger
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Labyrinthfisch mit Labyrinthorgan, benötigt Zugang zur Wasseroberfläche
  • Schaumnestbauer, Männchen betreiben aktive Brutpflege
  • Territorial, besonders zwischen Männchen und während der Brutphase
  • Temperaturtolerant und anpassungsfähig
  • Kann gelegentlich springen, Abdeckung empfohlen
  • Verwechslungsgefahr mit M. erythropterus: M. spechti fehlen rote Flossenanteile

Vergesellschaftungshinweise

Macropodus spechti wird als Paar oder in einer Gruppe gehalten. Während der Fortpflanzungszeit werden Männchen territorial und verteidigen ihr Schaumnest energisch. Direkte Auseinandersetzungen zwischen Männchen können ernsthaft verlaufen. Schnecken werden weitgehend toleriert. Junggarnelen können als Futter angesehen werden, adulte Garnelen werden meist toleriert. Die Vergesellschaftung gelingt mit friedlichen Schwarmfischen aus Südostasien wie Rasboras und ruhigen Schmerlen.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen erreichen die größere Körperlänge und verfügen über längere, spitz zulaufende Flossen. Die Färbung der Männchen ist intensiver und kontrastreicher. Weibchen sind kompakter gebaut und weniger markant gefärbt.
Größe: ca. 9 cm

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: 20-30 °C, pH 6,0-8,0, GH 5-20 °dGH. Macropodus spechti benötigt ein Aquarium mit mindestens 80 cm Kantenlänge und 112 Litern. Dicht bepflanzte Bereiche mit schwimmenden Pflanzen und offene Schwimmflächen nahe der Oberfläche sind ideal. Die Strömung sollte mäßig sein. Als Labyrinthfisch muss Zugang zur Wasseroberfläche gewährleistet sein. Die Abdeckung sollte möglichst dicht schließen, damit die Luft über dem Wasser angewärmt bleibt, was für die Entwicklung des Labyrinthorgans bei Jungfischen wichtig ist. Saisonale Temperaturabsenkung: Als subtropische Art profitiert der Schwarze Paradiesfisch von einer Winterruhe bei 12-16 °C über mehrere Wochen. Dies fördert Gesundheit, Farbintensität und Fortpflanzungsbereitschaft.
Wasserhärte:
weich bis hart
pH-Wert
6,0-8,0
Temperatur:
20-30 °C
Beckengröße:
ab 80 cm, 112 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Macropodus spechti ist ein Schaumnestbauer und gilt in der Zucht als relativ unkompliziert. Männchen bauen Schaumnester an der Wasseroberfläche innerhalb von Schwimmpflanzen-Inseln und übernehmen die Hauptpflege der Eier und Larven. Leicht weiches, warmes Wasser fördert die Laichbereitschaft.

Ernährung/Futterbedarf

Macropodus spechti ist ein Fleischfresser (Karnivore). Im Aquarium werden Daphnia, Artemia, Weißwürmer, Grindal-Würmer und Mückenlarven gut angenommen. Hochwertiges Trockenfutter wird ergänzend akzeptiert, ist aber kein vollwertiger Ersatz für lebende und gefrorene Proteinquellen. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
ca. 5-8 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Macropodus spechti besiedelt natürliche Stillgewässer und langsam fließende Kleingewässer in Südostasien, insbesondere in Vietnam und angrenzenden Regionen. Die Art kommt an vegetationsreichen Ufern von Teichen, Reisfeldern und kleinen Bächen vor.

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