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Zierfische, Familie Loricariidae

Clown-Harnischwels

Panaqolus aff. maccus

Der Clown-Harnischwels (Panaqolus maccus) wird etwa 8,8 cm groß und ist ein kompakt gebauter Harnischwels mit markanter Zeichnung. Die Grundfarbe ist dunkelbraun bis schwarz mit hellbraunen bis gelblichen vertikalen Bändern, die je nach Herkunftsort nahezu gerade (L104, Apure-Becken) oder unregelmäßig wellig (L162, Orinoco-Becken) verlaufen. Im Handel wird die Art unter den L-Nummern L104, L162 und LDA022 geführt.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Gruppenhaltung
  • Territorial
  • Kupferempfindlich
Clown-Harnischwels (Panaqolus aff. maccus)
Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
  • bis 10,5 cmEndgröße

  • 10-12 JahreLebenserwartung

  • 23-28 °CTemperatur

  • 6,8-7,6pH-Wert

  • 7-20 dGHGesamthärte

  • ab 160 lBeckengröße

Beschreibung

Im Aquarium suchen die Tiere tagsüber geschützte Plätze auf – Höhlen und Wurzelwerk dienen als Verstecke. Aktiv werden sie vorwiegend in der Dämmerung und nachts, wenn sie Holz und Aufwuchs abweiden. Bei ruhiger Beleuchtung und reichlich Verstecken sind sie auch tagsüber gut zu beobachten. Die enge Bindung an Holz als Nahrungs- und Einrichtungsbestandteil ist das zentrale Merkmal dieser Art. Panaqolus maccus ist xylophag – weiches Wurzelholz ist für Ernährung und Wohlbefinden Pflicht. Die Kombination aus markanter Zeichnung, relativ kleiner Endgröße und spezialisierter Nahrung macht diese Art auch für Einsteiger mit Interesse an Welsarten attraktiv.

Haltung und Pflege

Panaqolus maccus benötigt ein Becken ab 80 cm Kantenlänge (ca. 160 Liter) mit Temperaturen von 23–28 °C, einem pH-Wert von 6,8–7,6 und einer Gesamthärte von 7–20 °dGH. Feiner Sand oder sehr feiner Kies als Substrat, teilweise bedeckt mit Laub und Holz. Weiches Wurzelholz wie Moorkienholz ist als Nahrungsquelle Pflicht und muss permanent im Becken vorhanden sein. Mehrere Höhlen unterschiedlicher Größe reduzieren Territorialkonflikte. Zusätzliches Laub (Kastanien- oder Eichenblätter) fördert die natürliche Mikrofauna. Gedämpfte bis moderate Beleuchtung ist ideal. Mäßige Strömung mit guter Sauerstoffanreicherung. Kupferempfindlich: Auf kupferhaltige Medikamente und Dünger unbedingt verzichten. Die Art eignet sich für Einsteiger mit etwas Erfahrung, die bereit sind, dauerhaft Holz als Nahrungsquelle bereitzustellen.

Passt das Wasser bei dir?

Verhalten und Vergesellschaftung

Panaqolus maccus gilt als friedlich und eignet sich für die Gruppenhaltung, braucht dafür aber ausreichend Höhlen und Holzelemente. Bei der Verteidigung von Höhlen können die Tiere gegenüber Artgenossen und Bodenbewohnern territorial werden. Während der Brutzeit verteidigen Männchen die Bruthöhle aggressiv. Sehr gut kompatibel mit Schnecken und adulten Zwerggarnelen. Junggarnelen können in Einzelfällen erbeutet werden. Zur Vergesellschaftung eignen sich friedliche südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche.

Ernährung

Panaqolus maccus ist xylophag und ernährt sich überwiegend von Holz und Aufwuchs. Weiches Wurzelholz muss jederzeit vorhanden sein. Ergänzend eignen sich Zucchini, Gurke, Algen-Tabletten und Spirulina-Pellets. Frostfutter wie Mückenlarven, Artemia oder Cyclops dient als proteinreiche Ergänzung zur Konditionierung, sollte aber nicht den Hauptanteil ausmachen.

Zucht

Panaqolus maccus ist ein Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege. Die Zucht ist gut dokumentiert mit über 10 Zuchtberichten. Zur Auslösung der Laichbereitschaft wird eine Regenzeit-Simulation empfohlen: Konditionierungsphase bei 26–27 °C mit reichlicher Fütterung, dann starker Wasserwechsel mit kühlerem Wasser (Absenkung auf 21–22 °C), pH-Senkung auf 6,5–7 und erhöhte Strömung. Gelegegrößen liegen bei 20–60 Eiern. Inkubationszeit etwa 5–7 Tage bei 26 °C. Das Männchen bewacht das Gelege in der Höhle. Jungfische fressen frühzeitig zerriebene Algentabletten, weiches Holz und Staubfutter.

Zuchtwasser: 26 bis 27 °C, pH 6,5 bis 7, bis 10 dGH

Natürlicher Lebensraum

Panaqolus maccus stammt aus Venezuela, aus den Einzugsgebieten des Apure und des Caroní (Orinoco-System). Die Art bewohnt Uferzonen und strukturreiche Flussbereiche mit mäßiger bis stärkerer Strömung, reichlich Totholz und Wurzelgeflechten. Das saisonale Wechselspiel von Regen- und Trockenzeiten beeinflusst Verhalten und Fortpflanzung.

Geschlechtsunterschiede

Männchen entwickeln ausgeprägte Odontoden (stachelartige Hautzähnchen) an den Brustflossenstacheln, am Hinterkörper und an den Kiemendeckeln. Diese sind besonders während der Fortpflanzungsphase deutlich sichtbar. Weibchen sind in der Draufsicht deutlich fülliger und breiter gebaut.

Gut zu wissen

  • Im Handel als L104 (gerade Streifen), L162 (wellige Streifen) und LDA022 erhältlich
  • Xylophag: weiches Wurzelholz (z. B. Moorkienholz) ist als Nahrungsquelle Pflicht
  • Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege
  • Nacht- und dämmerungsaktiv
  • Relativ klein bleibend (ca. 8,8 cm) – gut geeignet für mittlere Aquarien
  • Kupferempfindlich – auf kupferhaltige Medikamente verzichten

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Clown-Harnischwels?

Panaqolus maccus benötigt Temperaturen von 23–28 °C, einen pH-Wert von 6,8–7,6 und eine Gesamthärte von 7–20 °dGH. Die Art toleriert vergleichsweise hartes Wasser.

Kann man den Clown-Harnischwels vergesellschaften?

Ja, mit friedlichen südamerikanischen Salmlern, Panzerwelsen und kleinen Buntbarschen. Sehr gut kompatibel mit Schnecken und adulten Garnelen.

Lässt sich der Clown-Harnischwels im Aquarium züchten?

Ja, die Zucht ist gut dokumentiert. Als Höhlenbrüter braucht die Art enge Höhlen. Eine Regenzeit-Simulation mit Temperaturabsenkung und weicherem Wasser löst die Laichbereitschaft aus. Gelegegrößen liegen bei 20–60 Eiern.

Was frisst der Clown-Harnischwels?

Die Art ist xylophag und benötigt weiches Wurzelholz als Hauptnahrung. Ergänzend eignen sich Zucchini, Gurke, Algen-Tabletten und Spirulina-Pellets. Frostfutter dient nur als Ergänzung.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Fragen und Erfahrungen

Ein Kommentar, der letzte vom 31. Januar 2014
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1 Kommentar
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Und das ist ein Panaqolus sp. aff. maccus, weder ein Peckoltia noch ein pulcher.

Passt ins Becken dazu

Vorschläge aus Herkunft, Wasserwerten, Größe und Temperament, dazu verträgliche Wirbellose und Pflanzen. Vor dem Einsetzen die Steckbriefe vergleichen.

Ringelsocken-Kopfsteher

Salmler

Ringelsocken-Kopfsteher

Synaptolaemus latofasciatus

  • Endgröße: bis 11 cm
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Platinbeilbauch

Beilbäuche

Platinbeilbauch

Thoracocharax securis

  • Endgröße: bis 9 cm
  • Becken: ab 300 l
  • Temperatur: 23-30 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Apfelschnecke

Schnecken

Apfelschnecke

Pomacea bridgesii

  • Endgröße: 4 – 7 cm
  • Becken: ab 60 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 7-8
  • Wasserhärte: mittelhart
  • Schwierigkeit: Anfängerfreundlich

Verträgt sich mit Garnelen, Wasser passt

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Harnischwelse, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Ucayali-Tigerharnischwels (L 206)

Harnischwelse

Ucayali-Tigerharnischwels (L 206)

Panaqolus sp. (L 206)

  • Endgröße: bis 10 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 25-29 °C
  • pH-Wert: pH 5,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Haremshaltung, friedlich

Roter Hexenwels

Harnischwelse

Roter Hexenwels

Leliella sp. „Rot“

  • Endgröße: 11 cm
  • Becken: ab 160 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

In der Gruppe halten, friedlich

Großer Ozelot-Harnischwels

Harnischwelse

Großer Ozelot-Harnischwels

Hypancistrus sp. L400

  • Endgröße: bis 12 cm
  • Becken: ab 200 l
  • Temperatur: 26-30 °C
  • pH-Wert: pH 5,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

Wabenmuster-Antennenwels

Harnischwelse

Wabenmuster-Antennenwels

Ancistrus sp. „Rio Tocantins“

  • Endgröße: bis 12 cm
  • Becken: ab 160 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Einfach

In der Gruppe halten, friedlich

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