Peckoltia sp. Rio Uatumã

Deutscher Name: Uatumã-Tigerharnischwels

Quelle: aqua-global - Dr. Jander & Co. OHG
Herkunft:
Brasilien, Südamerika
Farben:
schwarz
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Peckoltia sp.
Gattung: Peckoltia
Familie: Loricariidae

Beschreibung

Peckoltia sp. „Rio Uatumã“ (L497) ist ein auffällig gezeichneter Harnischwels mit goldbrauner bis gelblicher Grundfärbung und kräftigen schwarzen bis dunkelbraunen diagonalen Querstreifen, die ihm den Handelsnamen „Uatumã Tiger Pleco“ eingebracht haben. Der Körper ist flachgedrückt und mit knöchernen Platten gepanzert, typisch für die Familie der Loricariidae. Die saugende Mundscheibe ermöglicht sicheres Festhalten an Wurzeln und Steinen sowie das Abraspeln von Aufwuchs und Biofilm. Im Aquarium ist die Art überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und zeigt ausgeprägtes Revierverhalten um bevorzugte Höhlenplätze.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: schlecht

Besonderheiten

  • Handelsname L497, auch als Uatumã Tiger Pleco bekannt, aus dem Rio Uatumã im brasilianischen Amazonasgebiet
  • Auffällig goldbraune Grundfärbung mit kräftigen schwarzen Diagonalstreifen
  • Höhlenbrüter mit männlicher Brutpflege, Zucht in Aquarien bisher wenig dokumentiert
  • Omnivor mit Tendenz zu proteinreicher Kost, Fütterung nach Lichtausschaltung empfohlen
  • Überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv mit ausgeprägtem Revierverhalten um Höhlenplätze

Vergesellschaftungshinweise

friedlich, revierbildend um Höhlen, ruhig, dämmerungsaktiv. Haltung: einzeln oder in kleinen Gruppen mit ausreichend Höhlen. Verträglichkeit mit Wirbellosen: mit Vorsicht (kleine Garnelen gefährdet). Peckoltia sp. „Rio Uatumã“ ist gegenüber ruhigen, nicht-aggressiven Beifischen gut verträglich. Empfohlene Partner sind kleine Salmler, Corydoras-Arten und weitere friedliche Bodenbewohner. Zwerggarnelen (Neocaridina) sind gefährdet, größere Garnelenarten wie Amano-Garnelen werden in der Regel ignoriert. Vermeiden Sie große, territoriale Cichliden und stellen Sie ausreichend Rückzugsmöglichkeiten bereit.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen entwickeln deutliche Odontoden (kleine zahnartige Auswüchse) hinter den Kiemendeckeln, an den Brustflossenstacheln und am hinteren Körperdrittel bis zum Schwanzstiel. Weibchen sind in der Regel fülliger mit breiterer Bauchpartie, besonders bei Laichbereitschaft.
Größe: ca. bis 15 cm (SL)

Haltungstipps / Pflege

Peckoltia sp. „Rio Uatumã“ benötigt ein gut strukturiertes Becken ab 100 cm Kantenlänge mit zahlreichen Höhlen aus Ton, Schiefer oder Kokosschalen sowie mehreren Wurzeln. Die empfohlenen Wasserwerte liegen bei 25-29 °C, pH 6-7,5 und einer Gesamthärte von 2-15 °dGH. Der Bodengrund sollte aus feinem Sand oder abgerundetem Kies bestehen. Moderate Strömung, gute Sauerstoffversorgung und gedämpfte Beleuchtung mit Schattenbereichen sind wichtig. Wurzelholz sollte dauerhaft vorhanden sein, da die Tiere daran Aufwuchs und Biofilm abraspeln. Regelmäßige Teilwasserwechsel und stabile Wasserqualität halten die Tiere gesund. Wichtig: Wie alle Loricariidae reagiert diese Art empfindlich auf kupferhaltige Medikamente. Bei Krankheitsbehandlungen kupferfreie Alternativen verwenden.
Wasserhärte:
weich bis hart
pH-Wert
6-7,5
Temperatur:
25–29 °C
Beckengröße:
ab 100 cm, 160 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter Zuchtschwierigkeit: wenig dokumentiert Die Zucht ist in der Aquaristik bisher wenig dokumentiert. Wie bei anderen Peckoltia-Arten ist Höhlenbrut mit männlicher Brutpflege zu erwarten. Das Männchen bewacht und befächelt das Gelege in der Höhle. Als Zuchtauslöser empfiehlt sich eine Simulation der Regenzeit: großer, etwas kühlerer Wasserwechsel (Temperaturabsenkung um 2–3 °C), erhöhte Strömung und Sauerstoffzufuhr sowie weiches, leicht saures Wasser (pH 5,5–6,5, GH unter 5 °dGH). Reichhaltige Fütterung mit Frost- und Lebendfutter unterstützt die Konditionierung.

Ernährung/Futterbedarf

Peckoltia sp. „Rio Uatumã“ ist omnivor mit einer Tendenz zu proteinreicher Kost. Sinkende Welstabletten, Algen- und Spirulina-Tabs sowie überbrühtes Gemüse wie Zucchini oder Gurke bilden die Grundlage. Ergänzend sollte regelmäßig proteinreiches Frost- oder Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia oder Mysis gereicht werden. Die Fütterung erfolgt am besten nach dem Ausschalten der Beleuchtung. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 8-12 Jahre (geschätzt nach Gattungsdurchschnitt)

Natürlicher Lebensraum

Peckoltia sp. „Rio Uatumã“ bewohnt den Rio Uatumã, einen nördlichen Zufluss des Amazonas im brasilianischen Bundesstaat Amazonas. Der Lebensraum umfasst Flussabschnitte mit mäßiger bis stärkerer Strömung, Totholz, Wurzelwerk und großen Steinen. Die Substrate bestehen aus Sand oder feinem Kies mit Laubstreu, die Biofilm und Aufwuchs fördern. Saisonale Regenzeiten führen zu stärkerer Strömung, weicherem Wasser und erhöhter Laichbereitschaft.

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