Rhinogobius maculafasciatus

Deutscher Name: Fleckenband-Bachgrundel

Bild: Ingo Seidel
Herkunft:
China
Farben:
braun, grau
Schwierigkeit:
Schwierig (Sehr erfahrene Aquarianer)
Art: Rhinogobius maculafasciatus
Gattung: Rhinogobius
Familie: Gobiidae

Beschreibung

Die Fleckenband-Bachgrundel (Rhinogobius maculafasciatus) erreicht eine Länge von 5 bis 6 cm und ist in Taiwan endemisch. Der kompakte Körper zeigt eine braune bis olivfarbene Grundfärbung mit einem namensgebenden Muster aus dunklen Flecken und Bändern entlang der Flanken.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: schlecht

Besonderheiten

  • Endemisch in Taiwan in den Einzugsgebieten Tzengwen und Kaoping
  • Amphidrome Art mit obligater Larvalphase im Meer
  • Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege
  • Benötigt starke Strömung mit 10- bis 20-fachem Beckenvolumen pro Stunde
  • Männchen können gegenüber Weibchen aggressiv werden
  • Schwierigkeitsgrad: Schwer, da amphidrom und anspruchsvoll

Vergesellschaftungshinweise

Haltungstyp: Gruppe (mindestens 5 Tiere empfohlen) Rhinogobius maculafasciatus ist im Aquarium nicht als echter Schwarmfisch zu verstehen, profitiert aber von der Haltung in einer Gruppe. Einzeln gehaltene Tiere zeigen erhöhten Stress und Krankheitsanfälligkeit. Innerhalb der Gruppe ist das Verhältnis zwischen den Geschlechtern entscheidend: Dominante Männchen vertragen einander kaum und können sich bis zu ernsthaften Verletzungen bekämpfen. Ausreichend viele Höhlen und visuelle Trennungen durch Steine sind daher unerlässlich. Männchen attackieren außerdem regelmäßig Weibchen, was bei falscher Einrichtung zu Stress und Verletzungen beim Weibchen führen kann. Gegenüber ruhigen, nicht-bodenständigen Mitbewohnern ähnlicher Größe ist die Art in der Regel friedlich. Andere ostasiatische Kaltwasserarten und ruhige Kleinfische des mittleren Wassersegments eignen sich als Gesellschaft besser als tropische Arten, die andere Temperaturansprüche haben. Verträglichkeit mit Wirbellosen – Schnecken: Weitgehend verträglich; ausgewachsene Schnecken werden toleriert. – Garnelen: Junggarnelen gefährdet; adulte Garnelen mittlerer Größe in der Regel toleriert. Geeignete Mitbewohner sind ruhige ostasiatische Kaltwasserarten sowie friedliche Kleinfische der mittleren Wasserschicht, die ähnliche Temperaturen (18–24 °C) tolerieren. Tropische Arten mit Temperaturbedarf über 26 °C sind ungeeignet. Aggressive Bodenbewohner, dominante Cichliden jeder Herkunft sowie sehr aktive Oberflächenschwimmer sind zu vermeiden. Die Kombination mit Wirbellosen ist mit Vorsicht zu wählen (s. o.). Wegen der innerartlichen Aggressivität zwischen Männchen sind ausreichend Strukturen und Sichtbarrieren im Becken essenziell.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen sind etwas kräftiger mit breiterem Kopf und können in Laichstimmung intensivere Farben zeigen. Weibchen sind schlanker und bei Laichreife am rundlicheren Bauch erkennbar.

Größe: ca. 5–6 cm SL

Haltungstipps / Pflege

Rhinogobius maculafasciatus ist eine anspruchsvolle Art, die ein spezialisiertes Strömungsbecken mit mindestens 200 Litern bei 100 cm Kantenlänge benötigt. Die Wasserwerte sollten bei 18 bis 24 °C, pH 6,5 bis 8,0 und GH 2 bis 15 °dGH liegen. Entscheidend ist eine sehr starke Strömung mit einer Filterleistung von 10- bis 20-fachem Beckenvolumen pro Stunde. Als Bodengrund eignet sich grober Kies mit zahlreichen Steinen und Höhlen. Die Sauerstoffsättigung muss konstant hoch sein. Regelmäßige große Wasserwechsel sind Pflicht.

Saisonale Temperaturabsenkung: Als subtropische Art aus taiwanesischen Bergbächen profitiert die Fleckenband-Bachgrundel von einer Winterruhe bei 14-18 °C über mehrere Wochen. Dies fördert Gesundheit, Farbintensität und Fortpflanzungsbereitschaft.

Wasserhärte:
weich bis hart
pH-Wert
6,5-8
Temperatur:
Kaltwasserfisch/Kühlwasser
Beckengröße:
ab 100 cm, 200 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Rhinogobius maculafasciatus ist ein Höhlenbrüter. Das Männchen bewacht die Eier in einer Höhle unter Steinen. Da die Art amphidrom ist und die Larven eine obligate Meeresphase durchlaufen, ist die Nachzucht im Süßwasseraquarium bisher nicht dokumentiert. Für einen Zuchtversuch wäre ein Übergang zu Brackwasser für die Larvalphase nötig.

Ernährung/Futterbedarf

Ernährungstyp: Karnivore Tendenz (fleischbetont) Rhinogobius maculafasciatus ist überwiegend karnivor mit opportunistischen Allesfresser-Anteilen. In der Natur werden vor allem kleine wirbellose Bodentiere aufgenommen. Im Aquarium werden kleine Lebendfutter- und Frostfuttersorten bevorzugt: Chironomiden-Larven (Mückenlarven), Artemia, Daphnia, Mysis und kleine Tubifex. Sinkendes hochwertiges Pelletfutter wird nach Eingewöhnung oft akzeptiert. Schwimmendes oder an der Oberfläche verbleibendes Futter wird nicht aufgenommen. Mehrere kleine Fütterungen täglich sichern eine ausreichende Versorgung rangniedrigerer Tiere.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
ca. 3-5 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Rhinogobius maculafasciatus ist endemisch in Taiwan, wo die Art in den Einzugsgebieten der Flüsse Tzengwen und Kaoping vorkommt. Die natürlichen Habitate sind schnell fließende Bergbäche mit starker Strömung über steinigem Grund. Die Art ist amphidrom, die Larven wandern ins Meer und kehren als Jungfische zurück.

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