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Zierfische, Familie Aspredinidae

Geisterbratpfannenwels Pterobunocephalus dolichurus

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Geisterbratpfannenwels (Pterobunocephalus dolichurus) ist ein bodenlebender Wels aus der Familie Aspredinidae mit einer Standardlänge von etwa 6,7 cm. Der Körper ist stark abgeflacht mit breiter Kopf- und Brustpartie; charakteristisch ist der verlängerte Schwanzbereich, auf den der Artname dolichurus (griechisch: Langschwanz) verweist.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Einzelgänger
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
  • 6,7 cm SLEndgröße

  • 5-8 JahreLebenserwartung

  • 24-27 °CTemperatur

  • 6-7pH-Wert

  • 1-12 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Die Farbgebung ist kryptisch: erdtonig bis bräunlich mit unregelmäßiger Musterung, die der Tarnung im Laubstreu dient. Im Aquarium zeigt Pterobunocephalus dolichurus ein ruhiges, zurückgezogenes Verhalten. Die Tiere sind vorwiegend nachtaktiv und verbringen den Tag versteckt unter Laub, Wurzeln und anderen Deckungsmaterialien. Erst in der Dämmerung und Nacht werden sie aktiv. Die Art ist im Aquarienhandel selten und stammt aus dem Amazonas-Einzugsgebiet Südamerikas.

Haltung und Pflege

Pterobunocephalus dolichurus benötigt Wasser mit 24-27 °C, pH 6,0-7,0 und GH 1-12 °dGH. Das Becken sollte mindestens 80 cm Kantenlänge und 112 Liter fassen. Als Bodengrund ist feiner, weicher Sand notwendig. Eine Schicht aus Laubstreu (Seemandelbaumblätter, Buchenlaub), Treibholzwurzeln und flachen Steinen schafft natürliche Versteck- und Ruheplätze. Helle, ungeschützte Bodenabschnitte sollten vermieden werden. Gedämpfte Beleuchtung und Schwimmpflanzen unterstützen das natürliche Verhalten. Die Strömung sollte ruhig bis moderat sein. Da die Art nachtaktiv und ein langsamer Fresser ist, muss die Fütterung nach Lichtausschalten erfolgen und sichergestellt werden, dass Futter den Boden erreicht.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Pterobunocephalus dolichurus ist eine friedliche, eher einzelgängerische Art. Aktive Revierkämpfe oder Aggressionen sind nicht bekannt. In kleinen Gruppen haltbar, sofern ausreichend Versteckmöglichkeiten vorhanden sind. Ein wichtiger Verhaltensaspekt ist das langsame Fressverhalten: Die Tiere konkurrieren schlecht mit schnellen Futterkonkurrenten und können leicht zu kurz kommen. Fütterung sollte stets nach Abschalten der Beleuchtung erfolgen. Schnecken werden toleriert. Adulte Garnelen sind in der Regel sicher; sehr junge Garnelen können gefressen werden. Geeignete Beifische sind ruhige südamerikanische Arten: kleine Salmler, friedliche Zwergbuntbarsche (Apistogramma) und andere bodenorientierte Kleinwelse.

Ernährung

Pterobunocephalus dolichurus ist ein bodenorientierter Allesfresser mit Schwerpunkt auf tierischer Kost. Im Aquarium werden Lebend- und Frostfutter wie Mückenlarven, Tubifex, Artemia und Enchyträen gut angenommen. Sinkende Futtertabletten und Wels-Pellets ergänzen die Ernährung. Da die Art nachtaktiv und ein sehr langsamer Fresser ist, muss ausschließlich nach Abschalten der Beleuchtung gefüttert werden. Das Futter muss den Bodenbereich erreichen.

Zucht

Pterobunocephalus dolichurus gehört zur Unterfamilie Aspredininae, bei der die Weibchen Eier direkt an ihrer Körperunterseite tragen. Anders als bei anderen Aspredinidae-Gattungen fehlen die fleischigen Stielfortsätze (Cotylephore); die Eier sind direkt am Körper befestigt. Bestätigte Zuchterfolge im Heimaquarium sind nicht bekannt. Gelegentlich werden importierte Exemplare mit Eianhaftungen beobachtet, was auf aktive Fortpflanzung hindeutet. Über Auslöser, Gelegegröße, Inkubationsdauer und Aufzucht der Jungfische liegen keine gesicherten Angaben vor.

Natürlicher Lebensraum

Pterobunocephalus dolichurus stammt aus Südamerika und kommt im Amazonas-Einzugsgebiet in Brasilien und Peru vor. Die Art bewohnt flache, langsam fließende Gewässerabschnitte und überflutete Waldbereiche mit reichlich Blätterbedeckung und Totholz. Das Substrat ist fein bis sandig mit Laubauflage. Die Strömung ist gering.

Geschlechtsunterschiede

Gesicherte Unterscheidungsmerkmale zwischen Männchen und Weibchen sind für Pterobunocephalus dolichurus nicht dokumentiert. Wie bei verwandten Aspredinidae können Weibchen zur Laichzeit etwas fülliger und rundbauchiger wirken, da sie Eier tragen. Ein verlässliches äußeres Merkmal zur sicheren Geschlechtsbestimmung ist nicht bekannt.

Gut zu wissen

  • Abgeflachter Körperbau typisch für Aspredinidae (Bratpfannenwelse); verlängerter Schwanzbereich
  • Weibchen tragen Eier direkt an der Körperunterseite befestigt (ohne Cotylephore)
  • Vorwiegend nachtaktiv; sehr scheu bei starker Beleuchtung
  • Langsamer Fresser: wird von schnelleren Mitbewohnern leicht auskonkurriert
  • Zucht im Aquarium bislang nicht dokumentiert
  • Geringes Sprungrisiko
  • Macht bei Beunruhigung am Boden liegend ein Hohlkreuz

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Geisterbratpfannenwels?

Der Geisterbratpfannenwels benötigt weiches, leicht saures Wasser: 24-27 °C, pH 6,0-7,0 und GH 1-12 °dGH. Hartes oder alkalisches Wasser ist nicht artgerecht.

Kann man den Geisterbratpfannenwels vergesellschaften?

Geeignet sind ruhige südamerikanische Arten: kleine Salmler, Apistogramma und friedliche Kleinwelse. Schnelle oder aggressive Futterkonkurrenten sind ungeeignet, da die Art ein langsamer Fresser ist.

Kann man den Geisterbratpfannenwels im Aquarium züchten?

Die Zucht im Aquarium ist bislang nicht dokumentiert. Weibchen tragen die Eier direkt an der Körperunterseite. Gelegentlich werden importierte Tiere mit Eianhaftungen beobachtet.

Was frisst der Geisterbratpfannenwels?

Die Art ist ein bodenorientierter Allesfresser. Mückenlarven, Tubifex, Artemia und sinkende Futtertabletten werden gut angenommen. Wichtig: Fütterung erst nach Lichtausschalten, da die Art nachtaktiv ist.

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Fragen und Erfahrungen

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