Rasbora paucisqualis

Deutscher Name: Großschuppiger Bärbling

Bild: Aquarium Glaser
Herkunft:
Thailand
Farben:
schwarz, silber
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Rasbora paucisqualis
Gattung: Rasbora
Familie: Cyprinidae

Beschreibung

Der Großschuppige Bärbling (Rasbora paucisqualis) ist ein kleiner, schlanker Schwarmfisch aus der Familie Danionidae mit einer Endgröße von etwa 4 cm SL. Die Art gehört der R. trifasciata-Artengruppe an. Im Aquarium zeigt R. paucisqualis ausgeprägte Schwarmorientierung und bevorzugt mittlere bis obere Wasserschichten.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Endemit der Malaiischen Halbinsel
  • Verwechslungsgefahr mit R. amplistriga (Mekong) und R. bankanensis
  • Mittlere bis obere Schwimmzone
  • Haftlaicher mit einfacher Zucht
  • Geringes Sprungrisiko

Vergesellschaftungshinweise

Rasbora paucisqualis ist ein ausgeprägter Schwarmfisch. Empfohlen wird eine Mindestgruppe von 8 Tieren; 10–12 Individuen erlauben natürlicheres Schwarmverhalten und reduzieren Stress. In ausreichender Gruppengröße sind die Tiere lebhaft und zeigen ansprechendes Sozialverhalten. Rangkämpfe sind selten, sofern Schwimmraum und Strukturen vorhanden sind. Das Temperament ist insgesamt friedlich und unaufdringlich. Aufgrund der geringen Körpergröße eignet sich die Art gut für gemischte Gesellschaftsbecken mit anderen kleinen, friedlichen Südostasien-Arten. Verträglichkeit mit Wirbellosen: Schnecken sind unproblematisch. Bei Garnelen sollte Vorsicht walten — Junggarnelen können gefährdet sein, adulte Garnelen werden in der Regel toleriert. R. paucisqualis sollte mit Arten ähnlicher Herkunft und Wasseransprüche vergesellschaftet werden: andere kleine Rasbora-Arten, Boraras spp., Trigonostigma spp., kleine Loricariiden oder Corydoras-Arten aus Südostasien sowie friedliche kleine Schmerlen (z. B. Pangio spp.). Geeignet sind außerdem kleine Gurami-Arten und andere Danioniden, die weiches bis mittelhares, leicht saures Wasser bevorzugen. Nicht geeignet: ostafrikanische oder westafrikanische Hartwasser-Cichliden, aggressive oder deutlich größere Arten. Die falsche Bioregion „Westafrika“ im Ausgangsprofil führte zu falschen Vergesellschaftungsempfehlungen (Pelvicachromis, Phenacogrammus, Synodontis) — diese Arten teilen weder Herkunft noch Wasseransprüche mit R. paucisqualis und sind daher ungeeignet.

Geschlechtsdimorphismus

Für R. paucisqualis sind keine markanten äußeren Geschlechtsunterschiede dokumentiert. Weibchen sind zur Laichzeit in der Regel korpulenter. Für sichere Geschlechtsbestimmung empfehlen sich Verhaltensbeobachtungen während der Balzphase.
Größe: Männchen: bis zu 4 cm, Weibchen: 4-5 cm

Haltungstipps / Pflege

Im Aquarium zeigt R. paucisqualis ausgeprägte Schwarmorientierung und bevorzugt mittlere bis obere Wasserschichten. Die Haltung erfolgt in Gruppen von mindestens 8 Tieren bei 22-26 °C, pH 6-7,5 und GH 2-12 °dGH in einem Becken ab 60 Litern mit 60 cm Kantenlänge.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
6,0-7,5
Temperatur:
tropisch
Beckengröße:
ab 80cm, 112 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Rasbora paucisqualis ist ein Haftlaicher. Die Zucht gilt als einfach und ist gut dokumentiert. Konditionierung mit Lebend- und Frostfutter. Leichtes Absenken des pH auf 6-6,5 kann den Laichimpuls fördern. Eier schlüpfen innerhalb von 24-48 Stunden, Jungfische sind nach 3-5 Tagen freischwimmend.

Ernährung/Futterbedarf

Rasbora paucisqualis ist ein Allesfresser. Im Aquarium eignen sich hochwertige Flocken und Mikrogranulat als Basis, ergänzt durch Artemia-Nauplien, Cyclops, Daphnien und Mikrowürmer. Fütterung 1-2 Mal täglich in kleinen Portionen. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 3-5 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Rasbora paucisqualis ist endemisch auf der Malaiischen Halbinsel (Malaysia). Die Art bewohnt klare Waldbäche und Pools in Tieflandregenwäldern mit weichem, leicht saurem Wasser. Typisch sind organische Einträge aus Laub und Wurzeln sowie gedämpftes Licht.

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