Pseudocrenilabrus philander

Deutscher Name: Kupfermaulbrüter

Herkunft:
Borneo, Gabun
Farben:
braun, grün
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Pseudocrenilabrus philander
Gattung: Pseudocrenilabrus
Familie: Cichlidae

Beschreibung

Der Kupfermaulbrüter (Pseudocrenilabrus philander) ist ein kompakter, gedrungener Zwergbuntbarsch. Je nach Herkunftspopulation werden Männchen bis zu 13 cm Standardlänge dokumentiert; im Aquarium typisch 8–10 cm. Der Körperbau ist seitlich abgeflacht und hochrückig. Männchen sind deutlich größer und farbenprächtiger als Weibchen, mit einem markanten orangen Fleck auf der Afterflosse. Im Aquarium zeigt die Art ein aktives, bodennahes Verhalten mit ausgeprägtem Territorialverhalten. Insbesondere Männchen können sehr aggressiv sein – nur ein Männchen pro Becken halten. Die Art ist ein maternaler Maulbrüter – das Weibchen schützt Eier und Jungfische im Maul. HINWEIS: Drei Unterarten und bis zu 11 Populationen – im Aquarium nicht mischen (Hybridisierung).
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Maternaler Maulbrüter – Weibchen trägt Eier und Jungfische im Maul
  • Aggressionspotenzial nicht unterschätzen – nur 1 Männchen pro Becken
  • Drei Unterarten und bis zu 11 Populationen – nicht mischen (Hybridisierung)
  • Teilpopulationen tolerieren leicht brackige Bedingungen
  • Oranger Fleck auf der Afterflosse der Männchen

Vergesellschaftungshinweise

Pseudocrenilabrus philander wird mit einem Männchen und 3–4 Weibchen gehalten. Mehrere adulte Männchen zusammen führen zu anhaltenden Kämpfen. Das Aggressionspotenzial wird oft unterschätzt – Männchen bilden große Reviere und können empfindlichere Beifische stark bedrängen. Garnelen: Adulte meist toleriert, Junggarnelen gefährdet. Schnecken werden toleriert. Zur Vergesellschaftung eignen sich mittelgroße bis größere Schwarmfische aus der oberen bis mittleren Wasserschicht wie afrikanische Tetras oder Regenbogenfische. Empfindliche oder bodenbewohnende Arten sind wegen des Aggressionspotenzials ungeeignet.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen sind deutlich größer und farbenprächtiger mit orangem Afterflossen-Fleck und ausgeprägter Revierterritorialität. Weibchen bleiben kleiner, mit unauffälligerer Färbung und gedrungener Körperform während der Brutsaison.
Größe: bis 13 cm SL (im Aquarium typisch 8–10 cm)

Haltungstipps / Pflege

Pseudocrenilabrus philander benötigt ein Becken ab 120 cm Kantenlänge (ca. 160 Liter) mit Temperaturen von 22–25 °C, einem pH-Wert von 6,5–7,5 und einer Gesamthärte von 5–12 °dGH. Bereiche mit offenem Schwimmraum und dichte Pflanzzonen mit Versteckmöglichkeiten aus Wurzelholz und Steinhöhlen. Feines bis mittelkörniges Substrat, in dem die Tiere nach Nahrung suchen können. Mäßige bis gute Filterung, moderate Strömung. Regelmäßige Wasserwechsel. Abdeckung empfohlen. Pflanzen gut verankern, da die Art gelegentlich gräbt.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
6,5-7,5
Temperatur:
22-25 °C
Beckengröße:
ab 120cm, 240 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Pseudocrenilabrus philander ist ein maternaler Maulbrüter. Die Zucht ist gut dokumentiert und gilt als mittelschwer. Das Männchen gräbt eine Laichgrube; das Weibchen nimmt die Eier nach Befruchtung ins Maul und brütet sie für 10–14 Tage aus. Harem-Haltung (1M:3-4W) oder Gruppe aus 6–8 Jungtieren empfohlen. Aufzucht mit Artemia-Nauplien, Mikrowürmern und feinem Trockenfutter.

Ernährung/Futterbedarf

Pseudocrenilabrus philander ist ein Allesfresser mit fleischbetonter Neigung. Artemia, Cyclops, Daphnien, Mückenlarven, Muschel- oder Garnelenmischungen. Hochwertige Cichliden-Flocken oder -Granulat als Grundfutter. Gelegentlich Spirulina-Tabs oder blanchiertes Gemüse. Mehrere kleine Portionen pro Tag, um Rangstress zu reduzieren.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
bis 5 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Pseudocrenilabrus philander ist im südlichen und östlichen Afrika verbreitet – vom Orange-River-System über Südafrika nordwärts bis in die südlichen Kongozuflüsse und Teile von Zimbabwe, Malawi, Sambia, Tansania. Die Art besiedelt Flussabschnitte, Bäche, Seen und Teiche mit variabler Strömung. Einige Populationen kommen auch in leicht brackigen Bereichen vor.

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