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Zierfische, Familie Cichlidae

Greshakes Zebrabuntbarsch Maylandia greshakei

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Maylandia greshakei (im Handel als „Ice Blue“ oder „Red Top Ice Blue Zebra“ bekannt, auch als Pseudotropheus ice blue geführt) ist ein Mbuna-Buntbarsch aus dem Malawisee mit einer Größe von bis zu 13,5 cm. Männchen zeigen eine intensive eisblaue Grundfärbung mit einer leuchtend orange-roten Rückenflosse und gelben Eiflecken auf der Afterflosse.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Harem
  • Territorial
  • bis 14 cmEndgröße

  • 5-8 JahreLebenserwartung

  • 24-28 °CTemperatur

  • 7,6-8,8pH-Wert

  • 10-25 °dGHGesamthärte

  • ab 300 lAquariengröße

Beschreibung

Die Farbintensität variiert von kühlem Blaugrau bis zu kräftigem Himmelblau, wobei balzaktive Männchen fast weiß erscheinen können. Weibchen und Jungtiere sind deutlich unscheinbarer in bräunlich-grauer Grundfärbung. Innerhalb der Gattung ähnelt die Art Maylandia mbenji, ist jedoch nicht polymorph. Die natürliche Verbreitung ist sehr begrenzt, weshalb die IUCN die Art als „Near Threatened“ einstuft.

Haltung und Pflege

Maylandia greshakei benötigt ein felsenreiches Becken ab 130 cm Kantenlänge und mindestens 300 Litern. Wasserwerte: 24-28 °C, pH 7,6-8,8, GH 10-25 °dGH. Gestapelte Steinaufbauten mit zahlreichen Spalten und Höhlen, ergänzt durch offene Sandflächen, bilden die Einrichtung. Aragonithaltiges Substrat oder Korallensand eignet sich zur Pufferung der Wasserhärte. Pflanzen werden in der Regel gefressen. Überbesatz kann helfen, Aggressionen zu verteilen. Regelmäßige Wasserwechsel (mindestens 25 % wöchentlich) und leistungsfähige Filterung sind wichtig.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Harem, semi-aggressiv bis aggressiv. Harem (1M/3-4W). Garnelen gefährdet. Maylandia greshakei vergesellschaftet man am besten mit anderen robusten Mbuna-Arten ähnlicher Größe und vergleichbarer Durchsetzungsfähigkeit, etwa Labidochromis caeruleus, Pseudotropheus saulosi oder Iodotropheus sprengerae. Arten mit ähnlicher Färbung (andere eisblaue oder hellblaue Maylandia/Metriaclima) sind zu vermeiden, da Männchen auf farbähnliche Arten besonders aggressiv reagieren und Hybridisierung innerhalb der Gattung möglich ist. Sehr friedliche, scheue Arten oder deutlich kleinere Fische sind ungeeignet. Wirbellose wie Garnelen und Schnecken werden als Futter betrachtet.

Ernährung

Maylandia greshakei ist ein limnivorer Aufwuchsfresser mit starkem pflanzlichen Schwerpunkt. In der Natur weidet die Art Aufwuchs von Felsen ab und ernährt sich zusätzlich von Phytoplankton im Freiwasser. Spirulina-Flocken, Malawi-Pellets und überbrühtes Gemüse (Spinat, Gurke, Zucchini) bilden die Hauptnahrung. Cyclops oder Mysis gelegentlich zur Konditionierung. Rote Mückenlarven, Tubifex und Rinderherz strikt vermeiden wegen Malawi-Bloat-Risiko.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Maternaler Maulbrüter
Zuchtschwierigkeit: Mittel
Zuchtwasser: pH 8,0–8,5, GH 10–20 °dGH, 25–27 °C
Auslöser: Gute Wasserqualität und reichhaltige Fütterung. Das Männchen gräbt eine flache Laichgrube im Sand und balzt intensiv um das Weibchen. Die Eiablage erfolgt über dem Substrat in typischer Mbuna-Manier: Das Weibchen sammelt die Eier ins Maul und wird durch die Eiflecken auf der Afterflosse des Männchens zur Aufnahme der Spermien animiert.
Ein ausgewachsenes Weibchen kann bis zu 60 Eier produzieren. Die Inkubationszeit beträgt 21–25 Tage, in denen das Weibchen Eier und später Larven im Maul trägt und kaum Nahrung aufnimmt. Die Jungfische sind bei Entlassung groß genug, um frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien zu fressen. Ein separates Aufzuchtbecken oder dichte Verstecke erhöhen die Überlebensrate der Jungen erheblich.

Zuchtwasser: 25 bis 27 °C, pH 8 bis 8,5, bis 10 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Maylandia greshakei ist endemisch im Malawisee und kommt nur an wenigen Fundorten im Südostarm des Sees vor: Makokola Reef, Crocodile Rocks und in der Nähe von Boadzulu Island. Die Art besiedelt die oberen Bereiche felsiger Riffe in Tiefen von 15–35 Metern, bevorzugt an Übergängen zu offenem Wasser. Hier grast sie Aufwuchs von sedimentbedeckten Felsen ab und schwimmt zur Phytoplanktonaufnahme ins freie Wasser – ein Verhalten, das sie von den meisten strikt felsbewohnenden Mbuna unterscheidet. Die natürliche Verbreitung ist sehr begrenzt, weshalb die Art von der IUCN als „Near Threatened“ (potenziell gefährdet) eingestuft wird. Im Aquarienhandel sind praktisch ausschließlich Nachzuchten erhältlich.

Geschlechtsunterschiede

Die Art ist deutlich geschlechtsdimorph: Männchen entwickeln die namensgebende eisblaue Färbung mit leuchtend orange-roter Dorsale und erreichen bis zu 13–14 cm. Weibchen bleiben mit etwa 10 cm deutlich kleiner und zeigen eine unauffällige bräunlich-graue Grundfärbung. Bei adulten Tieren ist die Geschlechtsbestimmung anhand der Färbung zuverlässig möglich.

Gut zu wissen

  • Korrekte Bezeichnung: Maylandia greshakei, IUCN-Status „Near Threatened“ (potenziell gefährdet) wegen sehr begrenzter Verbreitung
  • Endemisch im Malawisee, kommt nur an wenigen Fundorten vor (Makokola Reef, Crocodile Rocks, Boadzulu Island)
  • Besiedelt ungewöhnlich tiefe Riffbereiche (15-35 m) und schwimmt zur Phytoplanktonaufnahme ins Freiwasser
  • Maternaler Maulbrüter, bis zu 60 Eier pro Gelege, 21-25 Tage Inkubationszeit
  • Limnivorer Aufwuchsfresser, Malawi-Bloat-Risiko bei fleischreichem Futter

Häufige Fragen

Wie groß wird Greshakes Zebrabuntbarsch / Ice Blue Red Top?

Maylandia greshakei erreicht bis 13,5 cm (SL); in Aquarienhaltung bis 14 cm.

Welche Wasserwerte braucht Greshakes Zebrabuntbarsch / Ice Blue Red Top?

Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 24–28 °C, pH 7,6–8,8, GH 10–25 °dGH.

Kann man Greshakes Zebrabuntbarsch / Ice Blue Red Top vergesellschaften?

Maylandia greshakei vergesellschaftet man am besten mit anderen robusten Mbuna-Arten ähnlicher Größe und vergleichbarer Durchsetzungsfähigkeit, etwa Labidochromis caeruleus, Pseudotropheus saulosi oder Iodotropheus sprengerae. Arten mit ähnlicher Färbung (andere eisblaue oder hellblaue Maylandia/Metriaclima) sind zu vermeiden, da Männchen auf farbähnliche Arten besonders aggressiv reagieren und Hybridisierung innerhalb der Gattung möglich ist.

Wie groß muss das Aquarium für Greshakes Zebrabuntbarsch / Ice Blue Red Top sein?

Empfohlen wird ein Becken mit 130 cm Kantenlänge und 300 Liter.

Kann man Greshakes Zebrabuntbarsch / Ice Blue Red Top im Aquarium züchten?

Zuchtwasser: pH 8,0–8,5, GH 10–20 °dGH, 25–27 °C Auslöser: Gute Wasserqualität und reichhaltige Fütterung. Das Männchen gräbt eine flache Laichgrube im Sand und balzt intensiv um das Weibchen.

Was frisst Greshakes Zebrabuntbarsch / Ice Blue Red Top?

Maylandia greshakei ist ein limnivorer Aufwuchsfresser mit einem starken pflanzlichen Schwerpunkt. In der Natur weidet die Art Algenaufwuchs (Biofilm) von Felsen ab und ernährt sich zusätzlich von Phytoplankton im freien Wasser – ein für Mbuna ungewöhnliches Verhalten.

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Fragen und Erfahrungen

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  • Aquarium: ab 300 l
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  • pH-Wert: pH 7,6-8,6
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