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Zierfische, Familie Cichlidae

Roter Cichlide Rubricatochromis (Hemichromis) guttatus

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Rubricatochromis guttatus (früher Hemichromis guttatus, seit 2022 Rubricatochromis guttatus) ist ein kompakter, seitlich abgeflachter Buntbarsch aus der Familie Cichlidae mit einer Maximalgröße von ca. 12 cm SL (Männchen, ca. 13-14 cm TL). Adulte Tiere entwickeln eine ausgeprägt rote bis rotbraune Grundfärbung mit metallisch schimmernden Schuppen. Flecken auf Flanke und Kiemendeckel sind artbestimmend.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Harem
  • Aggressiv
  • bis 14 cmEndgröße

  • 5-8 JahreLebenserwartung

  • 23-27 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 5-20 °dGHGesamthärte

  • ab 200 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium zeigt Rubricatochromis guttatus ein aktives, bodennahes Verhalten. Die Art hält sich bevorzugt im unteren Schwimmbereich auf und nutzt Steine, Wurzeln und Höhlen als Reviermarken. Außerhalb der Fortpflanzungszeit zeigen Paare ein kontrollierbares Aggressionsniveau; während der Brutpflege steigt die Aggressivität deutlich an.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 23 bis 27 °C, pH 6,0 bis 7,5, GH 5 bis 20 dGH. Mindestens 120 cm Beckenlänge (ca. 200 Liter) für ein Paar. Strukturreiche Einrichtung mit Steinen, Wurzeln und Höhlen. Robuste, gut verankerte Pflanzen. Sandflächen im Vordergrund. Leistungsfähige Filterung. Regelmäßige Teilwasserwechsel.

Passt das Wasser bei dir?

Verhalten und Vergesellschaftung

Rubricatochromis guttatus ist ein Paarfisch und sollte als Paar oder Einzeltier gehalten werden. Das Temperament ist territorial, während der Laichphase hochaggressiv. Geeignete Beifische sind robuste westafrikanische Arten wie Synodontis-Welse (z. B. S. nigriventris), größere westafrikanische Salmler wie Phenacogrammus interruptus und Pelvicachromis-Arten in ausreichend großen Becken. Junggarnelen sind gefährdet, adulte Garnelen und Schnecken werden toleriert.

Ernährung

Allesfresser mit deutlichem Schwerpunkt auf tierischer Kost. Lebendfutter und Frostfutter: Artemia, Mückenlarven, Daphnien, Mysis. Hochwertige fleischbetonte Flockenkost oder Granulat als Basisfutter. Gelegentlich pflanzliche Komponenten (Spirulina-Flocke) ergänzend. Regelmäßige, abwechslungsreiche Fütterung.

Zucht

Gut dokumentiert, mittlere Schwierigkeit. Zuchtwasserwerte: 25 bis 27 °C, pH 6,0 bis 7,5, GH maximal 15 dGH. Substratlaicher. Gut konditionierte Paare laichen bereitwillig bei regelmäßigen Wasserwechseln. Ein Laich umfasst 300 bis 500 Eier. Eier schlüpfen nach ca. 48 Stunden. Larven werden von den Eltern in vorbereitete Gruben umgetragen. Freischwimmende Jungfische nach ca. 5 bis 6 Tagen. Eltern betreiben aktive Brutpflege für ca. 4 Wochen. Erstfutter: Artemia-Nauplien oder Mikrowürmer.

Zuchtwasser: 25 bis 27 °C, pH 6 bis 7,5, bis 15 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Rubricatochromis guttatus stammt aus Westafrika (Sierra Leone bis Kamerun, Küstenflüsse). Die Art besiedelt bodennahe Zonen in Flussläufen, Seitenarmen und vegetationsreichen Uferbereichen.

Geschlechtsunterschiede

Männchen werden deutlich größer (bis ca. 13-14 cm TL) als Weibchen (ca. 10-11 cm TL). Adulte Männchen besitzen oft ausgeprägtere Flossen und eine intensivere Rotfärbung. Die Geschlechtsbestimmung ist bei Jungtieren schwierig.

Gut zu wissen

  • Substratlaicher mit ausgeprägter elterlicher Brutpflege (ca. 1 Monat)
  • Deutliche Territorialtendenzen, besonders während der Fortpflanzungsphase
  • Bodennahes Verhalten, präferiert die untere Schwimmbahn
  • Taxonomisch seit 2022: Rubricatochromis guttatus (Lamboj und Koblmüller)
  • Junggarnelen gefährdet, adulte Garnelen und Schnecken toleriert
  • Sprungneigung gering

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Rote Cichlide?

Temperatur 23 bis 27 °C, pH 6,0 bis 7,5 und GH 5 bis 20 dGH. Die Art stammt aus Westafrika.

Wie groß wird der Rote Cichlide?

Der Rote Cichlide erreicht ca. 12 cm Standardlänge (Männchen ca. 13-14 cm TL). Weibchen bleiben kleiner.

Kann man den Roten Cichliden vergesellschaften?

Geeignete Beifische sind robuste westafrikanische Arten wie Synodontis-Welse und Kongosalmler.

Kann man den Roten Cichlide züchten?

Ja, die Zucht ist gut dokumentiert (mittlere Schwierigkeit). Substratlaicher mit 300 bis 500 Eiern pro Laich und intensiver elterlicher Brutpflege.

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Fragen und Erfahrungen

2 Kommentare, der letzte vom 16. März 2017
  1. rene

    also meine zerlegen alle Pflanzen besonders wenn sie eier gelegt haben werden alle pflanzen rausgerissen

    1. Matthias WiesenseeRedaktion

      Ja, während der Brutpflege ist das Verhalten durchaus anders, stimmt!

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