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Zierfische, Familie Danionidae

Kirschbärbling Rasbora lacrimula

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Kirschbärbling (Rasbora lacrimula) ist ein sehr kleiner, schlanker Schwarmfisch aus der Familie Danionidae mit einer Endgröße von etwa 3,1 cm SL. Die Grundfärbung zeigt warme Rot- bis Orangetöne. Ein schwacher dunkler Längsstreifen endet an der Schwanzwurzel in einem charakteristischen tränentropfenförmigen Fleck. Im Aquarium hält sich die Art bevorzugt in der mittleren und oberen Schwimmzone auf.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Schwarm
  • Friedlich
  • bis 3,5 cmEndgröße

  • 3-5 JahreLebenserwartung

  • 22-26 °CTemperatur

  • 5,5-7pH-Wert

  • 1-8 °dGHGesamthärte

  • ab 71 lAquariengröße

Haltung und Pflege

Im Aquarium hält sich die Art bevorzugt in der mittleren und oberen Schwimmzone auf. Die Haltung erfolgt in Gruppen von mindestens 8 bis 10 Tieren bei 22-26 °C, pH 5,5-7 und GH 1-8 °dGH in einem Becken ab 71 Litern mit 60 cm Kantenlänge.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Rasbora lacrimula ist eine ausgeprägte Schwarmart. Als Mindestgruppe werden 8–10 Tiere empfohlen; in größeren Gruppen ab 12 Exemplaren entfaltet die Art ihr vollständiges Sozialverhalten und zeigt intensivere Färbung. Das Temperament ist durchweg friedlich gegenüber allen passenden Mitbewohnern; aggressives oder territoriales Verhalten ist nicht dokumentiert. Während der Fortpflanzungszeit können kurze Verfolgungen zwischen Männchen beobachtet werden, ohne dass es zu ernsthaften Auseinandersetzungen kommt. Schnecken werden weitgehend toleriert. Bei Garnelen ist Vorsicht geboten: Junggarnelen können gefressen werden, adulte Garnelen werden in der Regel ignoriert. Rasbora lacrimula ist ideal für gut bepflanzte Gemeinschaftsaquarien mit anderen kleinen, friedlichen Arten aus Südostasien – etwa andere Miniatur-Rasboras (Boraras-Arten, Trigonostigma-Arten), kleine Schmerlen sowie bodenbewohnende Arten mit ähnlichen Wasserwertansprüchen. Unverträglich mit größeren, räuberischen oder territorial aggressiven Arten. Wegen der sehr geringen Körpergröße sind ausschließlich Beifische zu wählen, die keine Kleinstfische als Beute betrachten.

Ernährung

Rasbora lacrimula ist ein Mikro-Räuber, der in der Natur kleine Insekten, Kleinkrebse und Zooplankton aufnimmt. Im Aquarium eignen sich hochwertige Flocken und Mikrogranulat als Basis, ergänzt durch Artemia-Nauplien, Daphnien, Cyclops, Mikrowürmer und fein gehackte Mückenlarven.

Zucht

Rasbora lacrimula ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. Die Zucht ist dokumentiert und gilt als mittelschwer. Pro Laichperiode werden 30-50 Eier in feingliedrige Pflanzen gestreut. Zuchtbedingungen: pH 6-7, GH unter 5 °dGH, 25-26 °C. Inkubation 18-48 Stunden. Elterntiere nach dem Ablaichen entfernen.

Natürlicher Lebensraum

Rasbora lacrimula stammt aus Borneo (Kalimantan, Indonesien). Die Art wurde in flachen, klaren Kleingewässern mit langsamem Fluss über Sand- und Tonsubstrat entdeckt. Die Typlokalität liegt innerhalb einer Ölpalmenplantage, das ursprüngliche Habitat war ehemals bewaldet.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind schlanker, kleiner und farbintensiver als Weibchen, besonders beim Balzverhalten. Weibchen besitzen einen tieferen Körperbau und einen deutlich gerundeten Bauch, wenn sie laichreif sind. Der Größenunterschied ist gering, aber erkennbar.

Gut zu wissen

  • Tränentropfenförmiger Fleck an der Schwanzwurzel (namensgebend)
  • Reihe feiner Tuberkeln hinter der Rückenflosse als artspezifisches Merkmal
  • Leuchtende Rot- bis Orangefärbung bei Männchen
  • Borneo-Endemit
  • Geringes Sprungrisiko

Galerie

Häufige Fragen

Wie groß wird der Kirschbärbling?

Rasbora lacrimula erreicht etwa 3,1 cm SL.

Welche Wasserwerte braucht der Kirschbärbling?

Temperatur 22-26 °C, pH 5,5-7, GH 1-8 °dGH. Weiches Wasser wird bevorzugt.

Kann man den Kirschbärbling im Aquarium züchten?

Die Zucht ist dokumentiert und gilt als mittelschwer. Rasbora lacrimula ist ein Freilaicher. Pro Laichperiode werden 30-50 Eier gestreut.

Was frisst der Kirschbärbling?

Rasbora lacrimula ist ein Mikro-Räuber. Hochwertige Flocken und Mikrogranulat als Basis, ergänzt durch Artemia-Nauplien, Daphnien, Cyclops und Mikrowürmer.

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