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Zierfische, Familie Callichthyidae

Spitzkopf-Smaragdpanzerwels Brochis multiradiatus

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Spitzkopf-Smaragdpanzerwels (Brochis multiradiatus, Synonym: Corydoras multiradiatus) wird bis zu 8–10 cm groß und ist ein Vertreter der Panzerwelse aus der Familie Callichthyidae. Die Grundfärbung variiert von matt bräunlich-grau bis hin zu einem grünlich-metallischen Schimmer, der besonders auf den Flanken und dem Rückenbereich einen smaragdähnlichen Glanz erzeugt.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Schwarm
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
  • bis 10 cmEndgröße

  • 8 JahreLebenserwartung

  • 20-26 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 2-15 °dGHGesamthärte

  • ab 240 lAquariengröße

Beschreibung

Die Unterseite zeigt oft gelbliche bis leicht rosa Tönungen. Markante Merkmale sind die stark verlängerte Schnauze und die vielen Rückenflossenstrahlen (typischerweise 15–18, meist 17). Die Art wurde früher der Gattung Corydoras zugeordnet und aufgrund phylogenetischer Studien in die Gattung Brochis gestellt. Der gültige wissenschaftliche Name lautet Brochis multiradiatus. Im Aquarium zeigt die Art typisches Panzerwels-Verhalten: ein sehr aktiver Bodenbewohner, der regelmäßig das Substrat durchwühlt. Die Tiere wirken in Gruppen besonders lebhaft und neugierig, dabei bleiben sie besonders friedlich.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 20–26 °C, pH 6,0–7,5, GH bis ca. 12 dGH. Mindestens 120 cm Kantenlänge und ca. 240 Liter für eine Gruppe von 6–8 Tieren. Sehr feiner, weicher Sand als Substrat ist notwendig (Bartelschutz). Reichlich Verstecke durch Wurzeln, Äste und dichten Pflanzenbewuchs. Falllaub oder Torf als Laubstreu. Langsame bis mäßige Strömung. Gute Filterung mit Sauerstoffanreicherung. Achtung: Kupferhaltige Medikamente sind für Callichthyidae potenziell tödlich. Brochis multiradiatus (ehem. Corydoras multiradiatus) ist ein attraktiver, aktiver Panzerwels für naturnahe Gesellschaftsbecken mit südamerikanischer Besatzliste. Bei der Vergesellschaftung sind afrikanische Hartwasser-Cichliden strikt zu vermeiden.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Brochis multiradiatus ist am besten in naturnah eingerichteten Südamerikabecken zu halten und integriert sich dort gut mit anderen ruhigen, gleichartigen Beifischen. Empfohlene Beifische sind andere südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche aus der gleichen Region, sofern diese ähnliche Wasserwerte benötigen. Vermeiden Sie außerdem sehr aggressive oder sehr große Räuber, die den ruhigen Panzerwels stressen oder bedrängen würden.

Ernährung

Allesfresser und opportunistischer Bodenbewohner. Hochwertiges sinkendes Granulat und Futtertabletten als Grundration, ergänzt durch pflanzliche Komponenten (Algenblätter, Spirulina). Lebend- und Frostfutter wie Rote Mückenlarven, Tubifex, Daphnien, Cyclops und Artemia werden sehr gut angenommen. Die Futtermenge am Fressverhalten ausrichten und nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernen.

Zucht

Eine erfolgreiche Nachzucht von Brochis multiradiatus in menschlicher Obhut ist dokumentiert. Der veröffentlichte Bericht bestätigt den Zuchterfolg, liefert aber kein vollständiges artspezifisches Wasserwert- oder Auslöserprotokoll. Spekulative Regensimulationen aus verwandten Arten werden deshalb nicht als gesicherte Anleitung ausgegeben.

Natürlicher Lebensraum

Brochis multiradiatus stammt aus dem westlichen Amazonasbecken, insbesondere aus Flusssystemen wie dem Rio Napo, Rio Lagartococha, Rio Nanay und Rio Samiria in Ecuador, Peru und Bolivien. Der Typus-Fundort liegt an einem Zufluss des Rio Lagartococha in der ecuadorianischen Provinz Napo. In diesen Regionen besiedelt die Art klare, sauerstoffreiche Gewässer mit weichem, sandigem bis schlammigem Substrat. Typische Habitate sind langsam bis mäßig fließende Flussarme und Nebenflüsse, häufig mit dichtem Aufwuchs, reichlich Falllaub, versunkenen Ästen und aquatischer Vegetation. Die Art ist in der Natur an saisonale Veränderungen angepasst: Laichen findet überwiegend in der Regenzeit statt, wenn Temperatur, Härte und Wasserführung sich verändern. Die natürlichen Biotope sind tendenziell weich und leicht sauer bis neutral.

Geschlechtsunterschiede

Bei Brochis multiradiatus ist der Sexualdimorphismus erkennbar. Weibchen werden etwas größer, wirken von oben betrachtet deutlich breiter und fülliger, insbesondere wenn sie tragend sind. Männchen sind schlanker.

Gut zu wissen

  • Sehr ausgeprägte, leicht verlängerte Schnauze (spitzkopfartig).
  • Hohe Anzahl an Rückenflossenstrahlen (typisch 15–18, meist 17).
  • Stetiges Gründelverhalten: permanent suchend am Boden, Barteln werden intensiv genutzt.
  • Benötigt sehr feinen, weichen Sand als Substrat zum Schutz der sensiblen Barteln.
  • Springen: geringes Sprungrisiko; trotzdem eine sichere Abdeckung empfohlen.
  • Saisonales Laichverhalten: in der Natur laichend während der Regenzeit.
  • Zugang zur Wasseroberfläche: Die Art nutzt Darmatmung und schwimmt regelmäßig nach oben, um Luft zu schnappen – die Oberfläche darf nie vollständig zugewachsen sein.

Galerie

Häufige Fragen

Wie groß wird Spitzkopf-Smaragdpanzerwels?

Spitzkopf-Smaragdpanzerwels erreicht ca. bis ca. 10 cm SL. Aquarientiere bleiben oft etwas kleiner als Wildfänge.

Wie groß muss das Aquarium für Spitzkopf-Smaragdpanzerwels sein?

Empfohlen wird ab mind. 120 × 45 × 45 cm (ca. 240 L), Gruppe 6–8 Tiere. Größere Becken sind immer besser.

Welche Wassertemperatur braucht Spitzkopf-Smaragdpanzerwels?

Die optimale Temperatur liegt zwischen 20 und 26 °C.

Was frisst Spitzkopf-Smaragdpanzerwels?

Spitzkopf-Smaragdpanzerwels ist als Allesfresser ein opportunistischer Bodenbewohner.

Mit welchen Fischen kann Spitzkopf-Smaragdpanzerwels vergesellschaftet werden?

Spitzkopf-Smaragdpanzerwels ist am besten in naturnah eingerichteten Südamerikabecken zu halten und integriert sich dort gut mit anderen ruhigen, gleichartigen Beifischen.

Ist Spitzkopf-Smaragdpanzerwels für Anfänger geeignet?

Die Art eignet sich für erfahrene Einsteiger mit etwas Aquaristikpraxis.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

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