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Zierfische, Familie Danionidae

Malabar-Bärbling Opsarius (Barilius) bakeri

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Opsarius bakeri hieß früher Barilius bakeri. Opsarius bakeri ist ein schlanker, stromlinienförmiger Bärbling aus den schnell fließenden Bergflüssen der Western Ghats in Südwestindien, der bis zu 15 cm TL erreicht. Der Körperbau ist kraftvoll und auf aktives Schwimmen in Strömung ausgelegt. Silbrige Flanken mit bläulichen Flecken entlang der Körperseiten geben der Art ihren gebräuchlichen Namen Blaugefleckter Hügelbärbling.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Schwarm
  • Friedlich
  • bis 15 cmEndgröße

  • keine AngabeLebenserwartung

  • 18-26 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 1-10 °dGHGesamthärte

  • ab 450 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium ist Opsarius bakeri ein extrem aktiver Schwimmer, der vorwiegend die mittlere und obere Wasserschicht besiedelt. Die Art ist ein intensiver Futterkonkurrent; langsamere oder scheuere Arten werden beim Futterzugang konsequent verdrängt. Opsarius bakeri ist zudem ein hervorragender Springer, weshalb eine lückenlos schließende Abdeckung Pflicht ist. Die Art ist im Aquarienhandel selten erhältlich.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 18 bis 26 °C, pH 6,0 bis 7,5, GH 1 bis 10 dGH. Mindestens 150 cm Beckenlänge (ca. 450 Liter) für eine Gruppe von 5 oder mehr Tieren. Das Becken sollte offene Schwimmbahnen in der Mitte bieten und punktuell mit grobem Kies, größeren Steinen und vereinzelten Wurzelstücken strukturiert sein. Pflanzen eher an Rand- und Hinterbereichen einsetzen, da dichte Bepflanzung den Schwimmraum einschränkt. Kiesige bis grobkiesige Substrate entsprechen dem natürlichen Habitat. Starke Strömung ist Pflicht. Empfohlen wird ein Filterdurchsatz von mindestens dem 4- bis 5-fachen des Beckenvolumens pro Stunde. Gute Oberflächenbewegung zur Sauerstoffanreicherung ist essenziell. Regelmäßige Wasserwechsel von 30 bis 50 Prozent wöchentlich. Lückenlose Abdeckung ist zwingend, da die Art zu den hervorragenden Springern zählt.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Opsarius bakeri ist ein Schwarmfisch, der in einer Gruppe von mindestens 5 Tieren gehalten werden sollte. Innerhalb des Schwarms bildet sich eine deutliche Rangordnung aus. In zu kleinen Gruppen kommt es zu verstärktem Stress und Aggressionen unter Artgenossen. Gegenüber gleichgroßen, robusten Arten ist die Art verträglich. Kleine, langsame Fische werden beim Futter verdrängt oder als Beute betrachtet. Geeignete Beifische sind robuste südasiatische Cypriniden wie Dawkinsia, größere Devario und größere Rasbora sowie Bodenbewohner wie Garra, Botia und Schistura. Junggarnelen können gefressen werden; adulte Garnelen und Schnecken werden toleriert.

Ernährung

Karnivor (Insektenfresser). In der Natur vorwiegend oberflächenorientierter Jäger auf aquatische und terrestrische Insekten. Im Aquarium: proteinreiche Trockenfuttermittel als Basis, ergänzt durch Frostfutter (Mückenlarven, Artemia, Mysis) und Lebendfutter (Fruchtfliegen, kleine Grillen, Wasserflöhe). Mehrere Futterpunkte verteilen, damit ruhigere Mitbewohner ebenfalls Zugang erhalten. Die Futtermenge am Fressverhalten ausrichten und nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernen.

Zucht

Opsarius bakeri ist ein Eierstreuer ohne Brutpflege. Zur Aquariennachzucht liegen nur wenige belastbare Angaben vor; ein artspezifisch gesicherter Auslöser und ein verlässliches Aufzuchtprotokoll sind nicht dokumentiert.

Natürlicher Lebensraum

Opsarius bakeri ist endemisch in den Western Ghats Südwestindiens (vor allem Kerala). Die besiedelten Flusssysteme umfassen unter anderem Periyar, Kabini, Chalakudy, Neyyar und Pampa. Typische Habitate sind sauerstoffreiche, mäßig bis schnell fließende Flüsse und Bäche mit Kiesbett, Geröll und größeren Felsblöcken. Die Art ist durch Verschmutzung, Einbringen fremder Arten und Sand-/Kiesgewinnung in ihrem Bestand bedroht.

Geschlechtsunterschiede

Adulte Weibchen sind etwas gedrungener gebaut und wirken besonders zur Laichzeit deutlich rundlicher im Bauchbereich. Männchen zeigen eine schlankere Silhouette. Bei Jungtieren sind die Geschlechtsunterschiede kaum erkennbar.

Gut zu wissen

  • Hohes Sprungrisiko: lückenlose Abdeckung ist Pflicht
  • Schwarmfisch mit Mindestgruppe von 5 Tieren
  • Benötigt starke Strömung und sauerstoffreiches Wasser
  • Intensiver Futterkonkurrent: langsamere Arten werden verdrängt
  • Große freie Schwimmbahnen erforderlich
  • Endemisch in den Western Ghats (Indien)
  • Im Aquarienhandel selten
  • Zucht nicht dokumentiert: keine erfolgreiche Jungfischaufzucht bekannt

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Malabar-Bärbling?

Temperatur 18 bis 26 °C, pH 6,0 bis 7,5 und GH 1 bis 10 dGH. Die Art benötigt starke Strömung und sauerstoffreiches Wasser.

Wie groß muss das Aquarium für den Malabar-Bärbling sein?

Mindestens 150 cm Beckenlänge (ca. 450 Liter) für eine Gruppe von 5 oder mehr Tieren. Große freie Schwimmbahnen sind essenziell. Lückenlose Abdeckung ist Pflicht, da die Art ein hervorragender Springer ist.

Kann man den Malabar-Bärbling vergesellschaften?

Ja, mit robusten südasiatischen Cypriniden wie Dawkinsia, Devario und größeren Rasbora sowie Bodenbewohnern wie Garra und Schistura. Kleine, langsame Fische sind ungeeignet.

Kann man den Malabar-Bärbling züchten?

Zur Aquariennachzucht liegen nur wenige belastbare Angaben vor. Ein artspezifisch gesicherter Laichtrigger und ein verlässliches Aufzuchtprotokoll sind derzeit nicht dokumentiert.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Fragen und Erfahrungen

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Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Bärblinge, ähnlich groß.

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  • Endgröße: 9-11 cm SL
  • Aquarium: ab 350 l
  • Temperatur: 18-26 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
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  • Wasserhärte: weich bis hart
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  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
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  • Endgröße: bis 3,5 cm
  • Aquarium: ab 71 l
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 5,5-7
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Einfach

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