
Süßwassernadeln
Rotköpfige Süßwassernadel
Microphis leiaspis
- Endgröße: 19 cm (SL)
- Aquarium: ab 240 l
- Temperatur: 22-27 °C
- pH-Wert: pH 6,5-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
Paarweise halten, friedlich
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Zierfische, Familie Syngnathidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Die Krokodilzahn-Süßwassernadel (Microphis cuncalus) wird bis zu 17,5 cm (SL) groß und gehört zur Familie der Syngnathidae. Der schlanke, langgestreckte Körper zeigt einen grünlichen Rücken und einen weißlichen Bauch. Auf dem Rücken verlaufen mehrere dunkle Linien, die ein netzartiges Muster erzeugen. An der Schwanzregion zeigt sich eine rötliche bis rote Färbung, die kontrastreich zum dezenten Körperkleid wirkt.

bis 17,5 cmEndgröße
4 JahreLebenserwartung
22-28 °CTemperatur
7-8pH-Wert
10-20 °dGHGesamthärte
ab 240 lAquariengröße
Im Aquarium verhält sich Microphis cuncalus zurückhaltend und scheu. Die Tiere halten sich überwiegend in der unteren Schwimmzone auf und nutzen dichte Randvegetation, Wurzeln und Totholz zur Tarnung. Sie bewegen sich langsam und gezielt, oft in vertikaler Stellung nahe Pflanzenstängeln, wo sie auf kleine Lebendfutterorganismen lauern. Wie alle Syngnathidae zeigt die Art Brutpflege durch das Männchen: Weibchen übertragen die Eier in eine ventrale Bruttasche des Männchens. In der Natur kommt teils eine Wanderung zwischen Süß- und Brackwasser vor.
Die empfohlenen Aquariumwerte sind: Temperatur 22–28 °C, pH 7–8, GH 10–20 °dGH. Als Beckengröße wird ein Aquarium mit mindestens 100 cm Kantenlänge (ab 240 Liter) empfohlen. Die Einrichtung sollte dicht bepflanzt sein mit robusten, hochwachsenden Pflanzen. Wurzeln, Totholz und dichter Randbewuchs sind wichtig für Tarnung und Jagdverstecke. Sand oder sehr feiner Kies als Substrat ist ideal. Die Strömung sollte ruhig bis schwach sein. Regelmäßige Wasserwechsel und eine gute biologische Filterung sind wichtig. Starke Strömung stört das ruhige Schwimmverhalten. Das Sprungrisiko ist gering, eine Abdeckung aber empfehlenswert. Die Krokodilzahn-Süßwassernadel ist eine anspruchsvolle Art für fortgeschrittene Aquarianer. Die Kombination aus spezieller Nahrungsanforderung und dem Bedarf an dichter Bepflanzung und Versteckstrukturen erfordert Erfahrung in der Pflege.
Microphis cuncalus lebt in lockeren Aggregationen und sollte in einer kleinen Gruppe gehalten werden, um Stress zu reduzieren. Konkrete Angaben zur Mindestgruppengröße liegen nicht vor, mehrere Individuen zusammen verbessern jedoch das Sicherheitsgefühl. Das Temperament ist sehr friedlich und passiv. Unter normalen Bedingungen zeigen die Tiere keine Aggressionen. Während der Brutzeit ziehen sich Männchen mit gefüllter Bruttasche noch stärker zurück. Die Art darf nicht mit hektischen oder futterneidischen Fischen vergesellschaftet werden. Schnecken werden toleriert. Kleine Zwerggarnelen, insbesondere Jungtiere, werden gefressen. Adulte größere Garnelen sind meist sicher. Geeignete Beifische sind ruhige Arten aus Südasien, die ähnliche Wasseransprüche haben.
Microphis cuncalus ist ein karnivorer Lauerjäger, der auf lebende Beutetiere spezialisiert ist. Frost- oder Trockenfutter wird häufig verweigert. Geeignet sind Artemia (frisch geschlüpft), Mysis, Daphnien, weiße Mückenlarven und Cyclops. Mehrmals tägliche Fütterung in kleinen Portionen ist wichtig. Zur Konditionierung vor der Zucht eignen sich Mysis, Mückenlarven und Enchyträen.
Microphis cuncalus ist ein Bruttaschen-Träger mit Brutpflege durch das Männchen. Die Zuchtschwierigkeit ist hoch. Zucht-Temperatur: 25–27 °C, Zucht-pH: 7,2–8, Zucht-GH: maximal 20 °dGH. Das Weibchen übergibt die Eier an das Männchen, das sie in seiner Bruttasche austrägt. Als Laichauslöser dienen Simulationen der Regenzeit: großzügige Wasserwechsel und reichhaltige Fütterung mit hochwertigem Lebendfutter. Gelegegrößen liegen bei 50–200 Eiern, die Inkubationsdauer beträgt etwa 14–21 Tage bei 25 °C. Die Aufzucht gilt als extrem schwierig. Frisch freigelassene Jungtiere benötigen winziges Lebendfutter wie Infusorien und Rädertierchen, später Artemia-Nauplien.
Zuchtwasser: 25 bis 27 °C, pH 7,2 bis 8, bis 20 °dGH
Microphis cuncalus stammt aus Südasien, mit dokumentierter Herkunft aus Indien, Bangladesch und Sri Lanka. Die Art kommt in Süßwasserflüssen und Mündungsgebieten vor und bevorzugt ruhige Flussabschnitte mit dichter Randvegetation und zahlreichen Versteckmöglichkeiten. Das Substrat ist sandig oder feinkiesig, die Strömung schwach bis langsam.
Männchen tragen eine deutlich erkennbare Bruttasche an der Bauch- bzw. Schwanzunterseite. Männchen sind tendenziell minimal größer als Weibchen. Die Art erreicht bis zu 17,5 cm SL. Weitere äußerliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind dezent.
Microphis cuncalus benötigt Temperaturen von 22–28 °C, pH 7–8 und GH 10–20 °dGH. Die Art stammt aus Südasien und bevorzugt ruhige, sauerstoffreiche Gewässer.
Nur mit ruhigen, nicht futterneidischen Arten aus Südasien. Hektische oder drängende Schwimmer sind ungeeignet. Junggarnelen werden als Futter betrachtet, Schnecken sind sicher.
Die Zucht ist sehr schwierig. Das Männchen trägt die Eier in einer Bruttasche. Regenzeitliche Wasserwechsel können als Auslöser dienen. Die Aufzucht der Jungfische erfordert winziges Lebendfutter.
Die Art ist ein karnivorer Lauerjäger und benötigt lebendes Futter wie Artemia, Mysis, Daphnien und Mückenlarven. Trocken- und Frostfutter wird meist verweigert. Mehrmals tägliche Fütterung ist nötig.
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