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Zierfische, Familie Loricariidae

Tannenzapfenwels

Pseudorinelepis genibarbis

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Pseudorinelepis genibarbis, der Tannenzapfenwels (engl. Pinecone Pleco), wird bis zu 35,6 cm SL (ca. 45-50 cm TL) groß und ist ein imposanter Vertreter der Familie Loricariidae. Der Körper ist vollständig von knöchernen Platten bedeckt, die dem Fisch ein tannenzapfenartiges Erscheinungsbild verleihen. Dichte Odontoden (borstenartige Hautzähne) an Wangen und Flanken sind bei adulten Männchen besonders ausgeprägt.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
Tannenzapfenwels (Pseudorinelepis genibarbis)
Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
  • bis 50 cmEndgröße

  • 5-8 JahreLebenserwartung

  • 25-30 °CTemperatur

  • 5,5-7,2pH-Wert

  • 2-15 °dGHGesamthärte

  • ab 1230 lAquariengröße

Beschreibung

Die Saugschnauze ist kräftig entwickelt. Pseudorinelepis genibarbis ist ein fakultativer Luftatmer: Die Art kann atmosphärische Luft schlucken, vor allem bei Sauerstoffmangel oder Stress. Das Becken muss daher Zugang zur Wasseroberfläche ermöglichen und darf nicht luftdicht abgedeckt werden. Im Aquarium zeigt die Art ein zurückhaltendes, bodenorientiertes Verhalten. Tagsüber meist inaktiv in Verstecken, wird sie in der Dämmerung und Nacht aktiver. Typisch für große Loricariiden ist ein ausgeprägtes Revierverhalten um Höhlen und Ruheplätze. Achtung beim Kauf: Im Handel kursieren mehrere L-Nummern (L056, L095, L152) unter dem Namen Pseudorinelepis genibarbis oder cf. genibarbis, die sich in Herkunft und Morphologie unterscheiden.

Haltung und Pflege

Wasserwerte für die Aquarienhaltung: Temperatur 25-30 °C, pH 5,5-7,2, GH 2-15 dGH. Leicht saure bis neutrale Bedingungen (pH 6,0-7,0) haben sich bewährt. Hartes, alkalisches Wasser ist ungeeignet. Beckengröße: Mindestens 200 cm Kantenlänge (ca. 1.230 Liter). Einrichtung: Bodennahe Strukturen mit vielen Verstecken: große Höhlen, hohle Wurzeln, Tonröhren, Steingruppen. Treibholz ist zwingend notwendig (Verdauung). Feiner Sand oder weicher Kies als Substrat. Schwimmpflanzen für Abschattung, da die Art lichtscheu ist. Strömung: Moderat bis schwach. Gute Filterung ist bei dieser biomassestarken Art Pflicht. Regelmäßige Wasserwechsel. Als fakultativer Luftatmer benötigt die Art freien Zugang zur Wasseroberfläche. Nicht luftdicht abdecken. Pseudorinelepis genibarbis ist ein anspruchsvoller Großwels für erfahrene Aquarianer mit großen Becken.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Pseudorinelepis genibarbis kann einzeln, paarweise oder in kleiner Gruppe gehalten werden. Erfahrungsberichten zufolge verträgt sich die Art mit Artgenossen besser als viele andere Großplecos, bei Gruppenhaltung sind ausreichend Raum und eine Vielzahl von Höhlen erforderlich. Die Art kann territorial reagieren, wenn Brutplätze oder Höhlen knapp werden. Garnelen sind nicht kompatibel. Jungschnecken können gefährdet sein, adulte Schnecken werden meist toleriert. Geeignete Beifische: Größere südamerikanische Salmler, andere Loricariiden (bei ausreichend Platz) und friedliche mittelgroße südamerikanische Buntbarsche. Klein- und Kleinstfische sind aufgrund der Körpergröße als Beifische ungeeignet.

Ernährung

Pseudorinelepis genibarbis ist ein Allesfresser mit deutlich pflanzlichem Schwerpunkt (Aufwuchsfresser). In der Natur: Biofilm, Algen, Detritus und Pflanzenreste. Im Aquarium: Algenscheiben, sinkende Welstabletten, Gemüse (Zucchini, Gurke, Paprika, kurz blanchiert). Ergänzend proteinreiches Frostfutter (Artemia, Mückenlarven). Treibholz im Becken ist für die Verdauung essentiell und kein optionales Dekorationselement.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter (erschlossen aus Morphologie und Gattungscharakter). Keine erfolgreichen Nachzuchtberichte aus dem Aquarium bekannt. Größen, Inkubationszeiten, Gelegegrößen und Aufzuchtbedingungen sind vollständig undokumentiert.

Natürlicher Lebensraum

Pseudorinelepis genibarbis stammt aus dem oberen Amazonasbecken in Südamerika, mit Vorkommen in Brasilien (Rio Negro, Rio Demini, Rio Branco), Ecuador und Peru. Die Art lebt in langsam fließenden Bereichen, Überschwemmungsseen und großen Flüssen mit weichem, oft sauerstoffarmem Wasser. Substrat ist typischerweise Sand oder Schlamm mit viel Treibholz und organischem Material. Die natürlichen pH-Werte liegen teils im stark sauren Bereich (pH 4,5-5,5).

Geschlechtsunterschiede

Männchen weisen längere, dichtere Wangen-Odontoden auf und besitzen eine kräftigere, vorgewölbte Genitalpapille sowie einen tendenziell längeren Kopf. Weibchen zeigen eine rundlichere Körperform und eine kürzere, eingedellte Genitalpapille. Regional und saisonal können Männchen orangefarbene Färbungen an Wangen oder Flossenstacheln entwickeln.

Gut zu wissen

  • Fakultativer Luftatmer: Zugang zur Wasseroberfläche gewährleisten, nicht luftdicht abdecken
  • Treibholz notwendig: Loricariiden raspeln Holz ab, essentiell für die Verdauung
  • Kupferempfindlich: Kupferhaltige Medikamente vermeiden
  • Großwels mit bis zu 45-50 cm TL, Mindestbecken 1.230 Liter / 200 cm
  • Bodenbewohnend, dämmerungs- bis nachtaktiv
  • Territoriales Verhalten um Unterschlüpfe möglich
  • Im Handel mehrere L-Nummern (L056, L095, L152), nicht alle identisch mit dem Nominat
  • Zucht im Aquarium bisher nicht dokumentiert

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Tannenzapfenwels?

Pseudorinelepis genibarbis benötigt Temperaturen von 25-30 °C, pH 5,5-7,2 und GH 2-15 dGH. Leicht saure bis neutrale Bedingungen sind ideal.

Wie groß wird der Tannenzapfenwels?

Die Art erreicht bis zu 35,6 cm SL, was einer Gesamtlänge von ca. 45-50 cm entspricht. Es handelt sich um einen Großwels, der ein Becken von mindestens 1.230 Litern benötigt.

Kann man den Tannenzapfenwels im Aquarium züchten?

Keine erfolgreichen Nachzuchtberichte aus dem Aquarium bekannt. Der Fortpflanzungstyp Höhlenbrüter ist aus der Morphologie erschlossen, aber nicht belegt.

Was frisst der Tannenzapfenwels?

Allesfresser mit pflanzlichem Schwerpunkt: Algenscheiben, Welstabletten, Gemüse und ergänzend Frostfutter. Treibholz im Becken ist für die Verdauung essentiell.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

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  • Schwierigkeit: Schwierig

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  • Schwierigkeit: Schwierig

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  • Schwierigkeit: Schwierig

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  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

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