Schwachsinn!!!
Zierfische, Familie Osphronemidae
Rote Spitzschwanzmakropode Pseudosphromenus dayi
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Pseudosphromenus dayi, die Rote Spitzschwanzmakropode, wird bis zu 6-6,5 cm SL (ca. 7,5 cm TL) groß und ist ein kleiner Labyrinthfisch aus der Familie Osphronemidae. Das markanteste Erkennungsmerkmal sind zwei dunkle, unregelmäßige Längsstreifen, die sich über Kopf und Körperflanken ziehen und Pseudosphromenus dayi sicher von der Schwesterart Pseudosphromenus cupanus unterscheiden.
- Schwierigkeit: Mittel
- Paarweise
- Friedlich
- Kupferempfindlich

bis 7,5 cmEndgröße
5-7 JahreLebenserwartung
20-28 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
2-15 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Beschreibung
Adulte Männchen entwickeln eine orange bis rötliche Färbung im unteren Kopf- und Kehlbereich sowie verlängerte Rücken-, After- und Schwanzflossen.
Als Angehörige der Osphronemidae besitzt Pseudosphromenus dayi ein Labyrinthorgan, das die direkte Atmung atmosphärischer Luft ermöglicht. Ein Luftspalt zwischen Wasseroberfläche und Abdeckung sowie vorgewärmte Raumluft über dem Becken sind daher Pflicht.
Im Aquarium ist Pseudosphromenus dayi ein ruhiger, scheuer Bewohner der oberen Wasserschicht. Die Art bevorzugt dicht bepflanzte Becken mit vielen Verstecken, gedämpfter Beleuchtung und ruhigem Wasser. Starke Strömung wird schlecht toleriert.
Pseudosphromenus dayi ist ein Schaumnestbauer, der sein Nest bevorzugt verborgen unter Überhängen oder in Höhlungen anlegt, nicht offen an der Wasseroberfläche.
Haltung und Pflege
Wasserwerte für die Aquarienhaltung: Temperatur 20-28 °C, pH 6,0-7,5, GH 2-15 dGH. Weiches bis mittelhartes Wasser wird bevorzugt.
Beckengröße: Mindestens 80 cm Kantenlänge (ca. 112 Liter). Ein längeres, eher flaches Becken ist vorteilhafter als ein hohes.
Einrichtung: Reichlich dichte Bepflanzung mit Schwimmpflanzen ist Pflicht. Treibholz, Kokosnussschalen, Tontöpfe oder Höhlen aus Wurzelholz als Laichplätze und Verstecke. Getrocknetes Laub (Seemandelbaumblätter, Buchenlaub) für natürliche Tanninfärbung. Feines Substrat.
Strömung: Ruhig bis minimal. Filterauslauf stark drosseln oder umlenken. Starke Strömung schadet dem Wohlbefinden und stört den Schaumnestbau.
Labyrinthorgan: Zwischen Wasseroberfläche und Abdeckung muss ein Luftspalt bleiben. Die Luft sollte annähernd Wassertemperatur haben. Gut schließende, aber nicht luftdichte Abdeckung.
Gedämpfte Beleuchtung, viele Schattenzonen durch Schwimmpflanzen.
Passt das Wasser bei dir?
Verhalten und Vergesellschaftung
Pseudosphromenus dayi ist friedlich bis leicht territorial. Paarweise oder in kleinen Gruppen haltbar; bei Gruppenhaltung entstehen stabilere Rangordnungen. Männchen können während der Fortpflanzungsphase territorial werden.
Adulte Garnelen werden meist toleriert, Junggarnelen gelten als Beute. Schnecken werden toleriert.
Geeignete Beifische: Andere südasiatische Arten ähnlicher Größe mit ruhigem Temperament und Vorliebe für weiches Wasser. Kleine Rasboriden, Schmerlen, ruhige Bärblinge. Keine stark strömungsliebenden Arten, keine großen oder aggressiven Fische.
Ernährung
Pseudosphromenus dayi ist ein Fleischfresser (karnivor) mit fleischbetonter Ernährung. Die Art bevorzugt deutlich Lebend- und Frostfutter; Trockenfutter wird häufig verweigert und sollte nicht als Hauptfutter eingeplant werden. Im Aquarium: Artemia (lebend und gefroren), Cyclops, Daphnien, Mückenlarven, Kleinstkrebse. Ein- bis zweimal täglich in kleinen Portionen füttern.
Zucht
Fortpflanzungstyp: Schaumnestbauer (versteckt). Zuchtschwierigkeit: Mittel.
Pseudosphromenus dayi baut sein Schaumnest bevorzugt verborgen unter Überhängen, in Höhlungen (Kokosnussschale, Tontopf) oder unter breitblättrigen Pflanzen. Die Eier werden am Nest-Dach angeheftet; die Inkubationszeit beträgt ca. 24-48 Stunden. Das Männchen übernimmt die Brutpflege.
Zuchtwasser: pH 6,0-6,5, GH 2-6 dGH, Temperatur 24-26 °C. Ruhiges, dicht bepflanztes Zuchtbecken mit mehreren Höhlen als Nestoptionen.
Natürlicher Lebensraum
Pseudosphromenus dayi ist in den Küstengewässern der Westghats im indischen Bundesstaat Kerala endemisch (Flüsse Chalakkudy, Muvattupuzha und Periyar). Die Art bewohnt langsam fließende und stehende Gewässer: Reisfelder, Sümpfe, bewachsene Teiche und ruhige Flussbuchten mit reicher Ufer- und Unterwasservegetation. Das Substrat ist weich und reich an organischem Material; das Wasser ist oft leicht tanninhaltig.
Geschlechtsunterschiede
Männchen besitzen verlängerte Rücken-, After- und Schwanzflossen sowie eine orange bis rötliche Färbung an Unterseite und Kehle. Weibchen sind gedrungener, weniger farbintensiv und haben kürzere Flossen.
Gut zu wissen
- Labyrinthorgan vorhanden: kann atmosphärische Luft atmen; warme Luftschicht über dem Wasser und Zugang zur Oberfläche sind Pflicht
- Kupferempfindlich: Kupferhaltige Medikamente vermeiden (Osphronemidae)
- Zwei dunkle Längsstreifen auf Kopf und Körper (Unterscheidungsmerkmal zu Pseudosphromenus cupanus)
- Schaumnestbauer mit verstecktem Nestbau (unter Überhängen, in Höhlungen)
- Männchen mit orange bis rötlicher Kehlfärbung
- Bevorzugt stilles bis minimal strömendes Wasser
- Trockenfutter wird oft verweigert; Lebend- und Frostfutter sind Pflicht
- Dichte Bepflanzung und Verstecke für normales Verhalten erforderlich
Häufige Fragen
Welche Wasserwerte braucht die Rote Spitzschwanzmakropode?
Pseudosphromenus dayi benötigt Temperaturen von 20-28 °C, pH 6,0-7,5 und GH 2-15 dGH. Weiches bis mittelhartes Wasser wird bevorzugt.
Kann man den Rote Spitzschwanzmakropode vergesellschaften?
Geeignet sind ruhige, kleine südasiatische Arten wie kleine Rasboriden, Schmerlen und Bärblinge. Keine großen oder aggressiven Arten. Die scheue Art braucht ruhige Mitbewohner.
Kann man den Rote Spitzschwanzmakropode im Aquarium züchten?
Die Zucht ist dokumentiert und als Mittel einzustufen. P. dayi baut sein Schaumnest versteckt in Höhlungen. Inkubation ca. 24-48 Stunden. Zuchtwasser: pH 6-7,5, GH 2-6 dGH.
Wie unterscheidet man Pseudosphromenus dayi von Pseudosphromenus cupanus?
Pseudosphromenus dayi hat zwei dunkle Längsstreifen auf Kopf und Körper, Pseudosphromenus cupanus nicht. Männchen von Pseudosphromenus dayi zeigen zudem eine orange bis rötliche Kehlfärbung und einen stärker ausgezogenen Schwanzflossenfortsatz.
Hinweis zu den Daten
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Fragen und Erfahrungen
3 Kommentare, der letzte vom 1. Juli 2015
Henna Matthias WiesenseeRedaktion Dann bring doch Verbesserungen an 😉 Die Fishothek funktioniert wie Wikipedia. Jeder kann mitmachen und es wächst mit den Erfahrungen der Community. Meckern verbessert die Welt nicht.
Volker Wie kann man so einen Kommentar loslassen? Wo ist denn bitte das Problem?
Finde die Seite hier Klasse!!! Weiter so!!
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