
Harnischwelse
Orinoko-Tannenzapfenwels
Pseudorinelepis sp. (L152)
- Endgröße: über 50 cm TL
- Aquarium: ab 1230 l
- Temperatur: 25-29 °C
- pH-Wert: pH 5,5-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
Einzelgänger, territorial
Probleme lösen
Sammlungen
Beliebte Steckbriefe
Passend im Ratgeber
Steckbriefe mit Haltungsdaten, Wasserwerten und Bildern.
Zur FishothekDie vier Level
Selbst züchten
Über uns
Mitmachen
Gut zu wissen
Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Pseudorinelepis genibarbis, der Tannenzapfenwels (engl. Pinecone Pleco), wird in der Form L95 über 50 cm lang (Gesamtlänge, TL) und gehört damit zu den großen Harnischwelsen (Loricariidae). Die Gattung Pseudorinelepis trägt den stärksten Knochenpanzer aller Harnischwelse. Tiere der L95-Form sind hellgrau mit kräftigen dunklen Punkten, Wangen und Flossenstrahlen sind orange gefärbt.

über 50 cm TLEndgröße
25-29 °CTemperatur
5,5-7,5pH-Wert
ab 1230 lAquariengröße
L95 aus dem Rio Demini im Gebiet des Rio Negro gilt unter Aquarianern als die attraktivste Form der Gattung. Davon unterscheidet sich L152 aus dem Orinoko-Gebiet, der meist einfarbig dunkelbraun bis fast schwarz ist, ohne Punkte und ohne orange Säume. Fast schwarze Tiere aus dem Rio Purus werden im Handel als L95a geführt. Wissenschaftlich ist nur eine Art der Gattung anerkannt, Pseudorinelepis genibarbis (Valenciennes 1840), verbreitet im Tiefland von Amazonas und Orinoko. Achtung beim Kauf: Im Handel laufen mehrere Formen unter dem Namen Pseudorinelepis genibarbis, vor allem L95 aus dem Rio Demini und L152 aus dem Orinoko-Gebiet. Ob alle zu derselben Art gehören, ist nicht geklärt. 2020 wurde L95 im Fachhandel noch als wahrscheinlich eigene Art eingeschätzt; 2024 führt derselbe Importeur die Farbunterschiede zwischen den Fundorten eher auf Anpassung an den Untergrund, auf Alter und Geschlecht zurück. Für wissenschaftlich vermessene Tiere der Art werden 35,6 cm Standardlänge (SL, Körperlänge ohne Schwanzflosse) angegeben. Wie die übrigen Rhinelepinae (eine Unterfamilie der Harnischwelse) besitzt Pseudorinelepis eine große, U-förmige, luftgefüllte Ausstülpung des Verdauungstrakts, deren vorderer Abschnitt aus der Speiseröhre hervorgeht. Sie dient als zusätzliches Atmungsorgan; zwingend auf Luftatmung angewiesen ist die Art aber nicht, sie ist ein fakultativer (bei Bedarf zusätzlich Luft atmender) Luftatmer.
Beckengröße: ab 250 x 70 x 70 cm, rund 1.230 Liter (Anfertigung); als Untergrenze werden in der Fachliteratur 200 cm Kantenlänge genannt. Wasserwerte: 25-29 °C, pH 5,5-7,5. Zur Wasserhärte gibt es keine artspezifischen Angaben; die Gattung gilt als anspruchslos gegenüber der Wasserchemie, die Temperatur sollte nicht für längere Zeit unter 24 °C fallen. Große Wurzeln, Höhlen und Steinaufbauten dienen als Verstecke und Aufwuchsflächen. Wegen des hohen Stoffwechsels dieser großen Welse sind eine leistungsfähige Filterung und regelmäßige Wasserwechsel wichtig. Die Abdeckung sollte einen Luftspalt zur Wasseroberfläche lassen. Wie alle Loricariidae reagiert die Art empfindlich auf kupferhaltige Medikamente.
Pseudorinelepis werden mit zunehmendem Alter oft sehr territorial (revierbildend), große Tiere sind untereinander sehr unverträglich. Ausgewachsene Tiere hält man deshalb am besten einzeln. Leben weitere Bodenbewohner im Becken, braucht jedes Tier ein eigenes großes Versteck.
Pseudorinelepis genibarbis (L95) ist ein Allesfresser mit überwiegend pflanzlicher Kost und gilt beim Futter als anspruchslos. Im Aquarium bilden Gemüse sowie sinkende Futtertabletten und Pellets die Grundlage, ergänzt durch Frostfutter.
Eine Nachzucht von L95 im Aquarium ist nicht bekannt, auch für die übrigen Formen der Gattung liegen keine Berichte vor. Zuchtwerte lassen sich deshalb nicht angeben.
L95 stammt aus dem Rio Demini und dem Rio Branco im Einzugsgebiet des Rio Negro (Brasilien), aus Klar- und Weißwasser. Die Art P. genibarbis insgesamt ist im Tiefland von Amazonas und Orinoko verbreitet (Brasilien, Ecuador, Kolumbien, Peru). Sie lebt in kleinen, träge fließenden Bächen, Überschwemmungsseen und großen Flüssen mit meist sehr weichem Wasser. Die dunkle Form L152 stammt dagegen aus dem Orinoko-System.
Nach Angaben aus der L-Wels-Literatur haben Männchen einen längeren Kopf und eine dicke, wulstig hervortretende Genitalpapille (Geschlechtsöffnung), bei Weibchen ist sie kurz und eingezogen. Auf Kopf- und Körperform sowie die Genitalpapille zu achten, gilt für die ganze Gattung Pseudorinelepis.
25-29 °C und pH 5,5-7,5. Zur Wasserhärte gibt es keine artspezifischen Angaben, die Gattung gilt als anspruchslos gegenüber der Wasserchemie. Die Temperatur sollte nicht für längere Zeit unter 24 °C fallen.
L95 wird über 50 cm lang (Gesamtlänge) und braucht ein Becken ab 250 x 70 x 70 cm mit rund 1.230 Litern (Anfertigung). Als Untergrenze werden in der Fachliteratur 200 cm Kantenlänge genannt.
Eine Nachzucht ist bisher nicht bekannt, weder von L95 noch von anderen Formen der Gattung.
L95 ist ein Allesfresser mit überwiegend pflanzlicher Kost. Gemüse, sinkende Futtertabletten und Pellets bilden die Grundlage, Frostfutter ergänzt den Speiseplan.
L95 ist hellgrau mit kräftigen dunklen Punkten sowie orangefarbenen Wangen und Flossenstrahlen und stammt aus dem Rio Demini und Rio Branco im Gebiet des Rio Negro. L152 ist meist einfarbig dunkelbraun bis fast schwarz, ohne Punkte und ohne orange Säume, und stammt aus dem Orinoko-System. Fast schwarze Tiere aus dem Rio Purus werden als L95a gehandelt und sehen L152 ähnlich; hier entscheidet die Herkunftsangabe.
Große Tiere sind untereinander sehr unverträglich und werden im Alter oft stark territorial. Ausgewachsene Tiere hält man deshalb am besten einzeln.
Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.
In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.
Mitreden können angemeldete Mitglieder. Anmelden oder kostenlos registrieren.
Newsletter
Neue Beiträge, Podcastfolgen, Steckbriefe und Termine in einer E-Mail. Jederzeit abbestellbar.





















