
Harnischwelse
Harnischwels L95
Pseudorinelepis sp. L95
- Endgröße: bis 45 cm
- Aquarium: ab 1080 l
- Temperatur: 26-30 °C
- pH-Wert: pH 5,5-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Schwierig
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Loricariidae
Pseudorinelepis genibarbis
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Pseudorinelepis genibarbis, der Tannenzapfenwels (engl. Pinecone Pleco), wird bis zu 35,6 cm SL (ca. 45-50 cm TL) groß und ist ein imposanter Vertreter der Familie Loricariidae. Der Körper ist vollständig von knöchernen Platten bedeckt, die dem Fisch ein tannenzapfenartiges Erscheinungsbild verleihen. Dichte Odontoden (borstenartige Hautzähne) an Wangen und Flanken sind bei adulten Männchen besonders ausgeprägt.
bis 50 cmEndgröße
5-8 JahreLebenserwartung
25-30 °CTemperatur
5,5-7,2pH-Wert
2-15 °dGHGesamthärte
ab 1230 lAquariengröße
Die Saugschnauze ist kräftig entwickelt. Pseudorinelepis genibarbis ist ein fakultativer Luftatmer: Die Art kann atmosphärische Luft schlucken, vor allem bei Sauerstoffmangel oder Stress. Das Becken muss daher Zugang zur Wasseroberfläche ermöglichen und darf nicht luftdicht abgedeckt werden. Im Aquarium zeigt die Art ein zurückhaltendes, bodenorientiertes Verhalten. Tagsüber meist inaktiv in Verstecken, wird sie in der Dämmerung und Nacht aktiver. Typisch für große Loricariiden ist ein ausgeprägtes Revierverhalten um Höhlen und Ruheplätze. Achtung beim Kauf: Im Handel kursieren mehrere L-Nummern (L056, L095, L152) unter dem Namen Pseudorinelepis genibarbis oder cf. genibarbis, die sich in Herkunft und Morphologie unterscheiden.
Wasserwerte für die Aquarienhaltung: Temperatur 25-30 °C, pH 5,5-7,2, GH 2-15 dGH. Leicht saure bis neutrale Bedingungen (pH 6,0-7,0) haben sich bewährt. Hartes, alkalisches Wasser ist ungeeignet. Beckengröße: Mindestens 200 cm Kantenlänge (ca. 1.230 Liter). Einrichtung: Bodennahe Strukturen mit vielen Verstecken: große Höhlen, hohle Wurzeln, Tonröhren, Steingruppen. Treibholz ist zwingend notwendig (Verdauung). Feiner Sand oder weicher Kies als Substrat. Schwimmpflanzen für Abschattung, da die Art lichtscheu ist. Strömung: Moderat bis schwach. Gute Filterung ist bei dieser biomassestarken Art Pflicht. Regelmäßige Wasserwechsel. Als fakultativer Luftatmer benötigt die Art freien Zugang zur Wasseroberfläche. Nicht luftdicht abdecken. Pseudorinelepis genibarbis ist ein anspruchsvoller Großwels für erfahrene Aquarianer mit großen Becken.
Pseudorinelepis genibarbis kann einzeln, paarweise oder in kleiner Gruppe gehalten werden. Erfahrungsberichten zufolge verträgt sich die Art mit Artgenossen besser als viele andere Großplecos, bei Gruppenhaltung sind ausreichend Raum und eine Vielzahl von Höhlen erforderlich. Die Art kann territorial reagieren, wenn Brutplätze oder Höhlen knapp werden. Garnelen sind nicht kompatibel. Jungschnecken können gefährdet sein, adulte Schnecken werden meist toleriert. Geeignete Beifische: Größere südamerikanische Salmler, andere Loricariiden (bei ausreichend Platz) und friedliche mittelgroße südamerikanische Buntbarsche. Klein- und Kleinstfische sind aufgrund der Körpergröße als Beifische ungeeignet.
Pseudorinelepis genibarbis ist ein Allesfresser mit deutlich pflanzlichem Schwerpunkt (Aufwuchsfresser). In der Natur: Biofilm, Algen, Detritus und Pflanzenreste. Im Aquarium: Algenscheiben, sinkende Welstabletten, Gemüse (Zucchini, Gurke, Paprika, kurz blanchiert). Ergänzend proteinreiches Frostfutter (Artemia, Mückenlarven). Treibholz im Becken ist für die Verdauung essentiell und kein optionales Dekorationselement.
Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter (erschlossen aus Morphologie und Gattungscharakter). Keine erfolgreichen Nachzuchtberichte aus dem Aquarium bekannt. Größen, Inkubationszeiten, Gelegegrößen und Aufzuchtbedingungen sind vollständig undokumentiert.
Pseudorinelepis genibarbis stammt aus dem oberen Amazonasbecken in Südamerika, mit Vorkommen in Brasilien (Rio Negro, Rio Demini, Rio Branco), Ecuador und Peru. Die Art lebt in langsam fließenden Bereichen, Überschwemmungsseen und großen Flüssen mit weichem, oft sauerstoffarmem Wasser. Substrat ist typischerweise Sand oder Schlamm mit viel Treibholz und organischem Material. Die natürlichen pH-Werte liegen teils im stark sauren Bereich (pH 4,5-5,5).
Männchen weisen längere, dichtere Wangen-Odontoden auf und besitzen eine kräftigere, vorgewölbte Genitalpapille sowie einen tendenziell längeren Kopf. Weibchen zeigen eine rundlichere Körperform und eine kürzere, eingedellte Genitalpapille. Regional und saisonal können Männchen orangefarbene Färbungen an Wangen oder Flossenstacheln entwickeln.
Pseudorinelepis genibarbis benötigt Temperaturen von 25-30 °C, pH 5,5-7,2 und GH 2-15 dGH. Leicht saure bis neutrale Bedingungen sind ideal.
Die Art erreicht bis zu 35,6 cm SL, was einer Gesamtlänge von ca. 45-50 cm entspricht. Es handelt sich um einen Großwels, der ein Becken von mindestens 1.230 Litern benötigt.
Keine erfolgreichen Nachzuchtberichte aus dem Aquarium bekannt. Der Fortpflanzungstyp Höhlenbrüter ist aus der Morphologie erschlossen, aber nicht belegt.
Allesfresser mit pflanzlichem Schwerpunkt: Algenscheiben, Welstabletten, Gemüse und ergänzend Frostfutter. Treibholz im Becken ist für die Verdauung essentiell.
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