
Welse
Zwerg-Hummelwels
Microglanis poecilus
- Endgröße: 7 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 22-28 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Pseudopimelodidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Kleine Harlekinwels (Microglanis iheringi) wird etwa 6 cm groß und gehört zur Familie der Pseudopimelodidae. Sein kompakter, gedrungener Körper zeigt breite dunkelbraune bis schwarze Querbänder, die von beigen bis gelblichen Flächen unterbrochen werden und an ein Hummel- oder Harlekinmuster erinnern.

6 cmEndgröße
5-6 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
5-12 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Die vergleichsweise große Kopfpartie trägt lange, bewegliche Barteln, die dem Fisch beim Aufspüren von Beute im Substrat dienen. Im Aquarium zeigt dieser kleine Wels typisches Bodenfischverhalten: tagsüber versteckt er sich unter Wurzeln, zwischen Steinen oder auf sandigem Substrat und wird vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Als Lauerjäger schnappt er nach lebendem oder gefrorenem Tierfutter, das am Boden angeboten wird. Trotz seiner räuberischen Gewohnheiten gegenüber kleinen Wirbellosen und Jungfischen verhält er sich gegenüber gleichgroßen oder größeren Friedfischen ruhig und zurückhaltend. Besonders hervorzuheben ist die Kombination aus lebhafter Bänderung und dem ruhigen, lauernden Lebensstil. Barteln und Augenstellung sind auf nächtliche Nahrungssuche spezialisiert. Im natürlichen Habitat besiedelt die Art schnell fließende Gewässerabschnitte über Fels- und Kiesuntergrund, weshalb im Aquarium auf eine spürbare Wasserströmung und strukturreiche Einrichtung mit Felsen, Wurzeln und Höhlen geachtet werden sollte.
Die empfohlenen Aquariumwerte sind: Temperatur 24–28 °C, pH 6–7,5, GH 5–12 °dGH. Als Beckengröße wird ein Aquarium mit mindestens 80 cm Kantenlänge (ab 112 Liter) empfohlen. Die Einrichtung sollte Sand oder sehr feinen, abgerundeten Kies als Substrat enthalten. Größere Steine, Felsbrocken und Wurzeln sind wichtig, da die Art im natürlichen Habitat schnell fließende, fels- und kiesreiche Gewässerabschnitte bewohnt. Tonröhren, flache Steinhöhlen und dichte Pflanzengruppen am Beckenrand ergänzen die Einrichtung ideal. Eine merkliche bis mäßig starke Strömung kommt dem natürlichen Habitat entgegen. Die Beleuchtung sollte nicht zu grell sein, da die Art schattige Bereiche bevorzugt. Regelmäßige Wasserwechsel und eine gute Filterung sind wichtig, um organische Belastung zu reduzieren. Der Kleine Harlekinwels ist ein ruhiger, dankbarer Pflegling, der bei artgerechter Einrichtung mit ausreichend Verstecken und einer kleinen Gruppe seinesgleichen sein interessantes Nachtverhalten zeigt. Das Sprungrisiko ist gering, eine Abdeckung aber dennoch ratsam.
Microglanis iheringi ist ein geselliger Bodenbewohner und sollte in einer Gruppe ab 5 Tieren gepflegt werden, da dies sichtbares, natürliches Verhalten fördert. In Ruhephasen liegen die Tiere oft eng aneinander oder teilen sich nahe Verstecke, nachts entwickeln sie sich zu aktiven Jägern. Das Temperament ist insgesamt friedlich gegenüber gleichgroßen oder größeren Mitbewohnern. Während der Laichzeit können Männchen territoriales Verhalten zeigen und Bruthöhlen verteidigen. Junggarnelen sind gefährdet, adulte größere Garnelen wie Amanogarnelen werden in der Regel toleriert. Schnecken gelten als weitgehend sicher. Für eine harmonische Vergesellschaftung eignen sich ruhige Fische aus derselben Bioregion Südamerika. Corydoras-Arten, kleine friedliche Salmler und andere ruhige Bodenbewohner stellen gute Gesellschaft dar. Sehr kleine Wirbellose und räuberische Arten sollten vermieden werden.
Microglanis iheringi ist überwiegend karnivor mit klarer Präferenz für tierische Nahrung. Im natürlichen Habitat ernährt sich die Art hauptsächlich von Insekten, darunter vor allem Ameisen. Im Aquarium zeigt sie eine Vorliebe für lebende oder gefrorene Kleinbeutetiere wie Mückenlarven, Artemia, Tubifex und Daphnien. Sinkende Welstabletten und Granulat werden ebenfalls akzeptiert. Fütterungszeiten in der Dämmerung oder am Abend führen zu besseren Ergebnissen als Morgengaben.
Microglanis iheringi ist eierlegend und gilt in der Aquaristik als schwierig zu züchten. Für die Zucht werden weichere Wasserwerte und ein leicht abgesenkter pH als förderlich beschrieben. Ein kühler, größerer Wasserwechsel kann als Trigger dienen und ahmt die Regenzeit nach. Dunkle Höhlen oder Röhren sollten als Laichplätze angeboten werden. Gelegegrößen wurden mit 100–650 Eiern dokumentiert. Die Inkubationszeit bei rund 25 °C liegt zwischen 18 und 24 Stunden. Nach dem Freischwimmen benötigen die Jungfische Artemia-Nauplien und sehr feines Staubfutter. Die größte Herausforderung ist das Verhindern von Eifraß durch Mitbewohner oder Elterntiere.
Microglanis iheringi stammt aus dem Turmero-Flusssystem im Norden Venezuelas, das in das abflusslose Becken des Valencia-Sees entwässert; im Handel finden sich zudem häufig ähnliche Formen aus dem Orinoco-Einzugsgebiet. Dort bewohnt die Art schnell fließende Gewässerabschnitte mit felsigem und kiesigem Untergrund sowie dichter Ufervegetation. Diese Strukturen bieten zahlreiche schattige Verstecke und Spalten für die nachtaktive Lebensweise. Die stärkere Strömung und der fels- und kiesreiche Boden unterscheiden das natürliche Habitat von klassischen Schwarzwasserbiotopen.
Die Geschlechtsbestimmung ist bei Microglanis iheringi schwierig. Weibchen erscheinen bei Laichbereitschaft deutlich fülliger im Bauchbereich, während Männchen schlanker wirken. Eine sichere Unterscheidung ist oft erst durch Beobachtung des Laichverhaltens möglich, wenn Weibchen voluminöser werden und Männchen territoriale Laichpflege zeigen.
Microglanis iheringi fühlt sich bei einer Temperatur von 24–28 °C, einem pH von 6–7,5 und einer GH von 5–12 °dGH wohl. Die Art stammt aus fließenden Gewässern Venezuelas und bevorzugt sauerstoffreiches, sauberes Wasser.
Ja, Microglanis iheringi ist friedlich gegenüber gleichgroßen Fischen. Geeignete Beifische sind kleine südamerikanische Salmler, Corydoras und andere ruhige Bodenbewohner. Junggarnelen können allerdings als Beute dienen.
Die Zucht ist möglich, aber schwierig. Die Art ist eierlegend und benötigt Höhlenverstecke als Laichplatz. Ein kühler Wasserwechsel kann als Laichauslöser dienen. Die Aufzucht der Jungfische erfordert sehr feines Futter.
Microglanis iheringi ist überwiegend karnivor und bevorzugt lebende oder gefrorene Mückenlarven, Artemia, Tubifex und Daphnien. Im natürlichen Lebensraum ernährt er sich vor allem von Insekten. Fütterung am Abend ist am effektivsten.
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